Das wird jetzt auswendig gelernt!

Liebe Leser,

die Fünfer und ich, wir quälen uns durch die Wortarten. Am Anfang hat es riesig Spaß gemacht, die Kinderlein hatten ihre Aha-Erlebnisse, Frau Henner hat sich mords ins Zeug gelegt und wir haben die Wortarten mal wieder gespielt, getanzt und bunt angemalt. Es war alles logisch und ich hatte ein gutes Gefühl, bis wir zu den Präpositionen gekommen sind. Warum sind die so schwierig? Zumal wenn man mit den lokalen anfängt. Wir sitzen an verschiedenen Orten im Klassenzimmer, klettern über die Bänke. Auf, unter, über… das ist doch Babykram!

Denkste. Die Präpositionen sind schwierig.

Da ich aber weiß, dass wir sie für die Fälle brauchen, dass bei den Satzgliedern noch das ebenso fiese Präpositionalobjekt auf uns wartet und dass die Fremdsprachen ohne die Präpositionen auch ganz schön alt aussehen, müssen wir da durch.

Aber wie?

Kurzes Nachdenken: Wie habe ich früher die Präpositionen gelernt?

Sicher, irgendwann haben wir dieses Phänomen durchdacht und einige auch verstanden, aber zuerst mussten wir die wichtigsten Präpositionen schlichtweg auswendig lernen. Wie war das noch mal?

„Mit, nach, von, zu, aus, seit, bei verlangen stets Fall Nummer drei.“

Da gab es doch noch mehr… das google ich mal…

„Oberhalb und unterhalb, innerhalb und außerhalb, trotz, unweit, während, wegen, statt – den zweiten Fall stets bei sich hat.“

„An, auf, hinter, neben, in, über, unter, vor und zwischen schreibst mit dem dritten Falle so, wenn du fragen kannst mit „Wo?“, schreibst mit dem vierten Falle hin, wenn du fragen kannst „Wohin?“

 

Aber wie war das mit dem vierten Fall? Um, für, durch, ohne… ich krieg‘ es nicht mehr zusammen. Das Internet gibt mir den Hinweis: BUF DOG (was immer das heißen soll). Es steht für die Anfangsbuchstaben von bis, um, für, durch, ohne, gegen, die alle den Akkusativ verlangen. Aber ganz ehrlich, ein flottes Sprüchlein wäre mir lieber… da muss ich noch mal in meinem Gehirn kramen oder ihr helft mir? Denn dieses Jahr werde ich die Fünfer diese Merksätze auswendig lernen lassen.

Schaden kann es nicht. Und möglicherweise verstehen dann einige Schüler den Sinn von Präpositionen erst hinterher, aber immerhin können sie ein paar aufzählen und damit erkennen. So weit die Theorie…

Viele Grüße AUS der Provinz VON eurer Frau Henner

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8 Kommentare zu „Das wird jetzt auswendig gelernt!“

  1. Vor 30 Jahren habe ich die Liste für dem Dativ – nein, kleiner Scherz, muss natürlich „den“ heißen – in alphabetischer Reihenfolge auswendig gelernt und das klappt bis heute. Der Trick: so behandeln als wäre es Mary Poppins supercalifragi… Wort 😉 Meines lautet also: „aus-außer-bei-binnen-entgegen-gegenüber-gemäß-mit-nach-nebst-nächst-samt-seit-von-zu-zuwider erfordert den 3. Fall“. Das hilft jetzt wahrscheinlich auch nicht weiter, aber in meinem Hirn ist diese Auflistung von Präpositionen bis heute als ein einziges item (sozusagen) jederzeit abrufbar abgelegt. Geholfen hat aber nur: strebern 🙂
    P.S. „nebst“ kommt heuzutage wohl nicht mehr wirklich vor…aber ein herziges Wort…
    In diesem Sinne:
    Nebst dem eben Gesagten wünsche ich noch einen schönen Abend

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  2. Mit nach bei seit von zu aus – locken stets den Dativ raus.

    Durch für ohne um gegen – den Akkusativ bewegen.

    An auf hinter in – neben über unter vor und zwischen – den Dativ auf die Frage „Wo“, den Akkusativ auf „Wohin“ erwischen.

    Siebziger Jahre, in Klasse 3 oder 4 gelernt, für immer:)

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  3. Da kann ich leider nicht helfen, ich erinnere mich nicht daran, jemals Merksätze für Präpositionen gelernt zu haben, zumal im Deutschen… Aber: Präpositionen sind DER FEIND! In jeder Fremdsprache ein unsagbares Elend und nervtötend. Und im Deutschen dank der Kasus auch so kompliziert, wenn man kein Muttersprachler ist.

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  4. Vielen lieben Dank euch allen – also da ist ja jetzt für jeden etwas dabei!
    Eines merke ich, wenn man einmal so einen Spruch gelernt hat, dann ist der mit seinem Rhythmus in Fleisch und Blut übergegangen und ich stolpere, wenn die Reihenfolge eine andere ist. Ich glaube, ich werde daher den Schülern einzelne Sprüche vorgeben und einen sollen sie dann frei selbst reimen. Bin mal gespannt, was meine Fünfer so als Eselsbrückenspruch erfinden. Und den haben sie dann wie ihr ein Leben lang 😉

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