Nominiert…

Liebe Leser,

Frau Henner ist für den liebsten Blog Award nominiert worden – vielen Dank an  Mein Name sei MAMA. Nun soll ich 11 Fragen beantworten und weitere fünf kleinere Blogs nominieren. Und jetzt muss ich euch etwas gestehen. Ich lese gar nicht so viele kleinere Blogs oder habe sie bereits nominiert.

Meine Zeit ist mir in den letzten Jahren so kostbar geworden und ich bin ein sehr ausgeprägt analoger Mensch, dass ich wenig Zeit im Netz verbringe, auch wenn es meinen Lesern vielleicht anders scheint, weil ich doch regelmäßig zwei-, dreimal die Woche poste.

Also was tun?

Hm…..

Wer Lust hat und glaubt, dass mich sein Blog interessieren könnte, darf mir gerne einen Link schicken, dann kommen wir der Idee des Blog Awards auch nahe. Und ich gucke dann mal…

Hier erst einmal die Fragen, die ich selbst beantworten soll.

  1. Wer ist das Zielpublikum deines Blogs? – Menschen, die sich für Schule und Bildung und gesellschaftliche Veränderungen interessieren, egal auf welcher Seite ihr steht (Eltern, Schüler, Lehrer, Politiker), ihr seid herzlich eingeladen, in diesem Blog mitzudiskutieren.
  2. Gibt es einen Themenblock/blog (haha! Wortspiel), der dir unter den Nägeln brennt, aber den du noch nicht gestartet hast? – Ja, aber es hat Gründe, warum ich ihn noch nicht gestartet habe. Zu meinem Blog gehört, dass ich mich immer wieder fragen muss, was ist eigentlich für die Allgemeinheit bestimmt und bei welchem Thema ist die Anonymität des Netzes nur ein Hindernis?
  3. Hast du ein Lieblingsbuch? – Eins? Vieles von Fontane, gerne auch wieder Jane Austen, Mark Twain, ich liebe Kästner-Gedichte…. merkt ihr was? Ich tue mich schwer mit Gegenwartslektüren. Auf meinem Nachttisch liegt gerade ein sehr interessantes Buch von Ian McEwan „Kindeswohl“: hochinteressant und wunderbar flüssig geschrieben, es aber gleich als mein Lieblingsbuch zu bezeichnen? Nein, das trifft es nicht.
  4. Welche (geschichtliche) Persönlichkeit würdest du gerne treffen und zu …(worüber?) …befragen? – Momentan wohl am liebsten eine Persönlichkeit aus der Renaissance, nehmen wir mal einen politisch neutraleren Künstler wie Michelangelo Buonarroti. Meinetwegen auch Leonardo da Vinci. Worüber würde ich mit ihnen sprechen wollen, wenn ich das Italienisch dieser Zeit könnte? Über den Sinn des Lebens. Mich würde die Sicht dieser Menschen aus ihrer Zeit heraus auf die Frage nach einem guten Leben durchaus interessieren.
  5. Falls du ein Haustier hast: Würdest du mit ihm eine Woche lang tauschen wollen? Wenn du kein Haustier hast: Welches Tier wärst du gerne für ein paar Tage? – Für ein paar Tage eine Katze zu sein, die nur rumliegt und schläft, klingt erst einmal verführerisch. Und dann würde ich mich wahnsinnig freuen, wieder ein Mensch zu sein, der mit seinem Geist etwas anstellen kann. Das würde ich als Tier, wäre ich vorher ein Mensch gewesen, wirklich vermissen!
  6. Du gewinnst eine Flugreise und darfst dir die Destination selbst aussuchen. Wohin geht die Reise? – Ich habe Flufangst! Schenkt mir lieber einen Chauffeur, der mich durch Europa fährt, ich muss nicht weit weg…
  7. Die eben gewonnene Reise hat die kleine Einschränkung, dass in deinem Koffer nur 3 Dinge mitgenommen werden dürfen (selbst schuld, wenn du bei so einem Veranstalter buchst): Welche 3 Dinge müssen auf jeden Fall mit? – Im Prinzip kann man ja alles vor Ort kaufen, schließlich würde ich nicht in den Dschungel fahren, also müsste nur mein Geldbeutel rein. Aber diese Antwort ist schon etwas lahm… unbedingt rein muss also eine Zahnbürste und Zahncreme (zählen wir das mal als eins), ein Handtuch… eigentlich war es das schon. Auf Reisen habe ich zwar gerne ein gutes Buch dabei, Papier und einen Stift, Karten und Fotoapparat… aber es geht auch ohne. Eine Reise ist für neue Eindrücke da, verarbeiten kann ich sie auch danach.
  8. Hast du heute schon gelacht? – Geschmunzelt.
  9. Gibt es einen Traumberuf, den du nicht ergriffen hast? – Ja, aber wer weiß schon, was wird, ich arbeite dran, aber genau das ist wieder so etwas, was auf keinen Fall in die Öffentlichkeit gehört…
  10. Du hast einen Wunsch frei – der sich einen Tag lang erfüllt. Was wünschst du dir (“Jeden Tag einen Wunsch frei zu haben” gilt nicht)? – Groß die Welt retten für einen Tag und dann ist alles wie vorher, ist nicht so erstrebenswert. Also ist es hier wohl erlaubt, eine ganz eigennützige Sache anzugehen. Tatsächlich wäre dann eine Zeitreise interessant, aber bitte mit Fotoapparat! Lasst mich einen Tag in der Zeit herumreisen – nur einen Tag in der Vergangenheit. Die Renaissance wäre aber nur ein Ziel, ich würde gerne auch einmal mit erwachsenen Augen durch die Zeit meiner Kindheit gehen, in Weimar auf Goethe treffen, in England ein verdrecktes, industrialisiertes London streifen… ein Tag wäre sehr kurz für dieses Vorhaben.
  11. Was macht dich zu der Person, die du bist? – Neugier, Kreativität und Angst. Ich möchte die vielfältige Welt verstehen und finde in meinem kleinen Leben durchaus kreative Lösungen für die auftretenden Probleme. Was mich aber antreibt, ist Angst. Angst vor dem Tod und einer ausbleibenden Transzendenz, Angst vor dem Niedergang kultureller Errungenschaften, Angst vor Hass. Diese Angst lähmt mich nicht, sie ist mein Motor. Die Angst vor Leere hilft mir, mein Dasein mit Sinn zu füllen.

Mit dieser Schlussbetrachtung entlasse ich euch in den regnerischen Frühlingstag. Was treibt euch an? Welche Blogs macht ihr daraus? Lasst es mich wissen!

mezzos-liebster-award-2

 

Viele Grüße aus der Provinz von eurer Frau Henner

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3 Kommentare zu “Nominiert…”

  1. Ach Lilo, menno, jetzt wollte ich grade fragen, was es mit dem Traumberuf auf sich hat, weil ich den Eindruck habe, dass du so durch und durch Lehrerin bist, dass du dazu einfach berufen sein musst. Und dann kam der Satz mit der Öffentlichkeit hinterher… schade! 😦
    (Aber dennoch verständlich. 😉 )

    Übrigens finde ich deine letzte Antwort sehr interessant – das ist ein sehr guter Weg, mit Angst umzugehen. Sich davon nicht lähmen zu lassen, sondern sie in Energie/Produktivität umzuwandeln. Gefällt mir gut!

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  2. Vielen Dank für die sehr interessanten Antworten! Ich kann mich nur anschließen, dass ich deinen Umgang mit Angst als Motor statt als Bremse faszinierend und überaus positiv und nachahmenswert finde, da so viele Geschehnisse rund um uns durchaus beängstigend sind.

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