Lucy und der Sommerferiensprung

Liebe Leser,

 

da kommt das Kind aus dem Sommercamp zurück und ist kein Kind mehr. Klar ist das Lucy. Die selben Haare, aber eine neue Frisur, modischer. Der gleiche Körper, aber um zwei ganze Zentimeter größer, was wir sofort an unserer Messlatte eruieren. Das gleiche Grinsen, aber um einen Tick frecher, ironischer, jugendlich überlegener. Das alles zusammen macht eine andere Lucy. Das Kind wird zur Jugendlichen und nicht nach und nach, sondern sprunghaft.

Lehrer in der Unter- und Mittelstufe können das bestätigen. Die Fünfer, das sind meist noch niedliche Kinder. Nach den Sommerferien zur Sechsten kommen einige schon kaum wiedererkennbar wieder – vor allem die Mädchen. Bei den meisten vollzieht sich der Sommersprung aber zum Übergang zur siebenten Klasse – bei einigen Jungen oder sehr zierlichen und kleinen Mädchen erst zur achten Klasse.

Die Sommerferien, das sind über sechs Wochen Freiheit und oft Wohlfühlen, langes Schlafen, viel Luft und Bewegung, neue, fremde Eindrücke – da kommt ein Körper ins Wachsen, da kommt ein Geist im Freilauf ins Reifen.

Jetzt müssen wir die neue Lucy kennen lernen. Aber sie hilft uns dabei – oft genug blitzt das alte Kind noch durch. Zum Glück geht es doch nicht ganz so schnell – Sommerferiensprung hin oder her.

 

Viele Grüße aus der Provinz von eurer Frau Henner

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5 Kommentare zu „Lucy und der Sommerferiensprung“

  1. Puuh, das ist dann ja auch eine ziemliche Überraschung, wie plötzlich das geht, oder? Ich mein, dass man das an den eigenen Klassen sieht, bereitet ja nicht wirklich darauf vor, wenn es das eigene Kind ist.

    Jedenfalls viel Spaß beim „Kennenlernen“ und guten Start in den Ferienendspurt! 🙂

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  2. Liebe Frau Henner, ich mag so gerne, wie Sie Lucy einerseits sachlich, aber auch immer sehr liebevoll sehen, und wie Sie sozusagen immer auch die ganze Entwicklung im Blick haben, das finde ich geradezu vorbildhaft. Ich hoffe, ich schaffe das auch bei meiner kleinen Tochter! Vielen Dank für die Inspiration! 🙂

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    1. Danke für die Blumen, ABER:
      Zwischen Lucy und mir kracht es auch mal, weil ich sie sachlich sehe und es als meine erzieherische Pflicht sehe, ihr ihre Defizite klarzumachen, damit sie daran wachsen kann. Momentan ist das Schöne aber dann das daraus erwachsene Einverständnis zwischen uns. Lucy weiß inzwischen, dass ich aus Liebe auch streng bin. Und sie kennt meine Fehler, meine Mängel. Das ist wichtig, damit ein Kind die eigenen Defizite besser ertragen kann. Wir machern beide Fehler.
      Dieser Blog hilft mir dabei, das anzuerkennen und festigt meine Liebe zu Lucy. Verrückt, oder?
      Andere Menschen schreiben Tagebuch oder Briefe an das eigene Kind, illustrieren Fotoalben mit Kommentaren oder packen kleine Dinge in große Kisten. Ich bin ganz sicher, dass Sie einen Weg finden, der zu Ihnen und Ihrer Tochter passt. Viel Freude dabei!

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