Ist da was faul im Staate Österreich?

Liebe Leser,

über die kurzen Ferien habe ich mich ein wenig mit Bildungspolitik beschäftigt. Immer wieder wird ja der Föderalismus in diesem Bereich beklagt. Ich bin zwar nicht der Meinung, dass Leistungen durch eine Vereinheitlichung diverser Mechanismen unbedingt vergleichbarer werden, aber es ist schon seltsam, in einem Land zu leben, in dem die Regelungen im Bildungssystem so weit auseinandergehen, dass der gleiche Schüler je nach Wohnort eine andere Schulkarriere hinlegt. Das betrifft natürlich nicht die ganz guten und nicht die sehr schlechten Schüler, sondern die Grauzone – und das sind eine Menge. Jedes Fitzelchen wird anders geregelt, das kann schon mal verwirren. Besonders dann, wenn ein Bundesland etwas scheinbar Neues probiert, das in einem anderen Bundesland schon längst wieder abgeschossen wird. Das nenne ich dann nicht gerade Weitblick.

Ihr lieben Kommentatoren hier habt mir da manches Mal die Augen geöffnet, danke.

Und da ich weiß, dass diesen Blog auch ein paar andere europäische Nachbarn mitlesen, will ich noch ein wenig schlauer werden. Schauen wir doch einmal über die Staatsgrenzen hinweg. Was wissen wir schon von… sagen wir Österreich? Seien wir ehrlich, wer kennt da die Namen der staatstragenden Politiker? Also die Menschen in Baden-Württemberg kennen die Autobahn, die sie nach Italien bringt, und kennen die guten Skigebiete dort, dann vielleicht noch die Wiener Melange und ein Gericht, das da heißt Kaiserschmarrn. Aber ansonsten ist Österreich ein ziemlich blinder Fleck in unserem deutschlandzentrierten Blick auf Europa.

Und wenn man von einem Land nicht viel hört, dann müsste man davon ausgehen, dass da im Grunde alles laufe. Sonst würde man ja was hören, oder?

Und nun das: ein Bekannter spielt mir einen Artikel von Ernst Wirthensohn mit dem Titel „Wann wehren wir uns endlich!“ in die Hände. Wirthensohn beklagt auf fünf Seiten die Bildungsdemontage an österreichischen Gymnasien und ruft am Ende tatsächlich zu einem Aufstand auf. An seiner Sprache merkt man, wie enttäuscht und fast schon zornig und auch verbittert der Autor ist, wenn „Fragekataloge durchgeprügelt“ werden, Theorethiker sich „raffiniert den Weg zu den Fleischtöpfen der Bildungsinstitutionen erkämpft“ haben und Lehrer Bildungsreformen „durchlitten“ haben. Ein typische Lamentierer könnte man meinen, einer, der alles Frühere für das Bessere hält. Aber inhaltlich ist der Artikel des Gymnasiallehrers erstaunlich sachlich. Exemplarisch zeigt er die Folgen, die sich auf längere Sicht aus bildungspolitischen Entscheidungen ergeben.

Ein Beispiel: Wirthensohn ist auch Bibliothekar an seiner Schule und hat damit einen guten Überblick über das Ausleih- und Lernverhalten seiner Oberstufenschüler. So führt er die Oberstufen- bzw. Maturareform als den Übeltäter an, dass das Leseverhalten sich verändert hat: weniger Ausleihen, viel weniger Literatur. Der Grund: die Maturaarbeiten seien nun stark normiert, kurz gehalten, fast ausschließlich auf journalistische Texte orientiert, die Fragen in der mündlichen Prüfung müssten kompetenzorientiert sein, was bedeutet, dass sie auch ohne oder mit wenig Fachwissen beantwortbar sein sollten. Eine umfassende literarische Bildung würde so nicht mehr stattfinden. Wirthensohns Fazit: „Der Literaturunterricht ist tot.“ Ganz ohne empörtes Ausrufezeichen. Einfach ein Punkt steht dahinten, eine Feststellung wird getroffen. Der Status quo postuliert.

Der Autor zeigt an noch mehr Beispielen den Niedergang eines zweckfreien, kritisch reflektierenden Arbeitens in der Oberstufe, nicht nur in Deutsch. Er weitet seine Beispiele auf den Fremdsprachenunterricht aus und auf sein zweites Fach Geschichte, in dem nun in einem einstündigen Schuljahr die gesamte Geschichte von der Antike bis zur frühen Neuzeit abgedeckt werden soll, als ob Geschichte das Auswendiglernen von Jahreszahlen wäre. Fachwissen spiele auch in der Lehrerbildung keine Rolle mehr, allein didaktisches Wissen von schulfernen Theoretikern ausgetüftelt werde vermittelt. Hier sieht Wirthensohn eine der Ursachen für die „Misere“: Praktiker aus dem Schulbereich wurden von praxisfremden „Bildungsspekulanten“ abgelöst. Bezeichnend: die dafür verantwortliche Unterrichtsministerin Schmied lehre nun als promovierte Wirtschaftlerin an einer „School of Education“. Männer in hohen Positionen fordern die Abschaffung des Gymnasiums und schicken gleichzeitig ihre eigenen Kinder auf teure Privatgymnasien. Elitebildung funktioniere so wieder über finanzielle Mechanismen, nicht über den allgemein zugängliche Bildungsweg.

Hier ist ein Mensch aufgewühlt. Vielleicht reitet er ein persönliches Steckenpferd, dennoch kann man einen solchen Aufsatz nicht einfach überhören. Er habe das Arbeiten mit jungen Menschen immer als erfüllend empfunden, sagt er, doch nun fühle er sich immer stärker normiert und habe keinen Raum mehr für kreative, ich nehme an, hier meint er vor allem kritische Bildung. Hier ist einer, der den mündigen Bürger erhalten will. Aber was weiß ich schon von Österreich?

Deshalb helft mir bitte, diesen Aufruf zum Aufstand besser einzuordnen! Was ist los im Staate Österreich? Schließlich sitzen wir alle im gleichen Boot Europa. Wir sollten mehr voneinander kennen als nur die Autobahnen.

Viele Grüße aus der deutschen Provinz von Eurer Frau Henner

P.S. Und gerne erhalte ich auch Informationen über aktuelle Bildungsdebatten in anderen Nachbarstaaten!

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11 Kommentare zu “Ist da was faul im Staate Österreich?”

  1. Durch die Einführung der Zentralmatura wird sicherlich in einigen Fächern das Niveau gesenkt, so werden in Mathematik eine Unzahl an kleinsten Aufgaben gestellt, die nicht unbedingt ein vollständiges Verständnis des Themas erfordern.
    In Deutsch wird auch immer mehr auf Kompetenzen, statt auf vernünftige Gedankenführung unter Einhaltung von Grammatik oder Rechtschreibung gesetzt. Allerdings war in den letzten Jahren noch eine zu hohe Anzahl von Rechtschreibfehlern Grund für eine 5. (Die 6 gibt es nicht)
    Die Zentralmatura wird aber erst diesen Sommer tatsächlich stattfinden, bis jetzt gibt es erst Testergebnisse ausgewählter Schulen, bzw. Fächer an diesen Schulen.
    Andererseits kann man sich in AT keine Fächer aussuchen, lediglich zwischen Kunst und Musik gibt es eine Wahl. Dafür gibt es weitere Schultypen, die es in DE so nicht gibt, die aber auch zur Matura führen. Das Niveau an den HTLs ist fachlich immer noch sehr gut, ich stelle gerne HTL Absolventen ein. Zur HAK kann ich mangels Erfahrung nichts sagen. (Die Begriffe bitte selber auf der wikipedia nachschlagen)
    In der Unterstufe werden Klassen ab 32? Schülern für den Fremdsprachenunterricht und Mathematik geteilt, in der Oberstufe sind die Klassen erfahrungsgemäß erheblich kleiner. Das Sprachniveau scheint auch im Vergleich zu Bayern recht gut zu sein.
    Es gibt zumindest am Gymnasium noch wenig Hemmungen gegen Sitzenbleiben und die Klassenstärken nehmen recht zügig ab. Ach ja, die Schulstunde dauert 50 Minuten.
    Noch ein bißchen anekdotisches, die Kinder dürfen keine Straßenschuhe tragen, das ist im Winter sicher sehr sinnvoll, die Lehrer am Gymnasium werden immer noch mit Herr/Frau Professor angesprochen.

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  2. Nicht Österreich, sondern Südtirol!
    Österreich war mal in den späten 90er Jahren Vorreiter in der Bildungsdiskussion, aber mittlerweile wird dort nur gespart, Lasten werden zunehmend auf die Lehrkräfte verteilt (Arbeitzeiterhöhung).
    Nach Südtirol dagegen lohnt es sich hinzuschauen. Ganz still hat sich dort ein Schulsystem entwickelt (Südtirol ist autonome Provinz), von dem wir hier in der BRD nur profitieren können.
    Inklusion beispielsweise ist dort kein Schlagwort, sie wird einfach gemacht, unterstützt allerdings von der Provinzregierung. Sicher ist das auch ein Ergebnis der Abschaffung der Psychiatrie und Förderschulen im Italien der 70er, aber es funktioniert.
    Zwei Links zum Stöbern:
    http://www.blikk.it/
    http://www.schule.suedtirol.it/Lasis/index.htm

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  3. Okay, Österreich.
    Ich habe selbst lange Jahre in Österreich am Gymnasium gearbeitet.
    Ich bin nicht mehr ganz auf dem Laufenden, aber aus meiner eigenen Erfahrung und den Erzählungen von ehemaligen Kollegen kann ich etwas beisteuern.

    – Verhältnis Lehrer/Ministerium. Die deutschen Lehrer sind Vorschriftserfüller. Mir blieb der Mund offenstehen, als ich hier anfing zu arbeiten und ich bemerkte, dass Vorschriften umgesetzt wurden. Ehrlich. Die österreichischen Lehrer sehen sich als Rebellen, Vertreter des Gutenwahrenundschönen gegen eine bornierte Ministerialbürokratie, der es an Bodenhaftung und Erfahrung mit „echten“ Schülern und Schulen mehr als mangelt. In Österreich habe ich Konferenzen erlebt, in denen Direktoren sagten „So, jetzt die neuen Regelungen aus dem Ministerium, ihr wisst, ich muss euch das vorlesen und ihr sollt das umsetzen.“ Worauf alle lachten, inklusive dem Direktor, und völlig klar war, dass da gar nichts umgesetzt wird, wiel das Ministerium ausschließlich sinnlose heiße Luft produziert. Was ich damit sagen will – wer immer versucht, in Österreich Bildungsreformen von Oben durchzusetzen, hat mein aufrichtiges Beileid. Kein österreichischer Kollege, den ich kenne, ist mit der Zentralmatura zufrieden, die werden der soviel Steine in den Weg legen, wie überhaupt nur geht. Jeder österreichische Gymnasiallehrer ein kleiner Robin Hood im Cordblazer oder Karohemd!

    – Zentralmatura. Wir alle möchten doch erleben, dass unsere Damen und Herren Abiturienten mit guten Abschlüssen ins Leben heraustreten. Auch die österreichischen Ministeriumsmenschen wissen, dass nichts doofer aussieht, als eine Zentralmatura, bei der alle durchfallen – ergo kleinster gemeinsamer Nenner als Niveau, Ankreuzübungen, Leseverständnis im Sinne von „Lesen Sie diese Gebrauchsanleitung und kreuzen sie die drei zutreffenden Produktinformationen an“. Das ist jetzt ausnahmsweise nicht der bittere, voreingenommene Lehrerblick, sondern die österreichische Verwandtschaft pflegt mir Zeitungen aufzuheben, in denen Musterbeispiele abgedruckt sind. Die Reaktion schwankt bei mir und ihnen zwischen „bitte WAS?“ und Entsetzen. Niveaurunterdrücken, schlimmer geht’s nicht. Das Prestigeprojekt darf nicht scheitern.
    Die Zentralmatura soll Vergleichbarkeit schaffen und unfairen Unterschieden zwischen den Schulen ein Ende setzen – bisher lief das ja so, dass der Lehrer der Maturaklasse mehrere Arbeiten entwirft, irgendein Ministeriumsmensch dann eine davon auswählt, und die Schüler die dann als Matura schreiben. Hat natürlich den Vorteil, dass der Lehrer weiß, was seine Pappenheimer können und was nicht – machte auch deshalb Sinn, weil die Lehrpläne wesentlich weiter gesteckt waren als hier und mehr Auswahlmöglichkeiten existierten. D. h. als Lehrer war man nicht gezwungen, den gesamten Wahnsinnsstoff ohne Rücksicht auf Verluste durchzuprügeln, sondern konnte Schwerpunkte setzen ohne Angst, dass dann bei der Matura genau das Thema drankommt, das man nicht durchgenommen hat. Mein Mathelehrer war z. B. mit einer untalentierten Mädchenklasse geschlagen und hat jahrelang immer einen Kanon ähnlicher Übungsbeispiele rechnen lassen. Die Matura hatte dann…gewisse Ähnlichkeit mit diesen Übungsbeispielen. Sie war nicht leicht, aber man hatte sich vorbereiten können. Wir waren ihm sehr dankbar.
    Insbesondere, weil man kaum Fächer abwählen konnte, und auch die Untalentierteste in Mathe antreten musste (sowas wie dieses Kurssystem gab’s nicht, fand ich auch sehr vernünftig).
    Langer Rede kurzer Sinn – natürlich wurde gemunkelt, dass manche Schulen schülerfreundlicher als andere Arbeiten erstellten und korrigierten – aber das ist hier auch nicht so anders, insbesondere, weil für’s Abi Teilergebnisse aus 11/1-12/2 reingerechnet werden, und in Österreich galten halt nur die Maturanoten und das war’s. D. h. ich kann meine Schüler in 11/1-12/2 fragen was ich will, korrigieren, wie ich will, und erst dann kommen die Zentralabiaufgaben dazu, die wieder von mir so korrigiert werden, wie ich will. Vergleichbarkeit ist also auch naja.

    – Sonstiges: deutlicher Unterschied zwischen den Schulformen, HTLs und z. T. auch HAKs sortieren, da begehrt, viele Schüler im ersten Jahr aus und bestechen durch sehr praxisorientierte Ansätze. Der liebste Liebste ging auf eine HAK, in der im ersten Jahr 50% der Schüler das Handtuch warfen. Dafür kann er Buchhaltung und ich Latein. Super. Aus Gymnasien kenne ich diese Praxis eher nicht, die habe ich immer als sehr kulant erlebt. Weniger notenfetischistisch als hier, mit mehr menschlichem Augenmaß, sehr wohlwollend – man kennt die Schüler seit 8 Jahren und möchte auch gerne, dass aus denen was wird, sozusagen. Blöd natürlich, wenn man einen Lehrer hat, mit dem man einfach nicht kann und wo die menschliche Schiene nicht „läuft“. Klassengrößen im Gymnasium waren zu meiner Zeit deutlich unter denen hier, bzw. Fremdsprachen wurden ab 32 geteilt, d. h. keine Fremdsprachenklasse mit über 16 Schülern.

    Ich bin sehr gerne in Österreich zur Schule gegangen, vielleicht lag’s auch am Kleinstadtgymnasium mit familiärer Atmosphäre, aber diese Schule hat uns irgendwie vermittelt, dass nicht die Punkte zählen, nicht der Abischnitt, sondern das, was man LERNT und wie man sich als Persönlichkeit weiterbildet. Die Feilscherei um Punkte („Wenn Sie mir hier einen halben Punkt geben, dann hab ich 11!!!!“) und Noten kenne ich weder aus meiner Schulzeit noch aus meiner Zeit als Lehrer in Österreich – Noten hat keiner so ernst genommen wie hier, da ja auch kein Numerus Clausus an den Unis drohte.

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    1. Aus persönlicher Erfahrung kenne ich ein normales Gymnasium, in dem 34 Schüler angefangen haben, aus der Klasse sind dann 17 zur Matura angetreten, da waren aber auch welche dabei, die von oben gekommen sind. Also Sitzenbleiben wurde da auch nicht kulant gehandhabt. Wobei das Engagement der meisten Lehrer zur Stoffvermittlung sehr hoch war und der Mißerfolg einzelner Schüler auch nicht einfach so hingenommen wurde, sondern durchaus Hilfestellung gegeben wurde. Allerdings wurde eben auch ein gewisses Level verlangt.

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      1. Aber man darf nicht vergessen, dass ein Schulwechsel nach der AHS-Unterstufe wesentlich „normaler“ ist als hier, wo er letztlich als Versagen gilt („Sie geht auf die Realschule zurück.“). In meiner Klasse gingen ca. 50% nach der 4. AHS (8. Kl.) auf andere Schulen, meist HAK oder HTL. Die sind aber nicht sitzengeblieben, sondern haben regulär SChule gewechselt, weil sie technisches Interesse hatten oder weniger theoretielastig arbeiten wollten.
        Als ich selbst unterrichtet habe, waren „Sitzenbleiber“ die große Ausnahme, vielleicht einer oder zwei pro Jahrgangsstufe.

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        1. In diesem Fall waren das aber sehr wenige, das war ein Sprachengymnasium, es gab auch die Möglichkeit mehr als die drei verpflichtenden Sprachen zu belegen.

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  4. Ich hatte das Vergnügen in Österreich Abitur gemacht zu haben….mein Mann in BaWü…die Unterschiede sind schon enorm irgendwie…mittlerweile arbeite ich in BaWü an einer WRS und bin ein bisschen froh, dass der Kelch der „neuen Mittelschule“ an mir vorübergeht… (das ist so in etwa das, woraufs wahrscheinlich in BaWÜ auch bald rauslaufen wird, aber die Kollegen schimpfen wie die Rohrspatzen drüber, da ihnen das am Land noch recht ordentliche Hauptschulniveau zerstört wird dadurch…). Das ist nur am Gymnasium nicht anders, da die Zentralmatura schon ziemlich das Niveau senkt und jetzt noch mehr Leute das Abitur kriegen können, als durch die Berufsbildenden Schulen sowieso schon. Die Zentralmatura hätte übrigens schon meine Schwester vor 6 Jahren machen können sollen….jetzt im Sommer solls dann tatsächlich so weit sein.

    so unterschiedlich wie ich die einzelnen Maturas in Österreich erlebt habe wäre es ja begrüßenswert, wenn es dafür Standards gibt…bei uns wuste man seht genau, auf welches Gym man geht, wenn man ein faules Schülerleben haben will…das hat sich seither nicht geändert…

    Gut finde ich in Österreich allerdings genau diese Berufsbildenden Schulen. Umgerechnet nach Klasse 8 kann sich jeder entscheiden, was er möchte, ob er 1 Jahr auf eine Schule geht, mit der er sich den HS Abschluss verbessern kann (Polytechnikum) und die berufsvorbereitend arbeitet, oder eben auf ein Gymnasium weitergeht oder auf so eine Berufsbildende Schule. Wenn man diese 5 Jahre lang durchzieht hat man einen oder mehrere Berufe und das Abitur… das ist dann aber etwas fachgebunden. Wenn ich mir so manche meiner Schüler hier anschaue, wäre das für die sehr von Vorteil, da sie so noch ein bissl heile Welt von Schule haben und betätschelt werden können, aber schon etwas Berufsleben schnuppern und vorbereitet werden… Die Schwerpunkte sind je nach SChule unterschiedlich, es gibt welche die auf Büroberufe vorbereiten (Hak), welche die das technische Zeug machen (HTL), die Erzieherausbildung erfolgt auch über solche Schulen, und dann gibts noch welche für den Hauswirtschaftlichen Bereich. (ich verkürze das hier sehr stark)

    Zur Bildungspolitik lass ich mich hier besser nicht aus, die war schon zu meinen Schulzeiten unerträglich, vor allem dieses Konstrukt namens Landesschulrat und all seine untergeordneten… so dermaßen viele Leute kann man finanzieren, aber bei der Renovierung einer Schule wird aus Kostengründen der Behindertenlift für eine existierende Lehrerin nicht genehmigt mangels Bedarf und Geld…oder über den Umgang mit Junglehrern von seiten der Politik…wobei ich hier nciht sagen kann, ob der in Deutschland besser ist…

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    1. Ja, unglaublich…Österreich ist so groß wie Bayern und es gibt NEUN SCHULBÜROKRATIEN. Von einem Minibundesland ins andere zu wechseln ist superschwieig, weil man in ein völlig neues System (mit Wartelisten) einsteigen muss. Mucho loco.

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