Der Stein der Weisen – erste Ergebnisse

Liebe Leser,

heute flattern sie mir auf den Tisch, die Vorschläge der Kinder, wie sich unsere Klassengemeinschaft verbessern ließe. Jeder hat eine Idee und fast jeder eine andere. Die meisten beziehen diese Idee auch gleich auf sich und schreiben dazu, was sie sich in der nächsten Zeit vorgenommen haben. Sie wollen nicht mehr so überreagieren, sie wollen die anderen in der Hofpause mitspielen lassen, sie wollen sich entschuldigen, wenn sie aus Versehen etwas Dummes gesagt haben. Es sind viele große Worte auf kleinen Zetteln.

Wir wissen alle, dass es noch ein weiter Weg ist. Aber ich sehe in den Kinderaugen, dass sie diesen Weg eigentlich gerne begehen wollen. Ich möchte diese positive Energie gerne über die Weihnachtszeit hinaus retten. Wie kann ich es nur schaffen, dass aus diesen Worten nun auch Taten werden?

Ich habe das Gefühl, dass wir uns nun ganz auf die Fortschritte konzentrieren sollten und diese für alle sichtbar machen… lauter kleine Füße, die irgendwohin laufen und am Ziel machen wir etwas Schönes gemeinsam. Sozusagen Schritt für Schritt… jetzt brauche ich nur noch die durchschlagende Idee, leere Wände habe ich genügend im Klassenraum!

 

Viele Grüße aus der Provinz von eurer Frau Henner

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4 Kommentare zu „Der Stein der Weisen – erste Ergebnisse“

  1. Liebe Frau Henner,
    ich lese schon länger Ihren Blog und finde es immer wieder bewundernswert, wie Sie um Ihre Schüler ringen.
    Nun zum Stein der Weisen: Vielleicht lässt es sich ja sichtbar machen, dass einzelne Schüler der Klasse ein Veränderung merken: Dazu müssen alle wie Detektive genau auf jede geringste Veränderung aufpassen. Auf einem kleinen Zettel (vielleicht sogar in Schrittform) beschreibt derjenige, der etwas gemerkt hat, woran er die Änderung gemerkt hat. Auf den Zetteln könnte z.B. stehen: „Heute habe ich in der Pause mit XYZ gespielt, das war super“ Oder: „ABC hat mir Mathe noch mal kurz erklärt, Danke.“ oder „Ich habe heute mein Federmäppchen vergessen und DEF hat mir seinen schönen Stift geliehen.“
    Diese Zettel kann man dann aufhängen (vielleicht sogar geheim, so dass es die anderen erst zufällig bemerken, dass wieder ein neuer Zettel hängt) und so visualisieren, wie man vorankommt.
    Liebe Grüße
    afn

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    1. Vielen Dank für diese Idee – sie geht nämlich genau in die Richtung, die ich brauche. Vielleicht könnten diese Füße dann auch zu einem Ziel führen (z.B. eine gemeinsame Spielestunde) und dieses Ziel lässt sich nur erreichen, wenn man Schritt vor Schritt (Fußzettel vor Fußzettel) dem Ziel entgegen läuft.

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  2. Klingt super! In meiner Siebten hab ich ein ähnliches Problem. Sie sind im Einzelnen total süß, aber sind es nicht gewöhnt, einander zuzuhören. Wenn sie gemeinsam was schaffen sollen, scheitert das am Versuch, weil jeder Recht haben will und sich am Ende alle blockieren. Wenn du einen entsprechenden Buchtipp hättest, mit ähnlichen Gruppenaktivitäten wie den obigen, lass von dir hören 🙂

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    1. Die Idee habe abgewandelt entnommen: Klaus W. Vopel. Kunsttherapie für Kinder. iskopress, was mir die Kunstlehrerin dankenswerter Weise ausgeliehen hat. Dort werden verschiedene Gefühlszustände mit Kindern visualisiert oder besprochen – genau das Richtige für meine Klasse und für mich, denn es geht nicht ums gut Malen 😉
      Bei sozialen Spielen ist mir mein Lions-Quest-Ordner einer Hilfe. Habe da mal eine unsägliche Weiterbildung gemacht – aber der Materialordner war echt gut. Vielleicht findest du Beispiele unter http://www.lions-quest.de? Dort hab ich noch nie reingeguckt, weil ich halt meinen Ordner aus dem Schrank ziehe und ein passendes Spiel raussuche.
      Viel Glück auf der Suche nach der zu dir passenden Methode!

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