SW 20: Was war am 11. Februar?

Liebe Leser,

so ein Blog ist eine feine Sache, weil man als Betreiber gleich mit eine Statistik geliefert bekommt. Wie viele Besuche hat die Seite an welchem Tag, wieviel Seiten wurden im Schnitt frequentiert, welche Beiträge wie oft aufgerufen? Für Zahlenfreaks sicher eine nette Sache, an mir geht das relativ vorüber. Relativ, nun ja, diesmal stutze ich.

Was war bloß am 11. Februar los?

Dieser Lehrerblog hat sich über die Jahre eine Stammleserschaft erschrieben und sicher gucken auch ab und zu ein paar Neulinge herein. Schön, wenn jemand hängenbleibt, doppelt schön, wenn jemand mitdiskutiert. Immer wieder freue ich mich über die Qualität der Beiträge. Fast noch nie musste ich einen Kommentar entfernen. Also habe ich das Gefühl, dass der Blog neben der reinen Seelenhygiene für mich und als Archiv für eine später erwachsene Lucy auch anderen Menschen etwas bringen kann. Eben dieser kleinen Stammleserschaft. Die Welt werden wir nicht verändern, aber wir verändern uns und dadurch ein klein wenig die Welt um uns herum. Das ist ganz pragmatisch gemeint, nicht philosophisch. Ich habe mich definitiv in den letzten Jahren verändert und dieser Blog ist eine Ursache dafür.

Aber am 11. Februar schnellen die Besucherzahlen plötzlich in Höhen, die dieser Blog nicht kennt. Was ist da also los? Hat mich jemand verlinkt? Hat eine Zeitung einen Artikel über Lehrerblogs gebracht? Wurde ich gehackt?

Frau Henner ist ja, was Medienkompetenz anbelangt, eher ein Dösbaddel und leben tut sie sowieso hinterm Mond… Wenn hinter dieser Zahlen richtige Menschen aus Fleisch und Blut steckten, dann freue ich mich, aber ich weiß es eben nicht. Klar, je mehr Leser man erreichen kann, desto sinnhaftiger fühlt es sich an. Das Internet gibt uns das Gefühl, als könnten wir etwas erreichen. Aber ist das nicht eine Art Ventil?

Wir planen, diskutieren, lassen Dampf ab und hinterher sind wir wieder brave Bürger. Wie mühen uns in unserem Rädchen ab, damit das große Räderwerk weiter so funktioniert wie immer. Gut, dass wir drüber geredet haben…

Immer wieder denkt Frau Henner nach, einen Schritt weiter zu gehen. Wie wäre es, dort zu sein, wo tatsächlich Entscheidungen getroffen werden?

Es scheitert an dem vagen Gefühl, dort nicht hinzugehören. Ja ja, Frauen und ihr Gefühl… Frau Henner muss erst noch ein bisschen an sich selbst wachsen. Vielleicht hilft ihr ja dieser Blog dabei.

 

Viele Grüße aus der Provinz von eurer Frau Henner