Ökonomie

Liebe Leser,

ein Schüler heute, der – wohlgemerkt – sein Abitur noch längst nicht bestanden hat: „Wie mündliche Prüfungsthemen mit Ihnen besprechen? Da hab ich doch noch Zeit. Abgabe ist morgen!“

Viele Grüße aus der Provinz von eurer Frau Henner, die morgen – den Schülern allseits bekannt – ihren Korrekturtag hat und nicht in der Schule sein wird, auch nicht zum Besprechen mündlicher Prüfungsthemen

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15 Kommentare zu „Ökonomie“

  1. Aber Lilo, wo denkst du denn hin? Du erwartest ernsthaft, dass ein Abiturient zwischen Party, Alkohol und Party noch im Kopf hat, wer wann wo abwesend ist? 😉

    Schönen Korrekturtag dir! Und hoffentlich nicht allzu grausame Ergüsse. 🙂

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  2. Wir Lehrer sind mit Schuld an der laxen Einstellung der Schüler, da wir viel zu oft nachgiebig sind und Fristen verlängern, Arbeiten nach dem Abgabetermin noch annehmen, etc. Die Schüler passen sich m.M.n. unserer Inkonsequenz an.

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  3. Es sind je eh die Schüler, die es – wenn überhaupt – grad so schaffen, die anderen haben längst die Themen besprochen und abgegeben. Dumm nur, dass ausgerechnet die, die es am nötigsten haben, die Hilfe der Lehrer aus Faulheit nicht annehmen oder aus Naivität.

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  4. BÄM! Recht so! Ich habe erst letzter Woche einer Abiturientin einen zu spät abgegebenen Englischaufsatz mit 0 Punkten bewertet. Das gab einen Weinkrampf, ein theatralisches Zusammensacken auf dem Boden vor aller Augen, drei Nachgespräche und zwei eMails von den Eltern. Den Eltern einer Neunzehnjährigen wohlgemerkt!

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    1. Unglaublich. 😀 Aber ich bin froh, dass Sie da so konsequent sind, ganz ehrlich. Als Schülerin habe ich nichts mehr gehasst als die Inkonsequenz meines Geschichtslehrers… Ewig angekündigter großer Arbeitsauftrag mit Essay über 5 Seiten, am Tag der Abgabe dann immer dieselben 3-4 Mädels, die traurig geblinzelt haben: „Aber mooooorgen, Herr D., morgen ist es gaaaanz sicher in Ihrem Fach, schwöööööör!“ – „Na in Ordnung, aber morgen dann wirklich!“ […] Und sowas in Klasse 12. *Augen verdreh*
      Andererseits – das hab‘ ich auch an der Uni noch, dass diverse Leute ihre Hausarbeit aus diversen Gründen leider nicht rechtzeitig abgeben können und dann eine 2-4-wöchige Fristverlängerung kriegen. Um dann trotzdem super Noten und keinerlei Abzüge zu kriegen, weil man sich einfach mal mehr Zeit für die Arbeit nehmen konnte. Is klaa.

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    1. Wir sprechen nichts ab in dem Sinne, dass wir irgend etwas ausmachen würden, aber die Schüler müssen vier Prüfungsthemen für die sogenannte Präsentationsprüfung einreichen. Das Thema bezieht sich dann nur auf die Präsentation, quasi das Einsprechthema der ersten zehn Minuten. Danach folgt noch an das Thema anschließend, aber auch darüber hinausgehend eine ganz normale mündliche Prüfung. Es ist sinnvoll, mit den Schülern diese vier Themen zu besprechen. Eignet sich dieses Thema, muss es noch erweitert werden oder eher auf einen Aspekt verengt? Welche Medien brauchen Sie zur Präsentation? Was sollte unbedingt beachtet werden? Haben Sie dazu genügend Literatur?
      Sobald die Schüler allerdings ihr Prüfungsthema erfahren, das nicht der Lehrer, sondern der Prüfungsvorsitzende einer anderen Schule auswählt, darf auf keinen Fall mehr mit dem Schüler gesprochen werden. Und dieses ausgewählte Thema erfahren die Schüler exakt eine Woche vor der Prüfung, denn Sie müssen ja noch die Präsentation erstellen.

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      1. Ah – das ist tatsächlich völlig anders als bei uns. Hier bekommen die SuS eine Aufgabe und 30 min Bearbeitungszeit, müssen das dann in 10-15 min präsentieren und dann noch einmal ebenso lange zu den anderen Themen Rede und Antwort stehen. Inhalt sind schlicht die Unterrichtsinhalte der gesamten Qualifikationsphase (früher 12 und 13). Ich denke, beide Systeme haben Vor – und Nachteile 🙂

        Vielen Dank für die ausführliche Erklärung – ich finde es immer wieder seltsam, wie unterschiedlich die Prüfungen in den einzelnen Bundesländern sind – und hinterher haben alle die gleiche Hochschulberechtigung 🙂

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        1. Das ändert sich bei uns auch wieder – die sogenannten Präsentationsprüfungen sollen abgeschafft werden, zu Gunsten einer ganz normalen mündlichen Prüfung, wie du bereits beschrieben hast. Diese mündlichen Prüfungen gibt es auch bei uns, aber die machen nur wenige freiwillig, durch das Präsentationsthema kann man schon einiges aus einer Prüfung herausholen. Aber auch hier sind wieder die Kinder der emsigen Eltern im Vorteil und insofern finde ich es völlig in Ordnung, dass man diese Prüfungsform kippen will.

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  5. „Viele Grüße aus der Provinz von eurer Frau Henner, die morgen – den Schülern allseits bekannt – ihren Korrekturtag hat und nicht in der Schule sein wird, auch nicht zum Besprechen mündlicher Prüfungsthemen“
    Darüber habe ich mich gerade richtig amüsiert 😀 Tja, der will es wohl nicht anders, wie? 😉 „Wer hat noch nicht, wer will noch mal?“ trifft hier aufs Abi wohl ziemlich gut zu. 😉

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