Wahl-O-mat – ein Experiment

Liebe Leser,

Idee gleich umgesetzt: ich wahlomate mal zum Spaß nach Mustern. Das heißt, ich beantworte die Fragen, ohne sie zu lesen nach einem bestimmten festgelegten Muster. Zweimal zustimmen, einmal neutral, zweimal ablehnen, einmal neutral und so weiter. Und was glaubt ihr?

Ha! Schon wieder werden mir alle großen Parteien mit dem ungefähr gleichen Ergebnis empfohlen. Ich variiere mein Muster – BINGO – das gleiche.

Erst als ich keine neutralen Antworten mehr zulasse, erhalte ich ein anderes Ergebnis. Diesmal werden mir die Grünen, die SPD und die FDP gleichermaßen empfohlen, während die CDU abgeschlagen zurückliegt. Habe ich gerade die Cannabis-Fragen negativ angeklickt? Wo mir dieses Thema doch eigentlich schnuppe ist…

So verschieden die Parteien sein wollen, im Wahlomat sind sie gleich. Das liegt natürlich auch an den Fragen. Sie sind oft so allgemein…

Aber mal ehrlich, wie tief befasst sich der Durchschnittswähler denn mit den Themen? Unterscheidet er überhaupt zwischen Bundes- und Landtagswahl? Ich schon – vielleicht fällt es mir deshalb dieses Jahr so schwer.

Trotz oder vielleicht auch wegen des Wahl-O-mats.

 

Viele Grüße aus der Provinz von eurer Frau Henner

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4 Kommentare zu “Wahl-O-mat – ein Experiment”

  1. Ohje, das habe ich nicht getestet – dafür habe ich den Wahl-O-Mat für alle drei Bundesländer gemacht, die im März wählen, und zwar ähnliche Tendenzen, aber letztlich doch unterschiedliche Ergebnisse erhalten. Natürlich unterscheiden die Parteien sich von Land zu Land auch ein wenig, aber das fand ich doch interessant.
    Und als kleines Bonbon: Nachdem ich einfach mal mit allen Parteien abgeglichen hatte, erhielt ich in BaWü… die Partei. Alles Satire hier, oder?

    Im Übrigen zu der Frage bzgl. der Unterscheidung, als kleine Anekdote:
    Tinalise beim Friseur. Die Nachbarkundin unterhält sich mit der -friseuse über Politik – mit einer guten Prise Polemik. „Aber im März sind ja Wahlen.“ Das ist das Stichwort für meine Friseuse, sich ebenfalls einzuschalten. „Also echt, wer DIE noch mal wählt, der hat echt einen Schuss. Dem ist echt nicht mehr zu helfen.“ Ich frage mich, was unsere Ministerpräsidentin so Schlimmes verbrochen hat. Bis sich fünf Minuten später herauskristallisiert, dass „die“ Frau Merkel ist. Nun denn.

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    1. Interessant. Genau diesen Effekt fürchtend möchten, wenn man der ZEIT glauben will, die Lokalmatadoren der CDU gar nicht so gerne mit Frau Merkel bei Wahlkampfveranstaltungen gesehen werden.

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      1. Also hier kam Frau Merkel schon recht häufig zur Unterstützung vorbei. Und dann auch noch Herr Seehofer. Was der beim Wahlkampf außerhalb Bayerns verloren hat, ist mir allerdings ein Rätsel, zumal CDU und CSU nun mal nicht dieselbe Partei sind.

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        1. Na ja, um die, die Merkel und ihren Kurs nicht mehr mögen, doch noch bei der CDU zu halten. Es scheint nicht mehr um eine politische Linie, sondern in erster Linie um den Platz am Trog zu gehen.

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