Gymnasium versus Gesamtschule – Herr Klinge und Frau Henner streiten

Liebe Leser,

TATATATA!!!!!

Hier streiten sich zwei Blogger.  Jan-Martin Klinge, den ich sehr schätze, und meine Wenigkeit  sind ja nicht immer einer Meinung und es lohnt sich vielleicht für euch, da mal Mäuschen zu spielen….

Ist die Gesamtschule die Schule der Zukunft? Wo findet das Gymnasium seinen Platz in der immer heterogener werdenden Schülerschaft. Wie viele Glieder braucht unser Schulsystem eigentlich? Frau Henner und Herr Klinge streiten über die Zukunft des Schulsystems.

Klinge: Liebe Frau Henner, du arbeitest an einem Gymnasium in Baden-Württemberg, bei dem die Schüler nach insgesamt 12 Jahren ihr Abitur machen. Seit 2012 gibt es in BaWü auch Gemeinschaftsschulen, die wohl nach und nach die Haupt- und Werkrealschulen ablösen werden. Soweit richtig?

Henner: So sieht es zumindest aus. Den einen Gedanken dahinter kann ich gut nachvollziehen: Es geht darum, die stigmatisierte Hauptschule loszuwerden. Deshalb geht sie vielerortens jetzt „einfach“ in der Realschule auf, was das Problem natürlich nicht löst, sondern nur verschiebt.

Klinge: So ist das in NRW auch.

Henner: Das muss dann noch keine Gemeinschaftsschule sein, denn diese verfolgt neben dem gemeinsamen Lernen ja noch ein für mich sehr fragwürdiges pädagogisches Konzept. Aber egal ob Gemeinschaftsschule oder Realschule+ oder wie auch immer man das nennen mag: Die Tendenz geht eindeutig in Richtung eine Schule für alle und… vielleicht das Gymnasium.

Klinge: Welches Konzept meinst du?

Henner: Lehrer sind nur noch Lernbegleiter, das heißt, die Schüler suchen sich selbständig aus, was sie wie und wann lernen wollen, hocken ziemlich isoliert in ihren Lernboxen, wenn sie sich nicht gerade freiwillig ein Input geholt haben oder den Lernbegleiter um Hilfe gebeten haben… das ist für mich eben kein Lernen in Gemeinschaft, sondern genau das Gegenteil. Und da auf der Gemeinschaftsschule eher der schwächeren Schüler sind, funktioniert das nicht, denn gerade schwache Schüler brauchen verbindliche Strukturen und Anleitung.

Klinge: An der Stelle möchte ich widersprechen! Ich ahne, was du meinst und habe so etwas an der Montessori-Grundschule meiner Tochter erlebt, aber an weiterführenden Schulen sind mir solche „Lernbegleiter“ noch nie begegnet. Weil das – wie du richtig sagst – gerade bei schwächeren Schülern oft nicht funktioniert. Aber „Gesamtschule“ bedeutet doch nicht „lernt, was ihr wollt“ und noch nicht einmal „lernt alle alles gemeinsam“.
Konkret: Bei uns werden die Schüler in allen Hauptfächern in E- und g-Kursen je nach Leistung aufgeteilt. In Sport und Kunst und so weiter können sie trotzdem alle gemeinsam lernen. Wir haben sehr klare Strukturen und Anforderungen. Für alle Kinder.

Henner: So eine ähnliche Struktur in Niveaustufen haben wir ja demnächst auch in unserem neuen Bildungsplan. Der ist für die Sekundarstufe für alle Schulen gleich ausgewiesen und differenziert dann intern. Das gilt natürlich nicht nur für die Hauptfächer. Da stellt sich mir die eine oder andere grundsätzliche Frage und hier muss ich leider ausholen. Nehmen wir beispielsweise das Fach Geschichte, wo es ja nicht um das Auswendiglernen von Fakten, sondern um die Entwicklung der historischen Urteilsfähigkeit oder das Einüben in historisches (also kritisch, multiperspektivisches) Denken geht. Wenn ich ein differenziertes historisches Urteil fälle (das nennt sich dann „Reflexionskompetenz“ – oder „Urteilskompetenz“ …), dann geht das meines Erachtens eben nur auf einem Niveau. Ein reflektiertes historisches Urteil ist ein reflektiertes historisches Urteil. Da kann ich nicht sagen: „Für Schüler X gilt hier nur Niveaustufe 1, wohingegen für Schüler Y Niveaustufe 3 anzulegen ist.“ Das ist sachlogisch hochproblematisch und ich bezweifle sogar, ob das überhaupt möglich ist. Also: Die Konsequenz für mich ist die Beibehaltung einer möglichst homogenen Lerngruppe, für die gewisse Standards gelten, die zu erfüllen sind. Also müsste ich auch in Nebenfächern unterschiedliche Kurse anbieten. Das gilt übrigens auch für Kunst und Musik, wo unsere Lehrer in der Mittelstufe schon den theoretischen Blickwinkel für die Oberstufe vorbereiten.

Klinge: Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Wie würdest du die Schülerschaft an deiner Schule beschreiben? Unterscheidet sie sich von der Schülerschaft von vor, sagen wir, zehn Jahren?

Henner: Wenn die Hauptschüler zunehmend auf die Realschulen gehen, „fliehen“ immer mehr Realschüler auf das Gymnasium. Aber das ist nur ein Grund für eine zunehmende Heterogenität, oder, wie man jetzt politisch korrekt sagen muss, für zunehmende Diversität. Unsere Welt verändert sich stetig. Diese Entwicklung ist völlig normal und ich weine garantiert nicht der guten alten Zeit hinterher. Um es ganz konkret zu machen: In meiner ersten fünften Klasse gab es ein Kind mit erhöhtem Förderbedarf in Deutsch und zwei weitere, die sich so richtig auf den Hosenboden setzten mussten. Momentan müsste ich in meiner aktuellen fünften Klasse bei zehn Kindern einen erhöhten Förderbedarf diagnostizieren. Und ja, auch ich sitze inzwischen vor Eltern, die des Deutschen nicht so mächtig sind, dass ein vernünftiges Elterngespräch möglich ist. Das Gymnasium ist also mitten in der Gesellschaft angekommen – darauf willst du doch hinaus, oder?

Klinge: Ich will auf gar nichts raus. Ich mag möglichst differenziert und begründet diskutieren.

Henner: Das eine schließt das andere nicht aus.

Klinge: Ich arbeite an einer Gesamtschule aus einem typischen Vorort. Das bedeutet, ein großer Teil der Schüler kommt aus intakten Familien und wir erleben im Kollegium eine große Unterstützung seitens der Elternschaft. Tatsächlich sind wir, vereinfacht gesagt, der Lehrbuchfall einer Gesamtschule mit einer guten Durchmischung von Haupt-, Real- und Gymnasialschülern.
In meiner Arbeit erlebe ich, wie gut den Kindern diese Heterogenität tut – sowohl kognitiv, als auch im Sozialverhalten. Man lernt, den eigenen Horizont zu erweitern.

Henner: Das klingt alles wunderbar. Ich bin übrigens selbst auf eine Gesamtschule gegangen und bis zu einem gewissen Alter hat mich das auch nicht gestört, aber als die anderen Kinder anfingen, mich wegen meiner Leistungen schief anzuschauen, war ich dann heilfroh, als ich an einer anderen Schule erlebte, wie nett es ist, wenn alle Schüler gewisse Leistungen bringen und wie toll dann auch der Unterricht dort war, wie herausfordernd. Ich bin regelrecht aufgeblüht. Später bin ich auf ein ganz normales Gymnasium gewechselt. Natürlich habe ich da alle möglichen Schüler kennen gelernt, auch leistungsschwache, aber meine Freunde, das waren genau die, die Leistung brachten. Ich habe meinen Horizont also eher in eine Richtung erweitert, tut mir leid.

Klinge: Ich denke nicht, dass man das generalisieren kann – das Schüler wegen guter Leistungen verspottet werden habe ich noch nicht erlebt. Das hängt vielleicht auch damit zusammen, welche Lehrer vorne stehen. Ich war auf einem altsprachlichen Gymnasium – so richtig mit Griechisch und Latein – und auch da gab es ein Hauen und Stechen. Umgekehrt sitzen bei uns ehemalige Gymnasiasten, die solche Mathematiklehrer wie den deiner Tochter erlebt haben. Lehrer, die Vorlesungen halten.

Henner: Man kann nie etwas generalisieren, da hast du völlig Recht. Trotzdem bildet man sich eine Meinung nach dem eigenen Erleben. Lucy ist auch wieder mit guten Schülern befreundet, da gibt es einfach mehr gemeinsame Interessen, das hat bei ihr und hatte auch bei mir nichts mit dem Lehrer zu tun.

Klinge: Bei uns machen die Schüler auch Abitur und – im Vergleich zu Gymnasien – kein schlechteres. Mal provokant gefragt: Wozu braucht man das Gymnasium eigentlich noch?

Henner: In den 70ern gab es schon einmal eine Gesamtschulwelle. Damals ließ man aber das Gymnasium nebenbei bestehen und das hat einfach nicht funktioniert, weil die Gesamtschulen so nicht die Leistungen erbringen konnten, wie sie an Gymnasien erreicht wurden – auch bei guten Schülern nicht. Nehmen wir mal an, wir machen also wieder Gesamtschule, aber diesmal ohne das lästige Gymnasium, was dann wieder einen Teil der sehr guten Schüler abzieht. Das funktioniert bei euch, was sehr schön ist. Aber schauen wir uns mal um, durchaus auch gern in anderen Ländern. Willst du tatsächlich ein High-School-System, was eine so schwache Bildung vermittelt, dass dann vor die Universität unbedingt das College geschaltet werden muss? Oder wie ist es mit dem Privatschulsektor. Glaubst du nicht, dass dann vermehrt die Privatschulen die Aufgabe des Gymnasiums übernehmen? Das fände ich fatal, denn dann wäre Bildung erst recht an den Geldbeutel der Eltern gebunden.

Klinge: Nochmal: Unsere Abiturienten machen Zentralabitur. Diejenigen, die nach der 10 abgehen machen Zentrale Abschlussprüfungen. Mit den exakt gleichen Anforderungen wie jedes andere Gymnasium bzw. jede andere Realschule auch. Und gerade die Abiturienten schneiden völlig erwartungsgemäß ab. Da gibt es kein Absinken des Bildungsniveaus.

Henner: Da habe ich eine ganz praktische Frage. Nehmen wir mal das fiktive Beispiel Lucy. Stell dir vor, sie ist überall im E-Kurs, aber in Mathe im g-Kurs. Könnte sie dann überhaupt in die Oberstufe? Könnte sie dann mit einem, sagen wir mal „schwachen“ g-Kurs-Ergebnis ins Abitur gehen? Ab wieviel g-Kurse wird einem die Oberstufe bzw. das Abitur verwehrt? Und welchen Einfluss haben die Kurse dann auf den Notenschnitt?

Klinge: Vereinfacht gesagt: Einen g-Kurs darf sie sich leisten, aber der muss am Ende mit der Note „gut“ abgeschlossen werden. Lucy wäre aber nur dann ein Fall für den Grundkurs, wenn sie vor der Zuteilung auf „ausreichend“ gestanden hätte. Diese Grundkurse bestehen dann aus etwa 12 Schülern, die sehr stark gefördert werden können. Mit der richtigen Arbeitseinstellung kann jeder wieder in den Erweiterungskurs kommen – Hochstufen geht jederzeit. Lucy würde also in einem kleinen Kurs sitzen und dort gefördert.  Übrigens müssen alle Hauptfächer im Schnitt mindestens „befriedigend“ sein, um für die Oberstufe zugelassen zu werden – das spräche gegen deine Befürchtung des sinkenden Niveaus.
Durch diese gezielte Unterstützung können wir „Spätzünder“ besser fördern – im Gegensatz zur frühen Trennung auf andere Schulsysteme: Die Schmuddelkinder sollen bitte unter sich bleiben, damit die Reichen und Klugen nicht gestört werden. Ein Bild, wie abgeschottete amerikanische Vorstädte. Ich bin ein Freund großer Durchmischung.

Henner: Du schreibst selbst weiter oben, dass deine Gesamtschule eine Vorortschule ist mit einem Großteil intakter Familien und breiter Elternunterstützung. Das ist ein schön, aber noch keine wirkliche Durchmischung. Ich fürchte ganz ehrlich, dass es genügend Eltern gibt, die kein Freund großer, wirklicher Durchmischung sind und dann vorm staatlichen Schulsystem fliehen. Gesamtschule kann nur funktionieren, wenn es keine ernstzunehmende Alternativen gibt. Und dann wäre unsere Bildungslandschaft nicht mehr so vielseitig.

Klinge: Autsch. In Siegen gibt es mehrere ernsthafte Alternativen: Gymnasien und auch Realschule mit sehr gutem Ruf – in unserem Vorort gerade 10 Minuten entfernt. Die Gesamtschulen bei uns machen einfach, behaupte ich, eine wirklich gute Arbeit. Funktionierende Gesamtschule ist für mich die Alternative schlechthin.

Henner: Andersherum gefragt: Was ist eigentlich so schlimm an einer Leistungsdifferenzierung an verschiedenen Institutionen ab einem bestimmten Zeitpunkt, um so die unterschiedlichen Bedürfnisse besser fördern zu können?

Klinge: Ich begrüße eine Leistungsdifferenzierung sogar, jede Gesamtschule differenziert doch durch verschiedene Kurse. Aber eine Differenzierung in den Hauptfächern kann doch unabhängig von den Fächern Sport oder Kunst sein. Der Knackpunkt ist „der bestimmte Zeitpunkt“.
Ein ganz, ganz großer Teil unserer Abiturienten hat von der Grundschule aus keine Gymnasialempfehlung. Da sitzen junge Menschen, die am Gymnasium nicht angenommen worden oder vermutlich gescheitert wären. Eine frühe Differenzierung holt aus den Kindern nicht das Beste raus.

Henner: Das finde ich etwas einseitig argumentiert. Ich sehe selbst, dass die Grundschulempfehlung zwar im Großen und Ganzen, aber nicht bei jedem Kind eine gute Prognosekraft besitzt und ich freue mich ehrlich, wenn ein Realschüler dann ein tolles Abitur hinlegt. Was wir allerdings mit den vielen, sehr schlechten Abituren sollen, die wir in den letzten Jahren produzieren, das frage ich mich wirklich, denn für diese Schüler wäre dann ein ordentlicher Realschulabschluss besser gewesen. Wir lassen zu sehr die Durchlässigkeit des alten Systems unter den Tisch fallen. Wie viele gute Realschüler haben eine gute Schulbildung genossen und dann ein Fachabitur gemacht, mit dem sie dann auch alles studieren konnten.

Klinge: Ich betrachte aber im Gegenzug die Schulentwicklung als Ganzes mit Sorgen: Die Differenzierung in Hauptschüler für die Ausbildungsberufe, Realschüler für die klassischen kaufmännischen Berufe und das Gymnasium als Vorbereitung für das Hochschulstudium funktioniert heute nicht mehr.
In der Folge sitzen viele Kinder an Gymnasien und sind genauso überfordert wie die Lehrer vor ihnen, die nicht gelernt haben, so zu differenzieren, wie man es an einer Gesamtschule machen muss. Also wird gesiebt.
Das geht an einer Gesamtschule nicht: Bei uns können die Kinder nicht sitzen bleiben. Aber sie lernen voneinander und miteinander. Jonathan ist in Mathematik vielleicht grottenschlecht, aber in Englisch und Deutsch womöglich eine Granate. Und in der Pause spielt er mit Ayce und Kevin, die ihrerseits ein individuelles Profil haben. Für mich das Idealbild einer Gesellschaft, in der jeder seine Stärken hat und danach gefördert wird.

Henner: Du sagst es, ein Idealbild. Ich nehme mal als Beispiel meine Tochter, die in jedem Fach dann im Gymnasialkurs wäre, außer in Mathe, dort würde sie wahrscheinlich im mittleren Kurs sitzen. Dann wäre sie vielleicht gut in Mathe – klingt erst einmal super. Aber sie würde sich nicht anstrengen, Lucy ist nicht sehr ehrgeizig.

Klinge: Ja, solche Kinder haben wir natürlich auch. Egal welcher Kurs: Das bleibt immer „3“.

Henner: Weniger Individualisierung bedeutet im Gegenzug, dass Kinder lernen, dass  man sich auch anstrengen muss, dass einem nichts so einfach geschenkt wird und dass man sich zu fügen hat. Wenn man nicht die zu erfüllenden Standards als Basis nimmt, kommt es über einen längeren Zeitpunkt zur Niveauabsenkung. Der Fehler, den man derzeit auch in BW macht, liegt, denke ich, darin, dass man eben nicht von der Leistungsspitze her denkt, also von dem Optimum, sondern man denkt von unten – von den schwachen Schülern her – und das momentan ausschließlich. Das ist durchaus legitim, aber das führt eben langfristig dazu, dass wir unser hohes Bildungsniveau im Gesamten nicht werden halten können.

Klinge: Ich habe einige Jahre in BaWü gelebt und miterlebt, wie schon Grundschüler in Nachhilfeinstitute geschickt wurden. Schön war das nicht. Dieses Denken von der Leistungsspitze her einhergehend mit enormem Leistungsdruck, den du auf deinem Blog ja auch beschreibst, geht genauso oft schief.

Henner: Lucy spielt übrigens mit Ayce, aber nur wenn ihre Freundinnen nicht zur Verfügung stehen, (aber selbst dann nicht mit Kevin). Ich beobachte, wie sehr die Mädchen selbst beim Spielen in ihren Schichten und in ihrem Leistungsgefüge bleiben. Ausnahme sind die Jungen und ihr Fußball, da brechen solche Grenzen schon mal auf. Doch nach der Unterstufe spielen auch die Jungs nicht mehr Fußball auf dem Hof und die Grenzen verhärten sich auch dort.

Klinge: Das ist nachvollziehbar – wäre an einer guten Gesamtschule aber vielleicht anders. Alle Eltern wünschen sich für den Freundeskreis ihrer Kinder nur gebildete, höfliche Oberschichtenkinder. Nach oben buckeln, nach unten Abstand halten. Das Ergebnis sieht man in den Großstädten. Die Hauptschulen sind der große Verlierer.

Henner:  Man wollte die Stigmatisierung der Hauptschüler abschaffen, weil man einfach keine Lösung hat, wie man dem Bildungsrand der Gesellschaft in einer Gesellschaft, die auch in einfacheren Berufen ein höheres Niveau als früher anlegt, zu einer angesehenen Stellung in der Gesellschaft verhilft. Dieses Problem auf Kosten der Realschule zu lösen, ist ein sehr schwacher Versuch. Die Gesamtschule scheint mir auch keine Lösung, sondern nur eine andere Etikettierung. Man bräuchte zudem große Schulzentren, nichts mehr mit unserer kleinen Landschule, die könnte nämlich keine Kurse auf allen Niveaus für alle Schüler anbieten.

Klinge: Ich möchte einen Vorschlag machen: Wir pausieren an dieser Stelle und bitten die Leser unseres Blogs, ihre Meinung kundzutun.

Henner:  Alle beide?

Klinge: Alle beide! Auf jeden Fall möchte ich mich bis hierher schon mal bei dir bedanken.

Henner: Ganz meinerseits. Vielen Dank, es hat wirklich Freude gemacht, sich mit dir „zu streiten“!

Klinge: Also: Gymnasium oder Gesamtschule? Liebe Leser, was sind eure Gedanken dazu?

 

Viele Grüße aus der bunten Bildungslandschaft Deutschland von Herrn Klinge und Frau Henner, wir hätten wahrscheinlich noch ewig weiterdiskutiert!

 

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26 Kommentare zu „Gymnasium versus Gesamtschule – Herr Klinge und Frau Henner streiten“

  1. Ich werde nach meiner Meinung gefragt, zum Thema Schule gefragt. Könnte böse enden. Ich bin für ein möglichst vielgliedriges Schulsystem. Aktuell denke ich an 5 Schultypen: Förderschule, Hauptschule, Realschule, Gymnasium, „Forderschule“ bei normaler Durchlässigkeit und mit Grundschulempfehlung. Meinetwegen darf man Schulen auch umbenennen, um nicht die „böse“ Hauptschule dazwischen zu haben.

    Warum ist die Hauptschule so in Verruf? Ein Fliesenleger erzählte mal, dass er inzwischen nur noch Realschüler als Lehrlinge nimmt, weil die Hauptschüler das kleine 1×1 nicht mehr können und es daran scheitert, wie viele Fliesen man braucht, um einen 20qm-Raum zu fliesen. Dass zu viele oder zu wenige Bestellt werden kann er sich nicht leisten.

    Aus Sicht einer guten Schülerin kann ich sagen, dass selbstständiges erarbeiten dazu geführt hat, dass ich die Aufgaben in 5-10 min hingekritzelt habe, mich im Nachhinein bei meinen Eltern beschwert habe, wenn ich auch noch den Lösungsweg bei Aufgaben, die ich im Kopf ausgerechnet habe, hinschreiben sollte und in der restlichen Zeit ein Buch gelesen habe oder den anderen Helfen sollte. Anderen Helfen, 1 Mal ok, 2. mal auch. Aber in jeder Stunde mir den Mund fusselig reden und doch keinen Erfolg haben? Am Ende ist man nur die Dumme, von der alle abschreiben.

    Ich hätte mehr Lehrer gebraucht, die ohne Rücksicht auf Verluste mit dem Stoff im Frontalunterricht durchdonnern, der erst hätte ja auf die Realschule gehen können und das (Fach-) Abi in 13 Jahren machen. Oder es halt von vornherein auf einem höheren Niveau machen.

    Schon bei mir (Gymnasium Baden-Württemberg mit Abi 2012) fand ich es extrem aufgeweicht, was bei 40% auf den Gymnasien, Tendenz steigend eigentlich auch kein Wunder ist. Da braucht es meiner Meinung nach einfach noch eine Schule darüber, wie das Internat in Schwäbisch Gmünd. 240 Plätze für ein Bundesland sind eindeutig zu wenig.

    Schüler werden übrigens wegen guter Leistung gemobbt, und vielen Lehrern fällt das nicht auf oder es wird geleugnet. An zu vielen Gymnasien selbst erlebt. Lehrer verteilen auch durchaus mal schlechte Noten „Du hast noch keine Lebenserfahrung und bist zu jung, deswegen kannst du noch keine guten Gedichtinterpretationen schreiben und es gibt Abzug.“

    Zur Nachhilfe wurde meine kleine Schwester nur geschickt, damit sie ein Mal in der Woche Latein so hat, dass es ihr Spaß macht und sie am Ball bleibt. sonst braucht man mit einer 2 auf dem Zeugnis nämlich wirklich keine Nachhilfe. Am Ende haben meine Eltern dafür gezahlt, dass sie eine Stunde in der Woche einen Gesprächspartner für griechische Mythologie hat.

    In Deutschland mangelt es an einer echten Elite, mit echter Eliteförderung. Das Pferd wird immer von hinten aufgezäumt, wie man jeden faulen, dummen Menschen (überspitzt formuliert) auch noch zu einem, am besten akademischen, Abschluss bekommt.

    Das ist übrigens die Welt in der ich lebe: In einer Welt, in der gefrustete 12-Jährige freiwillig von zuhause ausziehen, damit sie einige Stunden Fahrzeit von den Eltern entfernt eine ordentlich Schulbildung bekommen. Ich habe mal ein paar Beispiele darunter geschrieben.

    Cousin 1 – Gymnasiallaufbahn NRW, hat sich mit Handball abreagiert, Abi mit 18, studiert Medizin.
    Cousin 2 – Montessori-Grundschule. Hat absolut nichts gemacht dort, ausser Bücher zu lesen, ist danach auf das Gymnasium gegangen und sollte da relativ bald eine Klasse überspringen. Hat sich aber für ein Segeljahr statt Springen entschieden.
    Schwester 1 – hat eine Klasse übersprungen, dann aber doch 2x die 11. Klasse gemacht, um aus einer doofen Fächerwahl rauszukommen.
    Schwester 2 – ist im Internat in Schwäbisch-Gmünd*
    Cousine 1 – wurde früher eingeschult, hat dann noch eine Klasse übersprungen und studiert seit sie 16 Jahre alt ist Medizin.
    Cousin 3 – Internat in Schwäbisch Gmünd*
    Cousine 2 – Internat in Schwäbisch Gmünd*
    Alle schulplichtigen Kinder aus der Großfamilie sind aktuell am Segeln oder in Schwäbisch Gmünd im Landesgymnasium für Hochbegabte. Traurig für das Bildungssystem, wie ich finde.

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    1. Das ist ja mal eine Großfamilie! Nein, im Ernst, eure Familie ist zwar sicher nicht der Normalfall, aber es muss eben auch für die besonders Schlauen eine entsprechende Bildung geben und da reicht die eine Schule in Schwäbisch-Gmünd sicher nicht. Die wird ja allein für deine Familie gebraucht 😀 .
      In meiner Klasse sitzen keine hochbegabten Kinder und trotzdem langweilt sich eine Handvoll, weil das allgemeine Niveau eben so niedrig ist. Für mich die Frage: Spricht das eigentlich für oder gegen eine Gesamtschule?
      Wenn ich Jan richtig verstanden habe, könnten die „Ausreichend“ und schlechter dann in den g-Kurs gehen und der E-Kurs wäre homogener. Aber wäre er tatsächlich homogener, wenn das „Ausreichend“ aus dem Schnitt aller Schüler besteht? Wenn ich bedenke, dass die Viererschüler, die bei uns abgehen, angeblich an der Realschule dann die guten Schüler sind, bin ich mir da ganz und gar nicht sicher. Also denke ich, dass im E-Kurs ungefähr die gleiche Klientel sitzt wie bei uns am Gymnasium. Die Förderung nach oben hin – wo ist die dann? Das müssten wir den Jan mal fragen!

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      1. Mir ist bewusst, dass meine (Groß-) Familie nicht der Normalfall ist, irgendwo zwischen Hoch- und Höchstbegabung. Trotzdem sind es 2-3% der Menschen, statistisch gesehen pro Klasse fast einer. Etwa 10% der Bevölkerung sind knapp davor und könnten auch von entsprechender Förderung profitieren. Einige kommen ohne Probleme durch das Bildungssystem, da fällt es nicht auf. Dir werden bestimmt schon einige begegnet sein, auch wenn du es vielleicht nicht gemerkt hast.
        Für mich spricht das für ein Gymnasium mit wieder deutlich angezogenem Niveau, dann ist der Abstand eines zur „Breiten Masse“ nicht mehr so weit und kompensierbarer. Flächenddeckend Hochbegabtenschulen wird es vermutlich nie geben, weil der politische Wille fehlt und nur Hochbegabtenklassen, wie es versucht wird, machen es leider oft nur schlimmer.
        Ich bin auch gespannt, was Jan sagt!

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        1. Ich bemerke das schon, wenn ich begabte und hochbegabte junge Menschen in einer Klasse bzw. einem Kurs sitzen habe. Natürlich kann ich sie fordern und ihnen auch etwas beibringen, aber – da gebe ich dir Recht – ich nehme mir für die besonders guten weniger Zeit als für die schwachen Schüler. Und das ist politisch gewollt. Das Problem ist, dass das Wort Elite heutzutage so negativ besetzt ist, als ob das alles Arschlöcher oder Spinner wären – tschuldigung, aber das musste mal gesagt werden. Dieser Effekt schwächt sich aber in der Oberstufe merklich ab – da zielt mein Unterricht deutlich auf die guten Schüler ab. Denn das Abitur ist inzwischen eine Massenveranstaltung, aber ein richtig gutes Abitur, das bekommt nun mal nichts jeder und irgendwie muss man den Guten auch zeigen dürfen, was sie leisten.

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          1. Dem stimme ich zu!
            Die viele Wörter, die ich hier schreibe sind so negativ besetzt, dass ich sie normalerweise nicht ausspreche und darüber rede.
            Elite – hochnäsige Spinner, halten sich für was besseres
            Hochbegabt – Kind ist verhaltensgestört, hat ADHS; wird von den Eltern auf Hochleistung getrimmt, man nimmt ihm die Kindheit
            Internat – schwer erziehbar

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        2. Verzeiht – aber ich sehe das deutlich kritischer.
          2-3% der Bevölkerung machen sicher nicht einen pro Klasse aus, sondern allerhöchstens ein oder zwei pro Schuljahr. Mir sind bisher mehr transsexuelle Schüler begegnet, als wirklich Hochbegabte.
          Ich kenne umgekehrt aber mehrere sehr leistungsstarke SchülerInnen („Elite“), die bspw. ein Überspringen von Klassen abgelehnt haben, um mit ihrem Freundeskreis zusammenzubleiben. Daran ist doch gar nichts verwerfliches.

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          1. Nehmen wir mal an, dass unter 100 Schülern 3 hochbegabt sind, weil es gut zu rechnen ist. (3%) Das ergibt bei einer Klassengröße von 33 bzw 34 statistisch einen Hochbegabten pro Klasse 😉
            Meist gibt es eine Verschiebung zum Gymnasium hin, es muss aber nicht so sein. Ich kenne durchaus auch Schulkarrieren wie Grundschule-Gymnasialempfehlung-Gymnasium-Realschule-Hauptschule-Sonderschule-Hochbegabtengymnasium.
            Überspringen von einem Schüler aus ablehnen ist absolut nicht verwerflich (hat mein Cousin auch gemacht und segelt jetzt in der Karibik).
            Wenn genug gefordert wird (oder eine sinvolle Ersatzbeschäftigung da ist), ist es deutlich besser nicht zu springen und würde ich auch immer vorziehen. Auch wenn meine Tochter zur Schule geht, werde ich dafür plädieren nicht zu springen – wenn es Alternativen gibt. Jung zu sein ist nicht immer schön, man hat immer eine Sonderstellung. Altersfreigaben sind anders, man hat beim Sport eine andere Tabelle zur Bewertung, andere dürfen noch länger in der Stadt feiern sprich es ist viel schwerer anschluss zu finden. Wenn es aber keine andere Möglichkeit gibt um an genug Stoff zu kommen, das Nachmittagsprogramm ausgereizt ist etc., dann ist Springen eine Alternative.

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            1. Ob nun hochbegabt oder nur begabt, ich glaube ein Streit darüber führt uns vom Thema weg, aber es steht die Frage, wie werden an einer Gesamtschule über den E-Kurs hinaus die begabten Schüler gefördert?

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              1. Habe grad bei Jan nachgelesen, er schreibt dazu, dass er es über die Lerntheken macht und den leistungsstarken Schülern Material aus höheren Stufen anbietet, aber das jedem Lehrer überlassen bleibt. Es gibt also kein schulumfassendes Förderkonzept nach oben hin, wenn ich es richtig verstanden habe.

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                1. wie immer fallen die ganz guten oben runter. die kommen schon irgendwie klar. höchstleistung will jeder bringen, aber die wirklich dazu in der lage wären qua ihrer begabung (und die ist hier conditio sine qua non) stützt man dabei fast gar nicht. „der ist doch eh schon so gut.“ na dann.

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          2. für die wirklich hoch- und höchstbegabten kinder wäre eine gesamtschule eine katastrophe. nach einer vierten klasse, die aus „geh den anderen helfen“ und privatlektüre unter der bank bestand, war das gymnasium meine rettung. dann begann das mobbing (zu schnell, zu gut, zu unglaubwürdig, dass das ohne lernen geht, zu komische interessen… muss eine böse streberin sein). an einer gesamtschule wäre das unterrichtsniveau noch niedriger (damals übertrittsquote ca. 25% ans gym auf dem land) und das mobbing noch fieser gewesen. die leistungskurse, das war schön. die uni, das war noch viel schöner. *endlich* ein raum voller leute, die über das thema wirklich reden wollen, denen man nicht alles zweimal oder ganz langsam erklären muss, und die spannende anschlussfragen entwickeln, gegenhalten, eben diskurspartner sind. für die hochobegabten scheint mir alles andere als eine möglichst homogene begabtenklasse eine suboptimale lösung zu sein. und bei zwei bis drei prozent der bevölkerung mit iq über 130 hat man halt in jeder zweiten klasse so jemand sitzen. man erkennt sie schnell. (nicht unbedingt an den guten noten, mehr an überragenden transferfähigkeiten und freude am abstrakten denken.)

            förderung nach unten ist sicherlich genauso wichtig, aber auch da – in homogenen gruppen mit diskurs auf augenhöhe mit mitschülern (und nein, das ist bei größeren intellektuellen unterschieden *nicht* möglich, weil der langsamere nicht folgen kann. nicht jeder kann alles lernen und es ist nicht alles möglich. und harte arbeit schlägt so gut wie nie talent/begabung).

            wir haben mittlerweile an der uni absolventen, die keinen geraden satz schreiben können, im staatsexamen für das fach deutsch lehramt gymnasium. leider wahr, selbst korrigiert. oft sind das die arbeiten, die dann angefochten werden – „ich hab doch soviel gelernt“. als ob einsatz eine mindestens ausreichende bewertung rechtfertigen würde. realistische selbsteinschätzung kann weh tun.

            meiner ansicht nach brauchen wir eine knallharte, fordernde leistungskultur – leistungsorientiert sind sie nämlich schon i.a., aber eine, die von anfang an vermittelt, dass der wert einer person nie und niemals und auf gar keinen fall von ihren leistungen abhängt. schwierig, vielleicht utopisch, ich weiß.

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            1. Das letzte, was du schreibst, ist, so glaube ich, ein ganz wesentlicher Punkt, warum die ganze Diskussion so emotional besetzt ist. Wer eine wirkliche Leistungsorientierung fordert, gerät schnell in den Verdacht, andere Menschen abwerten zu wollen. Und das wollen wir gar nicht. Der Wert einer Person hängt nicht von ihrem Leistungsvermögen ab. Wie viele mittelmäßige Schüler habe ich so richtig gern, weil sie freundliche Menschen sind. Und wie unangehm kann eine Einserschülerin sein, wenn sie nur auf ihre Punkte schielt und keinen anderen Menschen rechts und links neben sich kennt. Das eine hat mit dem anderen eben nichts zu tun. Deshalb darf der Begriff Elite nicht anrüchig sein.
              Nebenbei, ich kenne auch sehr viele supernette Einserschüler!

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  2. Ihr Beispiel mit der Urteilsfähigkeit im Geschichtsunterricht als Bildungsziel („Kompetenz!“) lässt sich problemlos auf andere Fächer, z.B. Mathematik übertragen. Auch in diesem Fach müssen Lösungen diskutiert , müssen Begründungen gefunden und problematisiert werden und zwar innerhalb der Lerngruppe mit Pro und Contra.
    Eine Unterrichtsmethodik, die die zwischenmenschliche Kommunikation weitgehend ausblendet und glaubt, mit differenzierten Arbeitsblättern und einer Lehrkraft in der Rolle des bloßen Lernbegleiters könne man Erkenntnisse vermitteln, wird sicher scheitern.

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    1. Genau deshalb will ich die Gemeinschaftsschule gar nicht in die Diskussion einbringen. Die BaWü-Gemeinschaftsschule (so, wie sie uns Eltern auf einem Elternabend vorgestellt wurde) empfinde ich als absolute Sackgasse, über die Gesamtschule, wie Jan sie beschreibt, kann man diskutieren.

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  3. In den 70ern war ich auch unbedingt für die Einführung der Gesamtschule.
    Im Laufe der nächsten Jahrzehnte habe ich aber gemerkt, dass ich meine „Problemhauptschüler“ alle im Fokus haben muss, um sie entsprechend fördern zu können.
    Aus diesem Grund hatte sich meine Schule entschlossen, nicht in einen Campus mit 2-3000 Schülern zu ziehen, sondern Stadtteilschule zu bleiben. Unsere Kids hätten sich nach oben mit den Realschülern und nach unten mit den Förderschülern gekloppt.
    Ich bin absolut für kleine, überschaubare Einheiten, in denen man noch alle Schüler beim Namen nennen kann – solange die Übergänge klappen.

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    1. Dieses Argument kann ich gut nachvollziehen. Selbst auf unserem kleinen Landgymnasium ist es schön, dass ich einen Großteil der Schüler kenne bzw. mal kannte, weil ich viele irgendwann einmal unterrichtet habe. Natürlich kommen dann in der Oberstufe nicht alle Kurse zustande, was ein Nachteil ist. Aber die persönliche Atmosphäre wiegt diesen Nachteil wieder auf. Bei dir kommt hinzu, dass die nötige Förderung so auch überschaubarer zu sein scheint. Ich glaube jedoch, dass kleine Schulen eher ein Auslaufmodell sind.

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  4. Hier in Österreich ist die situation auch nicht besser, die hauptschulen werden einfach umbenannt in neue mittelschulen, die Gesamtschule wird auch von einigen gefordert. Ich habe 2014 matura gemacht und studiere jetzt lehramt. Ich bin froh, aufs gymnasium gegangen zu sein. Die früe trennung ist wirklich problematisch, weil zur Zeit in der Grundschule einsen verschenkt werden, weil man nur mit alles 1 ins gym kommt. Ich wurde damals auch „beschenkt“ da ich eine schularbeit (in mathe 😉 )verhaut hab, und hatte eins der bessten maturaergebnisse in meinem jahrgang.
    Es stimmt auch, das gute schüler den schwächeren immer helfen sollen, aber dafür nicht wertgeschätzt werden, am ende erledigen wenige gute schüler die aufgaben für alle. Nach der grundschule merkte man den niveauunterschied zwischen hauptschule und gym sehr deutlich. Das dreigliedrige system mit der realschule finde ich besser, wenn man übergänge in die nächst höhere schule leicht ermöglicht.
    Was ich mich frage, ist ob die schüler von einem g-kurs so stark gefördert werden können, dass sie wieder leicht in den höheren kurs wechseln können, immerhin sind dort die kinder stofflich auch schon wieder weiter. Ist es dann nicht enorm schwer sich hochzuarbeiten?

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    1. Mich würde gleich dazu interessieren: Wieviel Prozent eines Jahrgangs besucht im Schnitt welche Kurse? Wir leben in Deutschland, da gibt es doch bestimmt eine Statistik zu! Und wie sind die Wechselquoten?

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  5. Grundsätzlich bin ich eher geneigt, mich für das Gymnasium starkzumachen. Ich war selbst auf einer selektiven Schule mit Aufnahmeprüfung und habe meine Gymnasialklasse als wohltuende Abwechslung zur Grundschule erlebt und die homogenere Gruppe als zum Lernen vorteilhafter empfunden. Ich sehe aber durchaus Vorteile der Gesamtschule, v.a. darin, daß man sich früher spezialisieren kann und in seinen starken Fächern glänzen ohne durch die schwachen Fächer die komplette Schullaufbahn gefährdet sehen zu müssen. Das Gymnasium pocht eben eher auf eine breitere Allgemeinbildung, bei der man sicherlich diskutieren könnte, ob sie in unserer zur Fachidiotie drängenden Berufswelt noch zeitgemäß ist. Anders gesagt: breite Bildung ist sicherlich wünschenswert, aber sollte man jemandem die Chance auf Entwicklung seiner Stärken nehmen und ihm der Möglichkeit eines Studiums berauben, weil er bspw. Dyskalkulie hat und den Mathestoff partout nicht versteht? Da finde ich andere Schulsysteme oft gerechter als unseres und das Gymnasium zu schwächenbetont.

    Mir kommt bei der ganzen Diskussion auch der pragmatische Aspekt – nämlich was auf die Schule folgt – viel zu kurz. Attraktive Ausbildungsplätze sind in den allermeisten Regionen nur noch mit Abitur zugänglich, sodaß viele Schüler, die eigentlich lieber nach der 10. abgehen würden, quasi gezwungen werden, die Oberstufe anzuhängen. Ihr sprecht nur vom Stigma der Hauptschule, aber was ist selbst eine Mittlere Reife noch wert?

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  6. Bei der durchaus etwas anders verlaufenden Diskussion auf Jans Seite, gab es einen Kommentar, der für die Gesamtschule argumentierte u.a. mit der Begründung, dass das Abitur einfach auch für viele Ausbildungsberufe zum Standard geworden ist und somit mehr Menschen zugänglich gemacht werden sollte.
    Ein Ausschnitt aus meiner Antwort dort:

    Was mich hierbei wirklich wundert, ist der Glaube, dass ich jeden (oder zumindest die Mehrheit) zum Abitur bringen kann, wenn ich ihn nur genug fördere. Bin ich so negativ drauf, wenn ich meine, dass es erstens Begabungsunterschiede und zweitens natürlich auch Umweltfaktoren gibt, aber ich eben die Begabungsunterschiede nicht einfach weglehren kann? Wenn ich nun einen Großteil zum Abitur bringen will, kann ich erstens fördern, was sehr löblich ist, und muss aber zweitens auch das Abitur leichter errreichbar machen – wie du selbst geschrieben hast. Und nun kommt die große Problem:
    Wenn ein Großteil der Bevölkerung Abitur hat, wird es neue Auswahlkriterien geben müssen, die zum Beispiel über die Hochschulzugangsberechtigung, die über Lebenswege und Berufschancen entscheiden. Wenn alle einen Aufnahmetest vor der Uni machen müssen (nur so als Beispiel), wozu brauchen wir dann überhaupt noch das Abitur? Lasst uns doch dieses Abitur abschaffen, wenn es gar keine Funktion mehr hat!

    Natürlich meine ich das nicht so, aber das Problem besteht: Je mehr einen bestimmten Abschluss erhalten, desto weniger ist der wert. Er wird dann nur noch als Grundvoraussetzung empfunden. Dann ist das Abitur eben der gängige Schulabschluss. Trotzdem gibt es auf der Arbeitgeberseite das Bedürfnis nach Selektion, da dürfen wir uns nichts vormachen. Und es wird neue Test, Abschlüsse, Auswahlkriterien geben. Bis jetzt war das eben das staatlich überwachte Abitur und trotz vieler Mängel habe ich es doch für eine halbwegs gerechte Sache gehalten. Dezentralisieren wir die Auswahlkriterien haben z.B. persönliche Beziehungen wieder mehr Chancen als das Leistungsprinzip. Das könnte gerade die Teile der Bevölkerung (engagierte Schüler mit Migrationshintergrund, aber eben ohne Vitamin B nur so als Beispiel) treffen, denen man mit dem leichter zu erhaltendem Abitur etwas Gutes tun wollte.

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    1. Ja, wir hatten in meiner letzten Firma, allerdings in AT, schon lange eigene Aufnahmetests für die Lehrlinge, einen allgemeinen Teil und einen Teil für den jeweiligen Lehrberuf. Es gab natürlich eine Korrelation mit den Schulnoten, aber nicht immer.

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  7. Args, da hab ich mir vorgenommen, mitzudiskutieren, und dann komm ich nicht dazu, eine vernünftige Antwort aufzusetzen.

    Nur soviel dazu: Ich schließe mich den Meinungen an, die sich für eine ausdifferenzierte Schullandschaft aussprechen, die da lautet: Förderschule, Haupt-, Realschule und Gymnasium. Mit gescheiten Kriterien für jede Schule und angemessener Förderung – im Sinne von Mitteln für Lehrer, aber auch Sozialarbeitern etc. pp. – funktioniert das auch. Eine Schule für alle klingt auf dem Papier zwar schön, aber aus eigener Erfahrung weiß ich noch sehr gut, wie ich als leistungsstarker Schüler auf meinem Gymnasium von den Mitschülern angesehen wurde, und das war vor zig Jahren. Ich weiß auch noch zu gut, wie nervtötend es war, in Mathe keine Möglichkeit des Wählens zwischen Grund- und Leistungskurs zu haben, und wie sehr sich das Tempo im Einheitskurs an den schwächeren Schülern orientiert hat. Förderung starker oder begabter Schüler gab es im Unterricht nicht.
    Wenn ich nun daran denke, dass es an den Gesamt-/Gemeintschaftsschulen nur die Aufteilung in zwei verschiedene Kurse pro Fach gibt, dann ist für mich klar, wie der Hase läuft: Im starken Kurs sitzen dann die richtig guten Schüler, der Durchschnitt und ein paar ambitionierte, ich nenne sie der Einfachheit halber Realschüler, die mit Arbeit und Fleiß was reißen können. An wem sich da aber der Unterricht orientiert, ist sicher nicht die Spitze, die wird weiterhin Däumchen drehen oder Hilfslehrer spielen, und bei Gruppenarbeiten die Leistung bringen, die eigentlich von allen kommen sollte. Das klingt jetzt arg negativ, aber zu diesen Schlüssen komme ich aufgrund eigener Erfahrungen und aufgrund der Berichte meiner Nachhilfeschüler aus deren Unterricht.

    Frau Henners Ausführungen zum Thema „Abitur für alle“ schließe ich mich an, dann brauchen wir kein Abitur mehr. Und dann dürften sicherlich noch weitaus mehr finanzkräftige Familien ihre Kinder aus den öffentlichen Schülen nehmen und auf private Institute schicken, die aufgrund von Geld, Ruf und Einfluss dafür sorgen werden, dass das Zweiklassensystem sich auch auf die Bildung niederschlägt und der soziale Hintergrund der Schüler maßgeblichen Einfluss auf den Bildungserfolg haben wird – genau das, was die Schule für alle ja in der Theorie verhindern soll.

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  8. Meine Schulzeit hätte ich, ohne Schulwechsel, bis zur 10.Klasse in der gleichen Klasse verbracht. Ab der 8.Klasse gab es dann zusätzlich Leistungskurse. Diese setzten sich dann aus SchülerInnen der gesamten Stufe zusammen.
    Wenn ich jetzt mal meine Leistungskurve in den Jahreszeugnisse in Erinnerung rufe, gab es da immense Schwankungen, Schwankungen, die mich vielleicht in der Bundesrepublik auf die Hauptschule befördert hätten. Deswegen finde ich die Selektierung eher nicht dem Kinde förderlich. Ich persönlich sähe überhaupt keine Probleme das nach der 10.Klasse die Einen ihren Abschluß machen, und die Anderen weiter fürs Abitur büffeln.
    Leistungsunterschiede hat man relativ „einfach“ gelöst:
    Lernpatenschaften.
    Ich war in Chemie recht fit und habe mit einer Klassenkameradin gelernt. Hat mir was gebracht und der Schülerin auch.
    Das Sytem hat eigentlich auf den Schulen in die ich gegangen bin immer funktioniert. (außer beim Sport…)
    Wenn ich meinen Notendurchnitt über Grundstufe Klasse 1-4, 2,5, Mittelstufe 5-7 3,75, Oberstufe Abschlußzeugniss 1,75, anschaue, lässt die Gemeinschaftsschule der SchülerIn mehr Möglichkeiten.

    Eindeutig pro Gemeinschaftsschule.
    (ist zuerst beim Halbtagsblog niedergeschrieben wurden)

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    1. Tut mir leid, aber Lernpatenschaften sind nicht die Lösung, schon gar keine einfache. Ich selbst sollte einer schwachen Schülerin helfen, traf mich vor der Schule bei ihr und war total überfordert, weil sie a) keine Lust hatte und b) ich nicht verstand, warum sie mich nicht verstand. Das war in der fünften Klasse. Jetzt sehe ich weitere Problempunkte: c) Schüler loben übermäßig, wo Kritik angebracht wäre, weil sie den anderen nicht verärgern und selbst beliebt bleiben wollen, d) es gibt gar nicht für jeden den passenden Partner, e) Mitschüler erklären auch gerne mal etwas falsch, f) Kontinuität lässt sich im durchgetackteten Schul- und Freizeitrhythmus schwerlich herstellen, g) Schüler lenken sich gegenseitig ab usw.
      Im Einzelfall kann eine Lernpatenschaft wunderbar sein – ohne Frage, aber als allgemeine Problemlösungsstrategie funktioniert es eher selten.

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  9. Liebe Frau Henner, danke für diese in Gang gebrachte Diskussion. Ich möchte mich gleich zu Beginn meines Kommentars klar positionieren, ich bin eine klare Verfechterin eines dreigliedrigen Schulsystems – aus verschiedenen Gründen: Gerechtwerdung, eigene Erfahrungen, gesammelte Erfahrungen durch die eigenen Kinder (beide Gymnasium), jahrelange berufliche Erfahrungen (eigene, Bekannte, Freunde, Ehemann).
    Es ist nach Einrichtung einer Schulform immer nach einer gewissen Zeit zu schauen, wer gewinnt und wer verliert, wie viele gewinnen und wie viele verlieren. Und aus meinen eigenen Beobachtungen und Wahrnehmungen heraus, die privatem und beruflichem Sachstand entspringen, kann ich nur feststellen, dass es mehr Verlierer als Gewinner in der Gesamtschuldiskussion gibt.
    Meine Kinder haben eine wunderbare Grundschulzeit genossen, in der, wie in wohl fast jeder Grundschule, alle Schülerklientel zusammen kommt. Doch das anfängliche „die guten Schüler helfen bitte den eher leistungsschwächeren“ endete in einem jehen Ablehnungsverhalten des Lehrerverlangens über die gesamte vierte Klasse hindurch. Meine Kinder waren froh, nach dem Übertritt in die fünfte Klasse auf dem Gymnasium gelandet zu sein und nun endlich unter ihres Gleichen lernen zu dürfen. Keine dummen Sprüche bezüglich ihrer Leistungsstärke, kein Warten auf Schwächere, keine ständigen Wiederholungen von Unterrichtsstoff sondern ein gefordertes Vorankommen verbunden mit selbständigen Erarbeitungsphasen, eigenständigen Recherchen und Belobigungen dahingehend, wenn sich Mühe und Anstrengung in guten Noten widerspiegelten. Was meine Kinder (wie mein Mann und ich im Übrigen früher auch) auf dem Gymnasium an Bildung und Erziehung erfahren haben, zahlt sich nun deutlich im Studium an der Universität aus. Ohne Schwierigkeiten wird mein Sohn als erster unserer Kinder den dortigen Anforderungen gerecht, einige Kommilitonen mit Abitur aus Gesamtschulen (und natürlich deutlich besseren Notendurchschnitten, wodurch sie sich leider häufig Studienplätze direkt ergattern und Gymnasiasten auf die Wartelisten schleudern…) haben die Universität bereits nach dem zweiten Semester schon wieder verlassen müssen, weil sie der Überforderung nachgeben mussten.
    Die Gesamtschulen entstanden in unseren Regionen durch das Zusammenlegen von Haupt- und Realschulen. Weder Lehrkräfte noch Schüler wurden im Vorfeld hinreichend darüber informiert sondern eher ins kalte Wasser geschmissen. Die Lehrer der Realschule hatten es plötzlich mit einer leistungsschwachen und mehr als verhaltensauffälligen hinzugekommenen Schülerschaft zu tun, was sich bereits nach den ersten Wochen als nervenaufreibend, zermürbend und krank machend erwies. Und wozu hat es geführt, dieses Zusammenlegen? Nur dazu, dass das eigentlich gute und hohe Niveau eines Realschulunterrichtes abgesenkt wurde und den Hauptschülern angepasst wurde. Gerecht wird dieses weder den Lehrkräften noch den Schülern. Die Hauptschullehrer fühlen sich dazu benachteiligt in ihrer Bezahlung, die Realschullehrer vermissen Wertschätzung und wirklich weiterbringende Fortbildungen. Nach den mittlerweile zahlreichen Jahren der Gesamtschule lässt sich feststellen, dass sowohl den Eltern wie auch den Schülern kaum mehr der Sinn nach dieser Schulform steht und es in den letzten Jahren einen regelrechten Run auf die Gymnasien gab. Etliche Empfehlungen der Grundschullehrer außer Acht gelassen, meldeten und melden Eltern ihre Kinder auf dem Gymnasium an, obwohl sie vor der Zusammenlegung ihr Kind auf die Realschule gegeben hätten. Die ausbildenden Betriebe und die gesamte Wirtschaft stöhnen, weil die Realschüler für die Ausbildungsberufe fehlen, da sie nun überwiegend auf dem Gymnasium verweilen und die neuen Gesamtschüler den Anforderungen einer Ausbildung nur noch ausreichend entsprechend. Und so haben wir den Zustand erreicht, dass man vielen Schülern einfach nicht gerecht wird und wir als Berufsschule die Gestrandeten auffangen in berufsvorbereitenden Klassen – hier erfahren sie dann oftmals erstmalig ein wirkliches Eingehen auf ihre tatsächlichen Fähigkeiten in kleinen Lerngruppen.
    Die Menschen sind nicht gleich, alle sind unterschiedlich. Das liegt nun mal in der Natur der Sache und das ist auch gut so. Der eine ist schlauer als der andere, dafür ist der eine eher ein Praktiker der anderer eher ein Theoretiker. Was ist daran schlecht, es so als gegeben hinzunehmen? Dieses Vermischen und Vermengen bringt kaum jemandem was, ein Abholen dort, wo jemand tatsächlich steht, ist für mich mit meinen Beobachtungen, Wahrnehmungen und beruflichen Erfahrungen das wirklich Wahre. Man hätte die Hauptschule stärken sollen, Gruppen von 12 – 16 Schülern mit eigens dafür ausgebildeten Lehrkräften und einem entsprechenden Förderprogramm sowie einer parallel dazu angesiedelten Förderschule mit genügendem Lehrpersonal hilft diesen Schülern mehr als alles andere. Man wird ihnen in ihrer Persönlichkeit und ihrem Leistungsvermögen gerecht, und ein guter Schulabschluss könnte die Basis für einen weiteren Schulweg auf der Berufsschule darstellen. Die Realschule würde den ausbildenden Betrieben wieder vernünftig beschulte Auszubildende liefern und das Gymnasium könnte sich wieder damit beschäftigen, wozu es gegründet wurde – geeignete leistungsstarke Schüler auf die Universität vorzubereiten. Und dann würde tatsächlich auch nur der studieren, dessen Abitur nicht aufgrund einer hirnrissigen sozialdemokratischen Idee in den Schoß gelegt wird, nur um sagen zu können, wir können alle zum Abitur führen. Was für ein bildungspolitischer Schwachsinn, dessen Auswirkungen unsere gesamte Gesellschaft in ein Desaster führen und bei den Universitäten und Hochschulen sowie ausbildenden Betrieben große Probleme verursachen. Eine Beschulung nach tatsächlicher Leistungsstärke in der geeigneten Schulform bringt mehr Punkte und wäre eine Gerechtwerdung der Behauptung, die Bildung ist unser höchstes Gut als nur darauf zu achten, wie kann ich als Land am meisten Geld sparen. Denn die Einsparung von Geld ist der einzige reelle Gewinn der ganze Gesamtschulaktion.
    Ein langer Kommentar, ich weiß, aber wie soll man das ganze kurz fassen?
    LG Paula

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    1. Man kann es nicht kurz fassen – danke für den ausführlichen Kommentar! Paula, du beschreibst sehr anschaulich, zu welchen Problemen eine Gesamtschule führen kann. Jan erlebt das in seiner Gesamtschule ganz anders. Möglich, dass wir beide – würden wir bei Jan hospitieren – begeistert wären, er beschreibt ja alles als so unproblematisch und funktionierend. Wer wünscht sich das nicht?! Aber die persönlichen Erfahrungen geben uns natürlich eine Meinung vor. Was wir anders erleben, bewerten wir auch anders. Wie du die Entwicklung bei euch beschreibst, aus genau diesem Grund denke ich, dass eine Gesamtschule nicht die Konkurrenzveranstaltung zum Gymnasium sein kann. (Jan widerspricht. Mich würde tatsächlich eine Stimme aus seiner Stadt aus dem Gymnasium interessieren – warum schicken die Eltern ihre Kinder dort noch hin?)
      Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es sehr mühsam ist, nur auf der Behauptungsebene zu diskutieren. Ich müsste mir Jans Gesamtschule einmal anschauen. Dann würde ich mehr verstehen. Vielleicht für seine Seite, vielleicht für meine. Ich brauche einen direkten Vergleich. Der lässt sich nicht übers Netz herstellen, nur übers eigene Erleben.
      Und solange stimme ich dir voll und ganz zu.

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