Von Freundebüchern und Untoten

Lieber Leser,

eine interessante Entwicklung in Bloggerkreisen fällt mir auf. Wahrscheinlich ein alter Hase und ich bekomme das erst jetzt mit, denn ich bin  – was das Internet anbelangt! – kein alter Hase. Es geht um die Fragen, die man sich gegenseitig stellt und als Stöckchen zuwirft, sich verlinkt oder was auch immer.

Es erinnert mich an meine Jugend. Es gab da eine Zeit, als das Privatfernsehen ganz neu war und auf RTL (glaube ich) mittags lauter Trickfilme kamen. Meine Mutter hatte einen gänzlich unbedarften Umgang mit diesem neuen Phänomen und ließ mich nach der Schule diesen Scheiß diese unterschwellige Unterhaltung angucken. Eigentlich ein Unding: raus aus der Schule, ab nach Hause, seinen Teller mit Mittagessen ins Wohnzimmer balanciert! und Kiste an. Das durfte ich! Würde ich heute Lucy nie erlauben, nie im Leben. Ist ja totale Verblödung… schweig, naja, aus mir ist doch auch was geworden, oder?

Aber es waren Trickfilme und so ein Trickfilm schafft es nicht, meine Aufmerksamkeit auf Dauer zu fesseln. Aber ich liebe Hörspiele. Also habe ich den Fernseher angemacht und gar nicht hingeschaut. Nachdem der Teller leer war und ich fünf Minuten geguckt hatte, habe ich meine Hausaufgaben erledigt und in Freundebücher eingeschrieben. Alles bei laufender Glotze.

Und jetzt komme ich endlich zu den Stöckchen. Das waren damals die Freundebücher. Meines Wissens gab es noch keine vorgedruckten Freundebücher oder wir hatten einfach keine. Wir haben die selbst gemacht. Es gab schöne dicke Karohefte zu kaufen, die wir Kladden nannten. Und dort haben wir unsere Fragen reingeschrieben. Natürlich auch sowas Langweiliges wie Lieblingsessen, Lieblingsfarbe, Lieblingsstar (obwohl das langsam wieder interessant wird, Gott, wen hab ich damals eingetragen – Johnny Depp?). Die Hauptsache waren aber interessantere Fragen wie:

Du fährst auf eine einsame Insel und darfst drei Dinge mitnehmen. Erkläre warum du dich für die entschieden hast!

Wann willst du mal heiraten und warum?

Welche Eigenschaften schätzt du an einem Menschen?

Diese Fragen dachte man sich selbst aus oder übernahm sie einfach aus anderen Freundekladden. Damit habe ich ganze Nachmittage verbracht. Denn im Gegensatz zu heute musste man ja nicht nur die Antworten hinkritzeln, sondern auch noch die Fragen abschreiben, denn es gab ja keine Vordrucke – und es war immer eine ganze Doppelseite. Zudem hatten wir auch den Ehrgeiz, das alles schön zu gestalten… es hat viel Spaß gemacht und gehört zusammen mit einer neuen Zeit, die heute schon längst wieder Vergangenheit ist.

Wir haben es also des Spaßes wegen gemacht und weil wir noch wenig andere Ablenkungsmöglichkeiten hatten. Und weil wir neugierig waren. Und wozu wirft man sich heute Stöckchen im Blögchen zu? Es hat doch etwas von diesem alten Kinderspiel von damals. Weil wir das immer noch mögen? Weil wir neugierig sind, weil es im Internet trotz Blogs und social network doch recht anonym zugeht? Weil wir uns als Menschen wahrnehmen wollen? Weil wir Menschen nach Zusammenhängen suchen, uns ein Bild machen wollen?

Lange Rede, kurzer Sinn. Hier die elf Fragen von Pimalrquadrat (danke für den kleinen Ausflug in die Vergangenheit!):

1. Was befindet sich in Griffnähe zu deinem Bett?

Total bieder: ein Nachttisch mit Wecker und einem Buch oder zwei oder drei…

2. Hast du ein Ritual vor dem Schlafengehen, falls ja, welches? (Z.B. noch ein wenig lesen, etc.)

Oft bin ich zu erschöpft, um nach lange zu lesen, deshalb stapeln sich auch die Bücher so. Aber wenn ich das Licht lösche und schlafen will, besuche ich imaginäre Orte und Menschen. Von diesen Orten habe ich eine Handvoll, die ich mir in den letzten Jahrzehnten immer genauer ausgemalt habe. Ich kann da quasi nach Hause kommen, als wäre es ein zweites Leben. Ich finde es ja sowieso schade, dass wir nur ein Leben haben… und schon bin ich eingeschlafen.

3. Was war deine letzte, richtig gute Tat?

Ins Poesiealbum (also vor der Zeit der Freundekladden) habe ich immer einen Sinnspruch eingeschrieben: Man kann nicht jeden Tag etwas Großes tun, aber gewiss etwas Gutes. Den Spruch fand ich schon als Kind schön und er zeigt, dass Gutes gar nicht groß sein muss.

Letzte Woche habe ich ein paar meiner Nervensägen gelobt, obwohl ich ihnen vor den Ferien den Hals hätte umdrehen können, aber Leistung ist Leistung und da gab es nichts zu kritteln. Ich war also nicht nachtragend und empfinde das als etwas Gutes, wenn auch Klitzekleines.

4. Und was war dein letzter großer Aufreger?

Diese Woche neue Anweisungen von Regierungspräsidium für unsere Schule, die versuchen, uns als Gymnasium platt zu machen. Aber dazu ein andermal.

Seltsamerweise habe ich mich persönlich nämlich gar nicht aufgeregt. Das Leben wird weitergehen. Ich werde weiterkämpfen. Leben heißt nicht Stillstand. Wir werden sehen…

5. Mit welcher Kleinigkeit könnte man dir die aktuell die größte Freude machen, und warum?

Mit schöner Wolle könnte man mich momentan beglücken, auch heute beschäftige ich mich gerne noch mit anderen Dingen als nur einem Film zu folgen. Aber schöne Wolle ist eigentlich keine Kleinigkeit, richtige Wolle hat zurecht ihren Preis, eine Tüte leckeren Tees würde es auch tun. Teetrinken (oder wahlweise Kaffee) und Abwarten ist immer gut…

6. Waschbrett- oder Waschbärbauch?

Was ist ein Waschbärbauch?

7. Bist du eher ein Sommer- oder ein Wintermensch?

Eindeutig ein Herbstmensch! Das ist meine Lieblingsjahreszeit, die Fülle an Farben und Düften, Wechsel von Licht und Schatten und über allem der Hauch von Erinnerung. Mit dem Herbst bin ich ganz bei mir.

8. Hast du eine kreative Ader, wenn ja, welche? Lebst du diese auch aus?

Wo ich gehe, wo ich stehe, immer sing ich vor mich hin, diese ganzen Melodien gehn mir nicht mehr aus dem Sinn. Ich singe und erfinde dabei Lieder. Wenn ich jünger wäre und auf der Suche nach Ruhm, würde ich das Ganze ins Netz stellen. Aber hey, dann wäre ich auch nicht glücklicher – denn dafür reicht schon die Musik allein. Musikmachen macht glücklich!

9. Du hast gerade eine/n Horrorgeschichte/-film gelesen/gesehen und musst in den Keller. Was nun?

Licht aus und rinn in den Keller! Ich lese Horror und gucke mir auch so etwas an – ich weiß, wie ich manipuliert werde und grusele mich trotzdem wirklich sehr, aber was solls, wenn ich in den Keller muss, dann muss ich wohl. Da bin ich dann doch pragmatisch. Ich gehe auch nachts allein im Wald spazieren. Manchmal denke ich mir dann selbst die besten Horrorgeschichten aus… neulich hatte ich eine spannende Idee von einer riesigen Welle Untoter, die im Winter abends übers Land schwappt und aufs Licht zugeht und dort alles niedermäht. Da ich ja aber ohne Licht im Freien war, habe ich mich hinter den nächsten Holzstapel gelegt, ganz flach auf den Boden gepresst und die Untoten sind an mir vorbei marschiert. Ein kalter Hauch überflutete mich und die Nacht wurde noch schwärzer, weil mit einem Mal alle Lichter unseres Dorfes ausgingen… ja sowas denkt sich Frau Henner aus, wenn sie allein spazieren geht. Dann ist jedes Wildschwein absolut harmlos. Sagt das irgendetwas über meine Psyche aus? Aber wisst ihr was, den Holzstapel hab ich mir zur Sicherheit trotzdem schon mal ausgesucht, man weiß ja nie. Also Licht anmachen, nö, damit verrate ich mich ja nur. Licht bleibt aus. Da fühle ich mich sicherer.

10. Wie stehst du zur Todesstrafe?

Nein, auch wenn ich verstehe, dass Menschen Rache verspüren. Nein, wir dürfen uns nicht auf die gleiche Ebene herablassen wie der Täter. Auch wenn das schwierig ist. Ein einzelner mag töten können, eine Gesellschaft aber sollte das tunlichst vermeiden – eine Gesellschaft ist stärker als alle Impulse.

11. Welchen Film, den du sehr magst, meidest du, weil du genau weißt, dass du hinterher eine Packung Taschentücher brauchst?

Ich heule recht schnell vor Rührung, wenn ein Mensch etwas Gutes tut, über sich hinauswächst – aber dann wirft mir Herr Henner sein Taschentuch rüber (als Mann hat er immer ein sauberes dabei, alte Schule!) und ich kuschele mich noch weiter in meine Decke ein und heule weiter. Wo ist da das Problem?

 

Jetzt sollte ich mir eigene Fragen ausdenken, obwohl ich einige von Pimalquadrats doch recht nett fand und gerne beantwortet habe. Der Einfachheit halber nehme ich also schon mal die drei aus meinem alten Freundebuch:

1. Du fährst auf eine einsame Insel und darfst drei Dinge mitnehmen. Erkläre warum du dich für die entschieden hast!

2. Wann willst du mal heiraten und warum? (Sollte man für Erwachsene vielleicht umändern in : Wie stehst du zum Heiraten?)

3. Welche Eigenschaften schätzt du an einem Menschen?, klaue mir ein paar bei Pimalrquadrat:

4. Was war deine letzte, richtig gute Tat?

5. Mit welcher Kleinigkeit könnte man dir die aktuell die größte Freude machen, und warum?

6. Hast du eine kreative Ader, wenn ja, welche? Lebst du diese auch aus?, klaue mir ein paar aus einer Radiosendung:

7. Was fällt dir leichter: anfangen oder aufhören?

8. Welches Buch liegt momentan auf deinem Nachttisch?, und denke mir selbst noch ein paar aus (wer hat eigentlich diese Zahl elf festgelegt?):

9. Wen du einen Roman schreiben würdest, wovon würde er handeln?

10. Tanzbär oder Salzsäule?

11. Gibt es einen Punkt in deinem Leben, an dem du gerne grundlegend anders gehandelt hättest?

Und das alles schicke ich an Herr Mess und gebe sie auch gerne frei an alle, die Spaß dran haben. Fragt euch Löcher in den Bauch, aber vergesst nicht – im Netz ist alles nur ein Spiel, oder doch nicht?

Viele Grüße aus der Provinz von eurer Frau Henner

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18 Kommentare zu „Von Freundebüchern und Untoten“

  1. Vielen Dank fürs Mitmachen! 🙂
    Du hast noch einmal sehr schön zusammengefasst, was so toll an der Sache ist, nämlich, sich ein kleines Bild von der Person hinter dem anderen Bildschirm zu machen. Weil es vielleicht auch tröstlich ist, zu wissen, dass dahinter eben „auch nur“ ein Mensch sitzt und keine Maschine.

    Ich muss sagen, so hab ich die Stöckchen/Fragen auch noch nicht gesehen, aber du hast vollkommen recht! Damals (Puuh, Grundschule) hatten wir die Poesiealben, in denen sich Freunde, Mitschüler und teilweise auch Lehrer verewigten. Und als ich im Praxissemester war, da hatten alle Schüler einer sechsten Klasse so ein Album, die sie dann geschlossen dem Mathelehrer mitgegeben haben. 😀
    Bei dem Gedanken bekomme ich fast wieder Lust, mal mein eigenes wieder hervorzuholen.

    Zu den Fragen selbst: Wow, du bist ja richtig hart im Nehmen! Einfach so nachts durch den Wald und dir dann noch selber Horrorgeschichten auszudenken! 😯

    Aber…. aber… aber Frau Henner, du weißt nicht, was ein Waschbärbauch ist?! Das ist ja… also, ne, das also, ich weiß nicht, das kann ich doch nicht stehen lassen…
    Stell dir einfach einen etwas runderen Bauch vor. Etwas mehr als „normal“, aber – zumindest meiner Meinung nach – weniger als ein Bierbauch. 😳

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        1. In einer Sendung habe ich mal einen beeindruckenden, alten Mann gesehen, der sagte: „Als ich jung war, habe ich den Herbst sehr gemocht, und jetzt, da ich alt bin und selbst im Herbst des Lebens stehe, fühle ich den Frühling besonders gerne, weil er mir immer noch einmal von beginnendem Leben erzählt.“ So oder ähnlich.

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    1. Wald und Horrorgeschichten ist harmlos – zu beidem hatte ich schon immer einen Hang, denn wer sie sich selbst ausdenkt, ist klar im Vorteil!
      Waschbärbauch… ähem… danke für die Aufklärung, wusste ich echt nicht. Aber die Bauchform finde ich eh zweitrangig, weil mich tatsächlich eher der Mensch hinter einer Hülle interessiert. Solange jemand auf sein Äußeres in irgend einer Weise achtet, lässt sich mit vielem gut leben. Das empfinde ich bei mir selbst so und sehe auch andere Menschen so.

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  2. Der Aufforderung komm ich nur zu gerne nach. Ist auf jeden Fall besser als Korrekturen 🙂
    Bist du sicher, dass das damals RTL war? Da liefen doch nachmittags immer die schlimmen Talkshows, mit denen wir Teenies nichts anfangen konnten: Ilona Christen, Hans Meiser etc. Was für Cartoons waren’s denn? Mich dünkt nämlich, dass es Tele 5 gewesen sein könnte. Die hatten immer He-Man oder Ghostbusters. Achja… Ghostbusters 🙂

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    1. Nö, bin mir nicht sicher, aber am Anfang gab es doch nur RTL, oder? Ich denke da an ALF (als Trickfilm) und Scobidoo (Wie schreibt man den denn?) ja und an Ghostbusters- aber das kam schon immer zur Mittagszeit, später lief dann so eine amerikanische Soap um Liebe und Intriegen, die ich aber nie geguckt habe, obwohl das eigentlich soziales Muss war. Wann kam den Tele 5 überhaupt auf den Bildschirm?

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  3. Aus Freude:
    1. Du fährst auf eine einsame Insel und darfst drei Dinge mitnehmen. Erkläre warum du dich für die entschieden hast!
    Meine Frau, genügend Ess- und Lesestoff. Muss ich das erklären?
    2. Wann willst du mal heiraten und warum? (Sollte man für Erwachsene vielleicht umändern in : Wie stehst du zum Heiraten?)
    Manchmal ganz praktisch, muss aber nicht sein.
    3. Welche Eigenschaften schätzt du an einem Menschen?
    Ehrlichkeit, linke Gesinnung, Visionen.
    4. Was war deine letzte, richtig gute Tat?
    Keine Ahnung, ehrlich. Mache fast jeden Tag eine (Gutmensch).
    5. Mit welcher Kleinigkeit könnte man dir die aktuell die größte Freude machen, und warum?
    Mitnehmen auf eine gute Lesung.
    6. Hast du eine kreative Ader, wenn ja, welche? Lebst du diese auch aus?
    Kontaktze knüpfen, sortieren und aufrechtz erhalten.
    7. Was fällt dir leichter: anfangen oder aufhören?
    Anfangen.
    8. Welches Buch liegt momentan auf deinem Nachttisch?, und denke mir selbst noch ein paar aus (wer hat eigentlich diese Zahl elf festgelegt?):
    Peter Weiss: Die ÄSthetik des Widerstand und derselbe, Abschied von den Eltern.
    9. Wen du einen Roman schreiben würdest, wovon würde er handeln?
    Kindheitserinnerungen.
    10. Tanzbär oder Salzsäule?
    Erster.
    11. Gibt es einen Punkt in deinem Leben, an dem du gerne grundlegend anders gehandelt hättest?
    Ja. Verrate ich aber nicht.

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    1. Vieles sehr interessant… in mir steigt aber spontan eine andere Frage auf: Wo habt ihr vielen Tanzbären euch eigentlich versteckt, als ich noch richtig jung war? Da haben wir Mädels immer alleine die Tanzflächen stürmen müssen…

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  4. Zum FRagebogen:
    1. Du fährst auf eine einsame Insel und darfst drei Dinge mitnehmen. Erkläre warum du dich für die entschieden hast!
    Ein Universaltaschenmesser, einen kleinen Sonnenkollektor zum Wasser erhitzen und ein möglichst dickes Buch, z.B. James Joyce, Ulysses.
    Mit dem Taschenmesser arbeite ich, mit dem Sonnenkollektor koche ich und das Buch lese ich. Braucht man mehr DINGE?

    2. Wann willst du mal heiraten und warum? (Sollte man für Erwachsene vielleicht umändern in : Wie stehst du zum Heiraten?)
    Kann man, muss man aber nicht.

    3. Welche Eigenschaften schätzt du an einem Menschen?
    Verlässlichkeit und Humor

    4. Was war deine letzte, richtig gute Tat?
    Ich habe durch schnelles Handeln jemanden vor einer schwerwiegenden Verletzung bewahrt. Die Tat war wirklich gut aus diesem Grund und weil ich meiner Neigung nicht nachgegeben habe, Probleme erst mal nicht ganz ernst zu nehmen sondern sie auf kleiner Flamme zu kochen.

    5. Mit welcher Kleinigkeit könnte man dir die aktuell die größte Freude machen, und warum?
    Mich in den Arm nehmen macht mir immer die größte Freude.

    6. Hast du eine kreative Ader, wenn ja, welche? Lebst du diese auch aus?
    Ich schreibe gerne Gruß- und Ansichtskarten und versuche dabei möglichst originell mich auf den Arm zu nehmen.

    7. Was fällt dir leichter: anfangen oder aufhören?
    Ich fange immer mit kleinen Schritten an und lasse es dann lange laufen.

    8. Welches Buch liegt momentan auf deinem Nachttisch?
    Flaubert, Madame Bovary und William Faulkner, Licht im August.

    9. Wenn du einen Roman schreiben würdest, wovon würde er handeln?
    Meine Zeit als Lehrling in einer Lehrlings-WG.

    10. Tanzbär oder Salzsäule?
    Tanzbär, verbandelt mit einer Salzsäule

    11. Gibt es einen Punkt in deinem Leben, an dem du gerne grundlegend anders gehandelt hättest?
    Nie und nimmer.

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    1. Echt Ulysses? Nun gut, kann man immer wieder anders lesen und wenn es da einzige Buch wäre, was ich besitze, dann würde ich es vielleicht sogar schaffen, es zu lesen 😉 … im Übrigen habe ich Licht im August auch auf meinem Nachttisch liegen gehabt und mich lange damit herumgeschlagen und mich letzten Endes geschlagen gegeben. Den Lehrlings-Roman hätte ich vielleicht durchgehalten!
      Ich bin selbst ein Tanzbär, der mit einer Salzsäule verbandelt ist. Das ist zwar manchmal bedauernswert, aber reicht doch nicht für größere Konflikte.
      Wenn man auf die elfte Frage so sicher antworten kann, ist das ein gutes Zeichen, im Grunde musst du zufrieden sein mit dir und der Welt… schön.

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      1. Zu Ulysses: Man darf sich nicht unter Druck setzen: Ich habe in den letzten 35 Jahren das Buch 4x gelesen; so im Abstand von 10 Jahren. Immer wieder habe ich einen Abschnitt übersprungen oder nur halbwach gelesen, wenn ich keinen Zugang fand. Macht nichts: Beim nächsten mal klappt es vielleicht doch.

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  5. Hihi, ich finde die Frage „Wann willst du mal heiraten und warum?“ irgendwie ulkig. Das „Wann“, ja, legt man da dann ein Alter fest, so wie „GENAU mit 32!“, oder darf man da auch sowas Abstraktes (bzw. Kitschiges 😉 ) sagen wie: „Wenn es sich richtig anfühlt?“
    Und „warum“, öh, ja, eigentlich sollte sich die Frage nach dem Warum beim Heiraten ja gar nicht stellen, außer man hat’s gern unromantisch und erzählt was von Steuervorteilen, Aufenthaltsgenehmigung oder so. 😉

    Davon ab: Ich beneide dich gerade um diese Freundebüchergeschichte! Ich bin zu jung! :mrgreen:
    Also, bei uns gab es Freundebücher und Poesiealben auch noch, klar. En masse, ich habe bestimmt 4-5 davon! Aus Kindergarten-, Grundschul- und Anfang-des-Gymnasiums-Zeit. Schön war das. Aber selbst die Fragen ausgedacht und vorgegeben, ja, das hätte ich irgendwie noch viel schöner und spannender gefunden! Weiß nicht, wieso ich auf so eine Idee als Kind nicht kam – vermutlich, weil es die Vordrucke zu meiner Zeit eben gab. Eigentlich ja aber langweilig, weil jeder da dann die gleichen Fragen beantwortet hat und die alle so standardisiert waren wie Lieblingsfarbe, -essen, -star usw., ganz genau. Dabei gibt es so viel Interessantes über Menschen zu erfahren. Deshalb macht mir die Stöckchensache auch Spaß und ich habe mich beim Fragen-Ausdenken auch gar nicht so doof angestellt, finde ich. 😉

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    1. Ich selbst fand die Heirats-Frage auch schon als Kind doof. Aber damals war für uns Mädchen klar: Heiraten muss sein. Bei jetzigen Klassentreffen sieht es da schon anders aus 😉 Aber ich fand die Frage deshalb doof, weil fast alle schrieben: Im Jahr 2000! Als ob so eine Zahl etwas aussagen würde. Ich selbst habe ganz ehrlich geschrieben: „Ich heirate, wenn ich den Richtigen dazu habe.“ Und soviel kann ich verraten – es wurde nicht das Jahr 2000…
      Immer noch schöpn finde ich die Insel-Frage, weil sie im Nachhinein doch verrät, was den Menschen damals wichtig war. Bei mir immer Papier und Stifte (an Computer oder gar Internet dachte damals ja noch niemand).

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      1. Wie jetzt, nicht im Jahr 2000 😮 Mensch, Frau Henner! Dann aber hoffentlich wenigstens an einem Schnapsdatum :mrgreen:

        Mich würde ja interessieren, ob ÜBERHAUPT jemand von den Damen, die damals „2000“ schrieben, in dem Jahr geheiratet haben. 😉

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