Archiv der Kategorie: Küchenpsychologie

Von der Wirksamkeit

Liebe Leser,

diese Herbstferien nutze ich nur für mich, dabei war ich gar nicht fertig und ferienreif, wie es manchmal der Fall ist – es sind ja auch die ersten Ferien dieses Jahres und da sollte man doch noch voller Energie stecken, oder? Dann lese ich den Beitrag von Herrn Mess vom Brennen beziehungsweise über das Verbrennen und ich finde mich wieder, obwohl ich mich in einer definitiv anderen Lage befinde. Natürlich habe ich längst bemerkt, dass Herr Mess nicht mehr so häufig bloggt, und es schade gefunden, aber mir gedacht: „Wird er wohl viel um die Ohren haben…“ Und genau das scheint der Fall zu sein. Da ist ein engagierter Lehrer, der sich mit so vielen Dingen beschäftigt und damit momentan auch nicht glücklich wird. Vielen Dank, Herr Mess, dass du so ehrlich darüber schreibst.

Meine Ausgangssituation ist eine völlig andere, weil ich die Schule gewechselt und dabei keine Funktionsstelle übernommen habe. Ich bin jetzt nur noch Lehrer. Ha, was für ein Satz! Was bin ich denn sonst?

Jeder, der an einer Schule unterrichtet, weiß, dass nicht nur der Unterricht zu den Aufgaben gehört. Gut, Klassenlehrer bin ich und da ist einiges zu tun, davon aber ein anderes Mal. Durch meinen Wechsel bin ich aber aller meiner Funktiönchen, die sich im Laufe der Jahre angesammelt haben, enthoben worden. Keine Mitarbeit im Schulentwicklungsteam mehr, keine Grundschulkooperation, kein Krisenteam usw. Also sollte es mir doch gut gehen. Ich bekomme mein Gehalt und muss viel weniger dafür tun, ist das nicht ein Traumzustand?

Ist es nicht.

Der Stillstand um mich herum lähmt mich selbst. Ich verbrenne nicht, um im Bild von Herrn Mess zu bleiben, ich erkalte eher. Gibt es hier überhaupt ein Schulentwicklungsteam? Ist mir bis jetzt nicht untergekommen, woran sollten die denn arbeiten, ist doch alles so toll hier? Die Grundschulkooperation ist nicht wirklich eine Kooperation, aber der Abteilungsleiter, der sich darum kümmert, fand neulich auch, dass hier doch alles ziemlich gut laufe. nicht wahr?, wie soll man sich da als Neuling einbringen?

In meinem Elternhaus habe ich gelernt, dass man sich erst einmal zurückhält und beobachtet, wenn man irgendwo neu ist. Man schreit nicht gleich: Ich, ich, ich weiß, wie es besser geht! Schließlich hat das Bestehende auch seine innere Logik und die will erst einmal erkundet sein. Also halte ich mich zurück und strecke zaghaft meine Fühler aus. Dabei beobachte ich eine Kollegin, die ganz ähnliche Ziele verfolgt wie ich. Sie ist mir gleich sympathisch, leider haben wir so gut wie nie Zeit uns zu unterhalten, da sie einen gegenläufigen Stundenplan zu meinem hat. Nennen wir sie Frau Schwätzinger, Heidrun, denn sie hat mir schon das Du angeboten. Heidrun versucht also in den fünf Minuten, die wir uns am Kopierer treffen, mich davon zu überzeugen, mich hier und da einzubringen, weil endlich mal jemand gekommen sei, der auch Interesse an Veränderungen habe. Heidrun freut sich. Heidrun versucht nämlich seit fünf Jahren, die sie schon an der Schule ist, etwas zu bewirken. Leider erfolglos. Genau deshalb freue ich mich nicht. Seit fünf Jahren versucht diese Frau mit Engagement schon kleine Veränderungen zu bewirken, aber alles bleibt, wie es ist. Da soll ich motiviert werden? Es versetzt mir regelrecht einen Stich, wenn ich höre, wie Frau Schwätzinger in der Fachkonferenz über den Mund gefahren wird, als sie ein heikles Thema anspricht. Ja, man wisse, dass Sie das wichtig finde, aber das hätte jetzt keinen Platz in der Tagesordnung, ein anderes Mal. Fünf Jahre ein anderes Mal?

Und das ist der Grund für mein Erkalten. Diese Schule gibt mir nicht das Gefühl, gebraucht zu werden. Als Lehrer ja, damit der Schulbetrieb funktioniert. Gut, das ist ein wichtiger Teil meines Berufs. Aber das ist nicht alles. Ich will nicht wie Frau Schwätzinger werden, die voller Ideen ist und doch ständig gegen Mauern rennt. Also beginne ich, mich von meinem eigenen Tun zu distanzieren. Das ist das Gegenteil von Brennen, aber es hat die gleiche Ursache. Ich spüre die Wirksamkeit in meinem Tun nicht. Es geht gar nicht darum, wieviel man tut. Belastung kann sehr unterschiedlich wahrgenommen werden. Es geht darum, ob das, was man tut, eine Wirksamkeit erzielt.

Nun können manche auflachen und sagen: Was hat Frau Henner da für Luxusprobleme, frag doch mal den Fließbandarbeiter, ob er seine Arbeit als wirksam empfindet. Und da widerspreche ich. Das ist kein Luxusproblem und es geht nicht um die gesellschaftliche Anerkennung, die eine Tätigkeit erfährt, es geht um das subjektive Empfinden und das ist kein Luxus, sondern essentiell. Ein Fließbandarbeiter kann zufrieden nach seinem Tagwerk nach Hause gehen, wenn er sich in dem Unternehmen wohlfühlt, oder er kann geschafft nach Hause kommen und krank werden, wenn er seine Arbeit als stupide und sinnentleert wahrnimmt. Und so kann es auch einem Akademiker gehen. Und das wird am Ende zu einem gesellschaftlichen Problem, denn Unzufriedenheit macht auf die Dauer nicht nur die Seele krank.

Nun ist Frau Henner, ihr solltet sie ja nun schon kennengelernt haben, niemand, der sich seinem Schicksal ergibt. Frau Henner schmiedet Pläne. Und seit sie das tut, geht es ihr besser. Frau Henner hat wieder ein klares Ziel vor Augen. Sie strebt einfach nach mehr Wirksamkeit und hat kühl kalkulierend mehrere Optionen aufgestellt, was das in ihrem konkreten Fall bedeuten kann. Alles ist auf den Tisch gekommen. Und dann hat Frau Henner ausgesiebt. Dazu hat sie sich sogar Hilfe geholt. Wem kann man vertrauen, wer kennt sich aus in diesem Schulwirrwarr, wer kann Auskünfte geben über die Gepflogenheiten eines Regierungspräsidiums, wer hat genügend Erfahrung? Und dieser Jemand zeichnet mir kein gutes Bild von meinen Möglichkeiten, aber macht mir dennoch Mut, ich bin ein Sklave meines Regierungspräsidiums, eine bloße Nummer, die eine Planstelle besetzt. Aber da genau sehe ich eine Chance. Seit ich diese Chance sehe, geht es mir besser. Weniger Kopfschmerzen, weniger Erschöpfung, wieder mehr Energie. Ein kleines Leuchten kommt zurück.

Mir ist klar geworden, dass ich nicht den einen Plan B brauche, sondern mindestens drei, ich habe vier Pläne, nach dem Motto: Wenn der erste nicht klappt, versuche ich den zweiten, dann den dritten… denn mir ist ebenso bewusst geworden in den letzten Wochen, dass ich Ziele brauche. Ich werde nicht verbrennen, aber auch nicht erkalten. Dazu muss ich selbst etwas tun, denn niemand wird auf mich zukommen. Aber man kann erst dann etwas tun, wenn man sein Problem klar erkannt hat.

Frau Schwätzinger hat mir dabei geholfen, indem sie mir, ohne es zu wollen, einen Spiegel vorgehalten hat, der einen Prozess beschleunigt. Ich werde weiterhin zuhören und beobachten und gleichzeitig meine Pläne weitertreiben, ohne dies nach außen zu tragen, denn das Problem ist meines, nicht das der anderen, sie fühlen sich wohl. Wer bin ich denn, dass ich mich da einmische?

Und dann denke ich an die Schüler. Da gibt es eine Klasse, die ich sehr ins Herz geschlossen habe – und sie mich, das ist ja häufig ein wechselseitiger Prozess. Sie haben mir schon erzählt, was sie alles sch*e an der Schule finden, Jugendliche drücken sich eben einfach direkter aus. Und gleichzeitig haben sie mich regelrecht gebettelt, doch nicht wieder von der Schule zu gehen. Als ob man das einfach so könnte…

Es gibt also auch Gründe, hier weiterzukämpfen. Aber das geht nur, wenn Frau Henner wieder leuchtet, erkaltet geht da gar nix. Dann macht sie nur Dienst nach Vorschrift. Und damit kommt unserer Gesellschaft über kurz oder lang nicht weiter. Und das ist kein marginales Problem von Frau Henner. Dieses Problem haben viele Menschen. Auch die Fließbandarbeiterin, der Verkäufer und sogar der Mitarbeiter im Regierungspräsidium.

Viele Grüße aus der Provinz von eurer Frau Henner

 

 

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SW 37: Jan am Ende – am Ende noch einmal Jan

Liebe Leser,

es gibt die witzigen Kinder, die den Lehrer bewusst oder manchmal auch unfreiwillig zum Schmunzeln bringen, die stillen, die sich schlecht einschätzen lassen, die langweiligen, an die man schnell keine Erinnerung mehr hat, die strebsamen, deren Namen man noch Jahre später kennt, die Rabauken, die einem das Leben von Zeit zu Zeit schwer machen, die vom Schicksal geschlagenen, die das Mitleid herausfordern, und dann gibt es Jan.

Jan hat mich zwei Jahre lang begleitet oder besser gesagt ich ihn. Er hat wild um sich geschlagen, unflätig herumgeschrien, war immer als erster fertig und uneinsichtig, wenn man ihn bat, sorgfältiger zu arbeiten. Neben Kindern wie Jan will in der Regel kein anderes Kind sitzen. Also sitzen Jans oft allein und meist erste Reihe, damit man sie ständig im Auge hat. Und Jans genießen diese Aufmerksamkeit, denn sie brauchen sie. Jan würde alles tun, um vom Lehrer beachtet zu werden.

Es geht gar nicht anders, ich schenke ihm mehr Beachtung als jedem anderen Kind in der Klasse. Ich sehe, wenn er wieder unleserlich schreibt und halte einfach nur meinen Zeigefinger in sein Heft, dann weiß er schon, was los ist. Jan kommt immer dran, wenn er sich meldet, Jan stellt inzwischen seine Exklusivfragen flüsternd und ich beantworte sie häufig. Ab und zu mahnt ihn mein Blick, bevor etwas Schlimmeres passiert. Viel nonverbale Interaktion zwischen Lehrertisch und erster Reihe hat dazu geführt, dass Jan sich halbwegs einfügt.

Jan hat sich dadurch enorm verbessert.

Nicht nur seine Leistungen wurden stetig besser, auch sein Verhalten hat sich verändert. Er muss nicht mehr sofort herausplatzen, was ihn anbelangt, er lässt andere zu Wort kommen und er beteiligt sich sogar in Gruppenarbeiten. Über Wochen erhalte ich keine Elternmails mehr. Yeah! Es wird Zeit, ihn aus der Eins-zu-eins-Betreuung zu entlassen. Andere Kinder haben auch ein Recht darauf. Und ich selbst muss ebenso mit meinen Kräften haushalten.

Die letzten Wochen des Schuljahres schienen mir für dieses Experiment besonders gut geeignet. Also: Jan fort aus der ersten Reihe und als Mitglied einer inzwischen funktionierenden Klassengemeinschaft mitten hinein zu den Kameraden.

Schon nach wenigen Tagen fällt mir auf, dass mit Jan etwas nicht stimmt. Er meldet sich kaum mehr und war doch vorher kaum zu bremsen. Da ich mich nun endlich mehr um andere Kinder kümmern kann, kommt mir das ganz recht. Dann fängt er an zu zucken. Nun ja, Ticks haben Kinder immer mal. Wird schon vorüber gehen. Aber das Zucken ist wirklich auffällig. Selbst Kollegen sprechen mich darauf an. Es dauert nicht lange, bis die ersten Mails wieder einsetzen. Was denn los sein in der Schule, weil die Frau Mama wissen. Jan wäre so bedrückt. Auch zuhause gehe es schlechter. Ob ich da etwas wisse?

Unser Schuljahresabschlussausflug steht an. Die Eltern sind über alle Eventualitäten informiert, bitte genügend Essen und Trinken mitgeben… Jan hat nichts dabei. Aber er lügt mich an. „Mein Essen habe ich im Rucksack“, sagt er, als ich ihn frage, ob er Hunger habe, weil mir auffällt, dass er ständig seine Klassenkameraden um Süßes angeht. Da Jan aus einem sozial abgesicherten Elternhaus kommt, denke ich mir, wird er genauso umsorgt sein wie alle anderen Kinder. Am Anfang geben sie ihm noch etwas, irgendwann reicht es ihnen jedoch. Da kommt heraus, dass er auch nichts zu trinken hat. Und auch nicht die Regenjacke, die wir so dringend benötigen, weil es gegen Abend zu einem heftigen Gewitter kommt. Wie ein Häufchen Elend sitzt er frierend unterm Unterstand, während die anderen Kinder munter Spaß miteinander haben, ihre Wurstbrote vertilgen und aus Thermoskannen Kakao trinken. Und dann tickt Jan aus.

„Ihr Hurensöhne, ihr verf*ten A*schgesichter ihr…“, schreit er und stürzt sich auf die am nächsten stehende Kindergruppe, um wahllos auf sie einzuschlagen und zu würgen. Aber sie wehren sich und Sekunden später steht Jan vor Wut bebend auf der einen Seite und die Klasse zutiefst erschrocken auf der anderen und ich dazwischen. Das Gewitter ist vorüber, der Regen nur noch sanft, wir könnten weitergehen. Mit ein paar beruhigenden Sätzen und Kopfnicken schaffe ich, dass die Klasse friedlich weiterzieht, Hauptsache erst einmal weg von Jan. Der ist allerdings nicht zum Weitergehen zu bewegen.

Es braucht viel Geduld, viel Gelassenheit und ein paar pädagogische Tricks, aber alle Kinder kommen gesund und munter ans Ziel. Selbst Jan. Und seine Klassenkameraden sind noch nicht einmal besonders verstimmt. Verwundert über ihre Größe, aber erleichtert über die Deeskalation falle ich auf die Bank der Schenke.

Später ruft Jans Mama an. Nach zwei, drei Sätzen bricht die Stimme, sie weint. Jan sei so unkontrollierbar geworden. Sie wisse nicht mehr, was sie tun solle. Natürlich habe er Essen mitbekommen, aber er habe nichts haben wollen. Am Handy kann ich kein rechtes Gespräch mit ihr führen. Hier in den dichten Wäldern des Südens habe ich kaum Empfang. Zudem habe ich schon so viele Gespräche geführt, auch Jans Mama hat von mir ungleich mehr Aufmerksamkeit erhalten als alle andere Eltern. Jetzt möchte ich nur noch mein Abendessen. Und danach werde ich mit den Kindern Karten spielen. Jeder soll heute schöne Erinnerungen sammeln. Es war ein wunderbarer Tag, den lassen wir uns nicht durch Jan verderben. Jan kann gerne mitspielen. Niemand schneidet ihn. Die Abendsonne taucht alles in ein sanftes Rosa.

Ach, sollen sich die nächsten Lehrer um Jan kümmern. Nächstes Schuljahr. Es gibt Grenzen. Meine ist hier erreicht. Ich schlage sowieso einen Familientherapeuten vor. Jans Problem liegt viel tiefer, als ein Pädagoge vordringen könnte. Aber wenn sich gar niemand kümmert, haben wir hier einen potenziellen Gewalttäter sitzen.

Nach dem Abendessen sind alle bester Laune – auch Jan. Wir spielen Karten – alle gemeinsam. Es wird viel gelacht und geträumt und in den Sommerabend gelauscht. Was das Leben uns wohl so bringt?

Als die Eltern die Kinder abholen, verabschieden sich einige Kinder mit strahlenden Gesichtern, ein paar Eltern nicken mir immerhin zu. Zwei Mamas bedanken sich für diesen gelungenen Abschluss und führen noch einen kurzen Schwatz mit mir. Jan verschwindet ohne jede Spur, seine Eltern sehe ich nicht. Das Problem sitzt ganz, ganz tief.

Aber ich mache mir trotzdem noch einen schönen Abend. Ich kann nicht die Last der Welt tragen. An diesem Tag bin ich für alle Kinder dagewesen – nicht nur für Jan. Punkt.

 

Viele Grüße aus der Provinz von eurer Frau Henner

SW 34: Abschied von der Kindheit

Liebe Leser,

Lucy steht vor mir und hat Tränen in den Augen. Sie umarmt mich spontan, was so gar nicht ihre Art ist. Da muss ihr Herz schon schwer sein. Seit Wochen spürt sie das nun. Alles wird anders, nichts bleibt bestehen. Vielleicht hilft eine feste Umarmung in dieser unsicheren Zeit.

Das Schuljahr neigt sich dem Ende. Ihre Lehrerin wird die Schule verlassen. Die Mama wird gehen. Herr Henner überlegt sich auch, ob er sich beruflich verändern sollte. Selbst der kleine Leo hat nur noch wenige Tage im Kindergarten. Alle diese Veränderungen scheinen mit ihrem endgültigen Abschied von der Kindheit zusammenzutreffen. Morgens ist Lucy hundemüde und kann abends nicht mehr zeitig einschlafen. Lucy wird, ob sie will oder nicht, zum Teenager. So reif und verantwortungsvoll sie auch scheint, leicht ist das nicht.

Dazu kommt, dass das Neue so ungewiss ist. Keiner von uns schwelgt in einer Anfangs-Euphorie. Wir alle sind in den letzten Wochen so mit Tätigkeiten eingedeckt, dass wir keine Zeit zum Träumen haben, Luftschlösser ungebaut lassen, ganz realitätsgewiss anerkennen, dass das Leben einfach weitergeht – mehr nicht. Immer einen Schritt nach vorn, zurück geht ja nicht.

Auch privat gab es diese Jahr so viele Abschiede, dass sich unser Leben ändern musste. Eine gute Freundin hat den Kontakt ins Oberflächliche abdriften lassen, weil ihr zu mehr die Energie fehlt, ein anderer guter Freund ist plötzlich verstorben, selbst unter uns Geschwistern leben wir so unterschiedliche Lebensvorstellungen, dass eine Zusammenkunft mühsam und wenig bereichernd scheint und im Grunde nur den Eltern zuliebe stattfindet. Sicher sind das normale Entwicklungen, aber es fehlen in solchen Umbruchsphasen die Menschen, die diese Leerstellen wieder neu besetzen. Es gilt, Vertrauen aufzubauen, und das fordert Zeit. Wer hat die schon…

Wer nimmt sie sich…

Zum Glück hat Lucy ihre Freundinnen. Eine davon darf uns auch ab und zu besuchen oder umgekehrt. Die andere dürfte, aber tut es nicht, die dritte darf nicht, warum auch immer. Die Eltern finden immer Ausreden, ihr Kind bei sich zu Hause einzusperren zu behüten. Aber immerhin haben die vier in der Schule eine Menge Spaß miteinander – da haben die Eltern keine Handhabe – zum Glück!

Sie haben sich erst in der sechsten, siebenten Klasse so richtig gefunden und das zeigt mir, dass es sich hier um echte Freundschaften handelt, Menschen, die Zeit miteinander verbringen, weil sie sich mögen – so unterschiedlich sie im Einzelfall auch sind. Lucy wird später erfahren, wie wichtig dieser Jugendschatz eigentlich ist, den sie da besitzt.

Dann, wenn die Menschen sich entscheiden müssen zwischen Familie, Liebe, Freundschaft und Beruf, weil sie alles eben nicht mehr unter einen Hut bringen, weil sie alles so perfekt machen wollen, weil sie Angst haben, im Leben etwas zu verpassen, nicht voranzukommen, weil sie erschöpft sind.

Manchmal träume ich von einem einfachen Leben mit wenig Bedürfnissen.

Was gehört dann dazu? Ein guter, ruhiger Platz zum Leben, die Nähe der Kinder und Eltern, Vertraute, die einem zuhören und die sich an einen wenden. Genug zu essen, Wärme und das Gefühl von Geborgenheit. Anerkennung für das, was man tut. Raum zum Träumen, die Gewissheit einer Zukunft. Ein Gestaltungsspielraum. Das ist für mich der wahre Luxus.

Urlaub mit dem Flugzeug, großes Auto, Glitzer-Bling-Bling – das gehört alles nicht dazu. Für mich. Aber mir ist sehr wohl bewusst, dass ich damit viel anspruchsvoller bin als manch anderer. Und doch glaube ich ganz tief in mir drin, dass wir im Grunde alle auf der Suche nach dem einfachen Leben sind, weil der Weg dahin aber kompliziert ist, schieben wir es in den Bereich der Utopie. Materielle Bedürfnisse lassen sich leichter befriedigen und geben einem oberflächlich gesehen sehr wohl das Gefühl eines guten Lebens.

Lucy steht an einem Scheideweg, weil sie genau das erkennt. Die Geborgenheit der Kindheit entlässt sie nun in die unsichere Welt der Erwachsenen. Da dürfen ein paar Tränen fließen. Sie hat noch ein paar Jahre, bis sie ganz aus sich heraus stark sein muss.

Das wird ein langer Abschied.

 

Viele Grüße aus der Provinz von eurer Frau Henner

Pfingsten 1: Melancholie

Liebe Leser,

am letzten Freitag vor den Pfingstferien trage ich die ersten beiden großen Kisten aus dem Schulhaus, denn ich habe angefangen aufzuräumen. Was sich alles so angesammelt hat! Ordner, Bücher, lose Blattsammlungen. Da noch ein wenig Zeit ist, setze ich mich an den kleinen Teich im Park und betrachte die blühenden Uferblumen, die Vögel, die Libellen… und da überkommt mich zum ersten Mal das Gefühl der Wehmut. Wahrscheinlich liegt das an den Kisten – sie machen alles endgültig. Ich ziehe aus aus meinem bisherigen Schulleben.

Dann setzt sich Lucy zu mir ins Auto und meint: „Du Mama, ich bin heute so melancholisch, jetzt wird wohl alles anders werden.“ Ja, diese Ferien sind die letzten, nach denen ich noch einmal in mein kleines Landgymnasium zurückkehren werde. Dass Lucy das auch so empfindet, berührt mich fast noch mehr. Der schwarze Hund wird den ganzen Nachmittag lang noch um uns herumschleichen.

Dann räume ich mein Arbeitszimmer auf. Dieses Schuljahr ist nicht mehr viel zu tun, da lohnt es sich, auch hier einmal gründlich klar Schiff zu machen. Zu viel ist in den letzten anstrengenden Wochen liegen geblieben. Auch Lucy räumt ihr Zimmer auf. Sonst kann man ja gar nicht gemütlich in die Ferien gehen, meint sie. Putzen hat etwas Kathartisches.

Während ein Teil Deutschlands sich schon wieder auf die Sommerferien vorbereitet, liegen vor uns noch einige Schulwochen. Noch zähle ich sie nicht rückwärts. Denn jetzt bin ich soweit, dass ich in dieser Zeit tatsächlich Abschied nehmen werde. So vieles ein letztes Mal – ganz bewusst. Um nicht in einen Unruhezustand zu fallen, habe ich mich mit vielen Büchern eingedeckt, werde Freunde treffen, Musik machen, Rosen beschneiden und bloggen. Der Sommer kann kommen!

 

Viele Grüße aus der Provinz von eurer Frau Henner

SW 27: Die Lücke, die der Teufel lässt

Liebe Leser,

unsere Welt verändert sich so rasant, dass man dies manchmal erst aus einer gewissen Distanz heraus wahrnimmt, weil man ansonsten in diesem Strudel mitschwimmt und kaum Zeit hat, dies zu reflektieren. Nun lebe ich selbst zwar nicht auf einer Insel der Glückseligkeit, aber doch in einer überaus komfortablen Situation – global betrachtet allemal. Aber ich lebe nicht im Mainstream. Immer wieder merke ich, wie da ein Leben scheinbar an mir vorüberzieht, was so wenig mit mir zu tun hat. Selbst Lucy ist kein Korrektiv, da diese junge Dame ebenfalls nicht im großen Schwarm mitschwimmt. Immer wieder bin ich erstaunt, wie kritisch sie ihre Umwelt wahrnimmt, wie sie sich gegen Entwicklungen sperrt und ein eigenes Wesen ausgeprägt hat, wo sich andere noch auf der Selbstsuche befinden. Lucy besitzt noch immer kein Handy, keinen WhatsApp- oder Facebook-Account, wünscht sich lieber ein National-Geografic-Abo zum Geburtstag und macht sich gerne über die Schminktussis aus ihrer Klasse lustig, die das alles nicht verstehen können. Auch aus dieser Abgrenzung heraus entwickelt sich Identität. Heute Abend wollen wir gemeinsam Micheal Moores „Where to invade next“ anschauen. Über sowas unterhält man sich im Hause Henner, dafür kenne ich nicht die Namen der angesagten Yuo-tuber und Musically-Stars.

Aber diese Woche passiert mir auch das Internet. Eigentlich wollte ich nur eine Lehrerseite besuchen, werde dort auf ein Video hingewiesen, klicke es an, lande bei einer Bildungsdebatte und auf You tube. Ihr kennt das alle, diese kleinen Videohinweise am rechten Rand verführen zu weiteren Klicks. Und zwei Stunden späten sitze ich fertig und mit Kopfschmerzen immer noch vor diesem Rechner. Allerdings ist nichts mehr mit Bildungsdebatte. Über TV-Ausraster bin ich zu Game-Ausrastern gekommen und irgendwann bei erstaunlichen Fehlbildungen gelandet, so Menschen, die ihren Kopf nicht oben halten können und schließlich: Geister. Es gibt sie echt!

Warum schaue ich mir diesen Sch* an? Warum hockt eine gebildete Frau nachmittags um halb fünf vor einen dämlichen Gerät und hört egomanen Typen zu, die irgendwelche verpixelten Amateurvideos totlabern? Ich fasse es nicht!

Das ist mir bis jetzt so noch nie passiert. Ich sehe das Internet als Arbeitsmedium, mache es an, erledige meinen Kram und surfe höchstens noch ein paar Minuten, um ein Produkt nachzuschauen, was ich hier auf dem Lande in keinem Laden bekomme. Dann schließe ich das Internet und den Computer wieder und widme mich dem analogen Leben. Denn das findet nämlich tatsächlich statt.

Für viele junge Menschen aber nicht mehr. Noch erscheint uns das nicht bedrohlich, vielleicht weil es bequem ist. Die Kinder sind im Haus, man muss keine Angst um sie haben, kann sich selbst belügen, dass sie so ihre Medienkompetenz schulen würden, und die Kinder nerven nicht. Stundenlang sitzen sie vor ihren Geräten und gucken sich Videos an.

Habt ihr mal in diese Videos angeschaut? Da erklären zum Beispiel Schülerinnen anderen, wie man sich schminkt, wie man sich die Haare macht, wie man sich stylt, warum welches dm-Produkt cool ist und warum das andere absolut nicht geht. Es ist so hohl… Diese Hohlheit ist nur ein Problem, denn es bleibt zudem immer das Gefühl der Unzulänglichkeit. Entweder ist man es selbst oder das eigene Leben. Denn alles, was da draußen im Netz passiert, scheint spannender als das eigene Leben. Ist ja auch keine Kunst, wenn man im Zimmer hockt! In der Wahrnehmung eines jungen Menschen entsteht so das Gefühl von Unzufriedenheit.

Ihr werdet sagen, war bei uns auch schon so, wenn wir die BRAVO gelesen haben. Stimmt, da blieb auch manchmal dieses leere Gefühl, aber es wurde schnell relativiert, weil es das richtige Leben draußen noch gab und dieses die Hauptsache war. Was machen aber die normalen Zwölfjährigen heute? Sie gucken stundenlang solche Videos. Da ist nichts mehr mit Korrektiv. Die Kinder von heute erlangen so eine verzerrte Vorstellung von Leben. Der Sinn des Lebens scheint nur noch darin zu stehen, das eigene Ich gnadenlos ins Rampenlicht zu stellen. Ich. Bin. Wichtig.

Und wo ist nun die Lücke? Genau da.

Denn der hohe Internet-Konsum bewirkt dieses Ich-Sucht-Gefühl, aber er kann es nicht befriedigen – denn es sind ja immer die anderen, die toll aussehen, das spannende Leben haben und das absolut faszinierende, coole Untergehen unserer Welt kommentieren. Eltern verstehen das sowieso nicht. Und die Freunde? Naja, mit denen teilt man die Videos, denn es sind Wegbegleiter zum selben Ziel – also letztlich Konkurrenten.

Und während eine ganze Generation ihre Tage mit dem Gefühl verbringt, gar nicht am richtigen Leben teilhaben zu können, denn das Leben ist doch nicht der öde Alltag zuhause, es ist der Glamour im Netz – da will man rein, aber wie kommt man bloß in dieses Netz? – während also eine ganze Generation für das analoge Leben abstumpft, geschehen da draußen tatsächlich wichtige Dinge, bei deren Lösung wir genau diese Menschen in einer nahen Zukunft brauchen werden.

Vier Stunden soll ein Jugendlicher schon am Tag im Netz sein. Vier Stunden. Da kann man schon mal Fiktion und Wirklichkeit aus dem Blick verlieren. Ich bekomme davon nur Kopfschmerzen. Also werde ich jetzt den Computer wieder herunterfahren und entweder einen langen Waldspaziergang machen (Berg runter und wieder hoch, damit der Kreislauf in Schwung bleibt) oder ein Buch über neurowissenschaftliche Erkenntnisse lesen (damit die grauen Zellen in Schwung bleiben), Lucy fährt inzwischen alleine Fahrrad, denn die Gleichaltrigen sind ja nicht zum Rausgehen zu bewegen und der kleine Leo baut im Garten einen Turm für Käfer. Auch allein.

 

Viele Grüße aus der Provinz von eurer Frau Henner

 

SW 22: Blickkontakt

Liebe Leser,

heute wage ich mich an ein heikles Thema. Denn da ist dieser Schüler. Ich mag ihn. Er ist in der Oberstufe, sieht ganz gut aus, ist schlau, höflich, nicht mainstream, sondern eher ein bisschen Außenseiter, ohne ein Nerd zu sein. ABER ich mag ihn nicht mehr als andere nette Schüler – und da gibt es in meiner Oberstufe ein Menge liebenswerter Menschen.

Mit diesem Schüler ist allerdings etwas anderes. Er sitzt in der ersten Reihe und er schaut mich zu lange an. Manchmal, ganz unvermittelt fängt er im Unterricht meinen Blick und guckt mich einfach an. Er lächelt nicht, er schaut auf eine seltsam intensive Art.

Und ich gucke zurück. Schließlich kann ich nicht schamvoll den Blick senken. Da ist keine Scham. Ich muss mich nicht verstecken. Natürlich zwinkere ich ihm nicht zu oder mache irgend etwas Zweideutiges. Ich versuche, genau so zu gucken, wie ich auch andere Schüler anschaue: mit offenem, meist freundlichem Blick. Und er guckt weiter zurück. Noch eine Sekunde und noch eine und noch eine…

Mit keinem anderen Schüler habe ich einen solchen Blickkontakt. Schließlich gibt es in jeder Gesellschaft dafür Regeln. Wer blickt wen wie lange an, bis der andere wegguckt. Schüler gucken in der Regel schnell weg oder lächeln einen freudig an. Lange Blicke bedeuten etwas, tiefe meist etwas Erotisches.

Läuft da was?

Nö, kann ich nicht behaupten. Da knistert nichts. Und ich denke schon, dass ich eine Antenne dafür hätte. Warum guckt er dann so? Merkwürdigerweise beachtet er mich im Schulhaus gar nicht weiter, grüßt normal wie jeder andere Schüler, den ich unterrichte. Warum dann im Unterricht? Da schon wieder! Alle Schüler schreiben etwas, er schaut mich an. Die Sekunden verstreichen. Er lässt sich Zeit.

In meinem Alter – hüstel, hüstel – kann ich ganz gelassen bleiben und sogar lächeln. Hach, jetzt hat er sogar zurückgelächelt und schreibt wie alle anderen. Es sind doch die kleinen Momente, die einen Tag bedeutsam machen können.

 

Viele Grüße aus der Provinz von eurer Frau Henner

SW1: Die selbsterfüllende Prophezeiung

Liebe Leser,

während manch Lehrer in Deutschland schon langsam wieder zu den Herbstferien schielt, ist in Baden-Württemberg gerade einmal die erste Schulwoche herum, aber Hauptsache wir zentralisieren das Abitur… nun ja, da war die Aufregung bei den Deutschlehrern groß, als ihnen diese Woche bewusst wurde, was das terminlich bedeutet. Dazu vielleicht ein andermal, heute geht es nicht um das Deutschabitur, sondern nur um mein Erleben dieser ersten Schulwoche, SW1.

Doch erst noch ein Schritt zurück.

Im Studium mussten wir ein sogenanntes Pädagogisches Praktikum absolvieren, das heißt, es ging nicht um die Fächer, sondern die Studenten sollten vermehrt auf pädagogische Belange achten. So kam es, dass ich in diesem Praktikum in zwei achten Klassen mitlief, egal welches Fach sie gerade hatten. Das Thema meiner dazugehörigen pädagogischen Arbeit war schnell gefunden: die self-fulfilling prophecy, die selbsterfüllende Prophezeiung.

Eine achte Klasse galt als nett, lieb und leistungstechnisch ganz okay, die andere, nun ja, die andere war das schwarze Schaf. „Das sind solche Rabauken“ wurde im Lehrerzimmer schnell verknüpft mit „Die können nichts“. Und nun ging es mir darum, ob dem tatsächlich so ist, und, wenn ja, ob das Urteil der Lehrer sich auf die Atmosphäre in der Klasse und dann auch auf die Leistungen ausgewirkt hat oder umgekehrt.

Ich weiß nicht mehr exakt, zu welchem Schluss ich kam, aber ich war zumindest für dieses Thema sensibilisiert. Mir ist klar, dass die selbsterfüllende Prophezeiung tatsächlich ein Problem ist. Natürlich höre ich Urteile, natürlich werde ich beeinflusst, aber ich bemühe mich, mir diesen Prozess bewusst zu machen und mich selbst immer wieder zu ermahnen, dass ich wachsam bleibe, selbst urteile und jeder eine neue Chance verdient hat. Damit meine Meinung nicht am Ende dazu führt, dass Schüler dann unbewusst dieser Meinung entsprechen.

Also gehe ich am Montag ganz locker fröhlich in meine Klasse. Den schwarzen Spätsommerhund habe ich längst verscheucht.

Es funktioniert nicht. Einzelne Kinder enttäuschen mich mit ihrem kaum versteckten Egoismus so, dass meine Stimmung merklich abkühlt. Ich merke das, hoffentlich die Kinder nicht! Als ich dann enthusiastisch unser diesjähriges Klassenprojekt vorstelle (Lucy ist schon ganz neidisch auf meine Klasse, weil sie so was Cooles machen darf…), kommt kein Jubel, kein Glanz in den Augen, dafür ganz offen die Frage, was man denn davon habe… „Kann man da auch was gewinnen?“

Und da platzt mir innerlich der Kragen, aber mir wird auch schlagartig klar, welches Problem viele Kinder haben. Sie arbeiten, machen meist, was man ihnen sagt, aber es fehlt die Begeisterung, weil sie keine intrinsische Motivation haben. In der Grundschule haben sie für die nette Lehrerin und die Eltern geschafft, für die sehr gute Note und die Belohnung, die viele sicher erhalten haben. Das sind normale Prozesse, aber wenn man es übertreibt, zum Beispiel nur die Note gelobt wird und nicht ein wirkliches Interesse am Können des Kindes gezeigt wird, an den Themen, mit denen es sich beschäftigt, kann das leider dazu führen, dass gar keine innere Motivation mehr aufgebaut wird. Dann geht es nur noch um die Note oder das Geschenk.

Und nun? Was biete ich? Frau Henner hat keine kleinen Belohnungsgeschenke, die erwartet echt, dass man einfach nur Freude an der Sache haben könnte. „Wir machen das gemeinsam! Ein tolles Projekt, kein normaler Unterricht, wir können uns das alles selbst ausdenken und dann vor einer richtigen Jury präsentieren…“, Frau Henner zieht schelmisch die Augenbrauen hoch, sie würde am liebsten sofort loslegen – so ein tolles Projekt! Und was springt für uns dabei heraus?

Und so erlebe ich diese Woche als eine Achterbahn der Gefühle. Wenn ich in meiner Klasse bin, mache ich halt meinen Unterricht, nicht weniger, aber auch nicht mehr. Und wenn ich in der Oberstufe bin oder wieder in meiner „alten“ Klasse in der Mittelstufe, dann freue ich mich, werde auch freudig begrüßt, wir grinsen und lachen und lernen wie nebenbei auch noch Neues. So geht es täglich auf und ab.

Aber ich gebe nicht auf – ich möchte die Kinder mitreißen, das Projekt ist viel zu cool, als dass sie sich nicht dafür erwärmen können. Das geht gar nicht. Und immerhin bin ich von der Sache begeistert und nach und nach werde ich sie schon noch auf meine Seite bringen, denn es kann doch so viel Spaß machen, etwas gemeinsam zu machen – einfach nur, damit man etwas gemeinsam macht!

 

Viele Grüße aus der Provinz von eurer Frau Henner