Die Logik des Absurden

Liebe Leser,

 

nun habe ich drei Schulen in der engeren Auswahl gehabt. Die erste war mir recht schnell suspekt und kam daher nicht in Frage. Ich hatte das Gefühl, dort nicht wirklich erwünscht zu sein. Rational begründen kann ich das nicht.

Spannender war es bei den beiden anderen Schulen, die dann auf meiner Wunschliste standen. Beide Schulen könnten mich sofort gebrauchen und haben ein offenes Klima, aber einen schrecklich hässlichen Schulbau. Die eine Kollegin war sehr nett, die andere schrullig unnett. Die eine Schule war passabel ausgestattet, die andere recht katastrophal. Die eine Schule hat solide Zukunftsaussichten, die andere nicht.

Und trotzdem hat mein Bauchgefühl sofort gesagt: „Also Lilo, du bewirbst dich jetzt für die hässliche Schule mit der seltsamen Kollegin, den karg ausgestatteten Fachräumen und keiner festen Aussicht, dort auf immer bleiben zu können! Los, tu es! Falls du ein Argument brauchst: Das Kollegium soll nett sein.“

Was treibt mich denn dazu? Ganz einfach, die Schule, die nicht schon voll ihr Konzept fährt, die noch nicht up to date ist, diese Schule reizt mich durch die Möglichkeiten, genau das mitgestalten zu können. Bei der anderen würde ich mich in ein gemachtes Nest setzen. Vielleicht ist es kuschelig, vielleicht sticht einen auch da mal der Hafer, aber wenn etwas juckt, dann war das schon immer so und wieso soll man denn da etwas ändern? Die andere Schule muss geändert werden, soviel steht auch ohne mich fest. Da wäre ich gerne dabei.

 

Viele Grüße aus der Provinz von eurer Frau Henner

Advertisements

12 Kommentare zu “Die Logik des Absurden”

  1. Liebe Frau Henner,
    dann heißt es wohl noch immer Daumen drücken?!? Zumindest wäre es schön, wenn du bis Mittwoch eine Entscheidung hättest – naja, das sind nicht mal mehr 45 Stunden bis zum Schulschluss, ist ja noch massig Zeit!!! Ich drücke dir die Daumen!!! Steffi

    Gefällt mir

    1. Vielen Dank!
      Jedoch erfahre ich erst im Laufe des nächsten Schuljahres, also erst in einem Jahr, was nun wird. Aber ich habe Fürsprecher und das gibt mir ein gutes Gefühl. Es tut gut, wenn man weiß, dass nicht nur einem selbst etwas an einer Sache liegt.

      Gefällt mir

      1. Gerne!
        Ja, das hatte ich mir bereits gedacht, die Mühlen der Bürokratie, zumal wenn Beamte beteiligt sind, mahlen sehr langsam.
        Fürsprecher sind toll, und wenn du dann auch noch selbst ein gutes Gefühl bei der Sache hast, dann sollte alles glatt gehen! 🙂

        Gefällt mir

      2. Ist Ihr Schulleiter einer Ihrer Fürsprecher, d.h. wird er sie ziehen lassen? Der Schulleiter muss einer Versetzung ja zustimmen und mit der Zustimmung eines Versetzungsantrags von einer kompetenten und engagierten Kollegin wie Ihnen würde er sich ja ins eigene Fleisch schneiden.

        Gefällt mir

  2. Liebe Frau Henner, wir drücken ganz fest die Daumen, dass deine Wünsche in Erfüllung gehen. Und in der Tat können wir nachvollziehen, warum du dich nicht ins gemachte Nest setzen möchtest. Ein nettes Kollegium ist mehr wert als jegliche schulische Ausstattung. Und Mitgestaltung scheint dir zu liegen. Wir glauben, du hast die richtige Wahl getroffen. Dann sind wir mal gespannt, ob du in einem Jahr wechseln darfst und es nicht irgenwelche noch nicht vorhersehbaren bürokratischen Hürden zu überwinden gilt. Denn sowas braucht eigentlich kein Mensch. LG Ela

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s