Archiv der Kategorie: Lebensweisheiten

SW 34: Abschied von der Kindheit

Liebe Leser,

Lucy steht vor mir und hat Tränen in den Augen. Sie umarmt mich spontan, was so gar nicht ihre Art ist. Da muss ihr Herz schon schwer sein. Seit Wochen spürt sie das nun. Alles wird anders, nichts bleibt bestehen. Vielleicht hilft eine feste Umarmung in dieser unsicheren Zeit.

Das Schuljahr neigt sich dem Ende. Ihre Lehrerin wird die Schule verlassen. Die Mama wird gehen. Herr Henner überlegt sich auch, ob er sich beruflich verändern sollte. Selbst der kleine Leo hat nur noch wenige Tage im Kindergarten. Alle diese Veränderungen scheinen mit ihrem endgültigen Abschied von der Kindheit zusammenzutreffen. Morgens ist Lucy hundemüde und kann abends nicht mehr zeitig einschlafen. Lucy wird, ob sie will oder nicht, zum Teenager. So reif und verantwortungsvoll sie auch scheint, leicht ist das nicht.

Dazu kommt, dass das Neue so ungewiss ist. Keiner von uns schwelgt in einer Anfangs-Euphorie. Wir alle sind in den letzten Wochen so mit Tätigkeiten eingedeckt, dass wir keine Zeit zum Träumen haben, Luftschlösser ungebaut lassen, ganz realitätsgewiss anerkennen, dass das Leben einfach weitergeht – mehr nicht. Immer einen Schritt nach vorn, zurück geht ja nicht.

Auch privat gab es diese Jahr so viele Abschiede, dass sich unser Leben ändern musste. Eine gute Freundin hat den Kontakt ins Oberflächliche abdriften lassen, weil ihr zu mehr die Energie fehlt, ein anderer guter Freund ist plötzlich verstorben, selbst unter uns Geschwistern leben wir so unterschiedliche Lebensvorstellungen, dass eine Zusammenkunft mühsam und wenig bereichernd scheint und im Grunde nur den Eltern zuliebe stattfindet. Sicher sind das normale Entwicklungen, aber es fehlen in solchen Umbruchsphasen die Menschen, die diese Leerstellen wieder neu besetzen. Es gilt, Vertrauen aufzubauen, und das fordert Zeit. Wer hat die schon…

Wer nimmt sie sich…

Zum Glück hat Lucy ihre Freundinnen. Eine davon darf uns auch ab und zu besuchen oder umgekehrt. Die andere dürfte, aber tut es nicht, die dritte darf nicht, warum auch immer. Die Eltern finden immer Ausreden, ihr Kind bei sich zu Hause einzusperren zu behüten. Aber immerhin haben die vier in der Schule eine Menge Spaß miteinander – da haben die Eltern keine Handhabe – zum Glück!

Sie haben sich erst in der sechsten, siebenten Klasse so richtig gefunden und das zeigt mir, dass es sich hier um echte Freundschaften handelt, Menschen, die Zeit miteinander verbringen, weil sie sich mögen – so unterschiedlich sie im Einzelfall auch sind. Lucy wird später erfahren, wie wichtig dieser Jugendschatz eigentlich ist, den sie da besitzt.

Dann, wenn die Menschen sich entscheiden müssen zwischen Familie, Liebe, Freundschaft und Beruf, weil sie alles eben nicht mehr unter einen Hut bringen, weil sie alles so perfekt machen wollen, weil sie Angst haben, im Leben etwas zu verpassen, nicht voranzukommen, weil sie erschöpft sind.

Manchmal träume ich von einem einfachen Leben mit wenig Bedürfnissen.

Was gehört dann dazu? Ein guter, ruhiger Platz zum Leben, die Nähe der Kinder und Eltern, Vertraute, die einem zuhören und die sich an einen wenden. Genug zu essen, Wärme und das Gefühl von Geborgenheit. Anerkennung für das, was man tut. Raum zum Träumen, die Gewissheit einer Zukunft. Ein Gestaltungsspielraum. Das ist für mich der wahre Luxus.

Urlaub mit dem Flugzeug, großes Auto, Glitzer-Bling-Bling – das gehört alles nicht dazu. Für mich. Aber mir ist sehr wohl bewusst, dass ich damit viel anspruchsvoller bin als manch anderer. Und doch glaube ich ganz tief in mir drin, dass wir im Grunde alle auf der Suche nach dem einfachen Leben sind, weil der Weg dahin aber kompliziert ist, schieben wir es in den Bereich der Utopie. Materielle Bedürfnisse lassen sich leichter befriedigen und geben einem oberflächlich gesehen sehr wohl das Gefühl eines guten Lebens.

Lucy steht an einem Scheideweg, weil sie genau das erkennt. Die Geborgenheit der Kindheit entlässt sie nun in die unsichere Welt der Erwachsenen. Da dürfen ein paar Tränen fließen. Sie hat noch ein paar Jahre, bis sie ganz aus sich heraus stark sein muss.

Das wird ein langer Abschied.

 

Viele Grüße aus der Provinz von eurer Frau Henner

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SW 29: Altersmilde

Liebe Leser,

zwischen Blitz und Donner des einen und des nächsten Frühlingsgewitters wagt sich Frau Henner nun doch einmal an den Computer. Das wechselhafte Wetter draußen verdirbt mir die Laune genauso wenig wie die vielen Abitursaufsätze, die es in diesen Wochen gerade zu korrigieren gilt. Und dies, obwohl die Korrekturzeiten diesmal extrem knapp sind.

Ja, in Deutschland befindet man sich auf den ersten, zaghaften Schritten hin Richtung Zentralabitur und daher müssen die Zeiten angeglichen werden, denn es gibt ja nun endlich einen gemeinsamen Pool, aus dem einzelne Aufgabenteile entnommen werden können. Diese vage Formulierung zeigt, dass dies noch alles sehr halbherzig geschieht. Wie sollte es auch anders sein, wenn wir nicht die gleichen Richtlinien für die Oberstufe in allen Bundesländern haben?!

Haben wir in Baden-Württemberg dieses Jahr etwas gemerkt? Nun ja, es war ein ausgesprochen mildes Abitur – heißt es aus den verschiedenen Fachschaften. Mathe bleibt da die Ausnahme, aber das hat wieder ganz andere Gründe.

Das einzige, was wir ansonsten merken, ist nur die knappe Korrekturzeit. Ansonsten ist alles wie immer. Aber nicht mit mir. Obwohl ich nun mehr unter Druck stehen sollte, korrigiere ich die Aufsätze mit einer inneren Gelassenheit durch, die ich noch vor wenigen Jahren so nicht gehabt hätte. Ich muss selbst in der Zweitkorrektur wahnsinnig viel anstreichen, weil der Erstkorrektor – mit Verlaub – einfach keine Ahnung von der deutschen Sprache zu haben scheint. Dabei geht es mir nicht um Spitzfindigkeiten in der Zeichensetzung, sondern um die ganz basalen Regeln der deutschen Orthografie und Grammatik. Einfachste Fehler werden übersehen, dafür völlig korrekte Schreibungen angestrichen. Ein dutzendmal schlage ich irritiert im Duden Wörter nach, deren Schreibung mit eigentlich bekannt ist. Aber wenn der Kollege das als Fehler markiert, werde ich unsicher.

Das Schöne dabei ist: es ärgert mich nicht – nicht die Bohne rege ich mich darüber auf. Ist das schon die einsetzende Altersmilde? Ich nehme einfach meinen grünen Fineliner und streiche den Fehler an, setze am Rand das entsprechende Kürzel und weiter geht die Chose.

Das Leben ist viel zu kurz für unnützen Ärger.

Liebe Grüße aus der Provinz von eurer Frau Henner

SW 28: Die Lücke, die der Teufel lässt 2

Liebe Leser,

es verändert sich noch mehr in unserer Gesellschaft, diesmal geht es nicht ums Internet und die Wahrnehmung von Wirklichkeit, sondern um die heilige Institution Familie. Aber fangen wir mit dem Altern an…

Warum altern wir? Seltsame Frage, oder? Unser Körper wird halt schwach. Aber so meine ich diese Frage nicht. Biologisch gesehen ist es nicht sinnvoll zu altern. Die meisten Lebewesen sterben recht schnell, wenn sie sich nicht mehr reproduzieren können. Anders einige Säugetiere und eben der Mensch. Eine Frau um die 50 kann sich in der Regel nicht mehr ohne fremde Hilfe reproduzieren, hat aber statistisch gesehen noch drei gute Jahrzehnte vor sich. Selbst wenn wir sagen, sie muss ja noch Kinder großziehen, können wir klar behaupten: Im Normalfall bekommt eine Frau zwischen 20 und 40 Kinder und die sind mit 10 Jahren auch in unserer Gesellschaft allein lebensfähig, also was soll das lange Alter?

Wissenschaftler haben natürlich Theorien: Alte Menschen haben Erfahrungen und werden ob dieser Weisheit geschätzt, insbesondere alte Frauen halten durch ihre hohe soziale Kompetenz Gemeinschaften zusammen und sichern so deren Fortbestand. So eine Theorie will aber nachgewiesen werden. Und das versuchen Wissenschaftler natürlich.

Karen McComb untersuchte zusammen mit ihrem Team über Jahre hinweg das Verhalten von Elefantengruppen im Amboseli-Nationalpark in Kenia. Solche Familiengruppen, die aus Elefanten unterschiedlichsten Alters bestehen, werden in der Regel von meist der ältesten Elefantin angeführt, da diese die größte Fähigkeit hat, Freund und Feind der anderen Elefantenfamilien, die man so trifft, wenn man auf Futtersuche durch die Steppen streift, unterscheiden zu können. Dies können sie schon anhand der sich über Luft UND Boden ausbreitenden Schallwellen der Rufe der fremden Tiere identifizieren. Je älter das Leittier war, desto besser konnte es das fremde Verhalten im Vorfeld einschätzen und die eigene Sippe schützen – ein klarer Vorteil.

Nun sind wir keine Elefanten, aber auch wir schätzen in der Regel die Erfahrung, die ältere Menschen haben. Für berufstätige Mütter ist es ein großer Vorteil, wenn sie eine Großmutter in der Nähe haben, die sie bei der Erziehung und Betreuung der eigenen Kinder unterstützt. Ist die Familie weit weg, so ist es doch eine unglaublich wichtige Basis, wenn man miteinander telefonieren kann und sich so wenigstens emotional Rückendeckung geben. Manchmal hilft auch ein guter Rat.

Wenn wir den überhaupt wollen. Und genau das ist die Veränderung, die ich zunehmend beobachte und die unserer Gesellschaft möglicherweise in den nächsten Jahrzehnten mehr beeinflussen wird, als wir momentan glauben, da wir alle ja selbst mit unserem Leben, den Kindern, der Arbeit voll beschäftigt sind.

Immer mehr Menschen in meiner Umgebung definieren ihre Familie ausschließlich über das Modell Mutter-Vater-Kind. Und keiner hat da reinzureden. Großeltern werden manchmal gebraucht, um die Enkel zu versorgen, aber ihre Meinung zu verschiedenen Dingen haben sie bitteschön für sich zu behalten.

Es geht mir nicht darum, dass man alles miteinander teilen muss. Ich romantisiere auch keine Großfamilien im 19. Jahrhundert, wo sich alle dem Familienpatriarchen unterzuordnen hatten. Aber ich sehe Großeltern, die sich nicht trauen, etwas von früher zu erzählen oder mit ihren Kindern über Erziehung überhaupt einmal zu reden, weil sie Angst haben, dass ihre Kinder sich bevormundet fühlen und ihnen im schlimmsten Fall die Enkel entziehen. Ich sehe auch berufstätige Mütter, die sich lieber Betreuung einkaufen, als ihre Kinder ab und zu in der eigenen Familie betreuen zu lassen, weil sie sich ja nicht in Abhängigkeiten begeben wollen. Wer zahlt, bestimmt die Regeln. Ich sehe Familien, in denen ein normaler Diskurs abgebrochen wurde, wenn es um private Dinge geht. Man spricht noch über den Urlaub und das neue Auto, aber wehe die Oma fragt, wie es in der Schule läuft, oder der Opa will wissen, ob Mäxchen schon Fahrrad fahren kann. Familiäre Dialoge werden so zum Lauf auf dünnem Eis.

Ein Glück, wenn dies bei euch nicht so ist. Ich selbst schätze mich glücklich, weil ich meine Eltern und sogar von Zeit zu Zeit die Schwiegereltern anrufen kann und alles Mögliche besprechen. Natürlich stammen manche ihrer Meinungen aus dem vorigen Jahrhundert, aber wir reden dann darüber. Sie erzählen mir, wie das früher war, und ich erzähle ihnen, wie sich die Welt inzwischen verändert hat und warum manches so nicht mehr geht. Und stellt euch vor: vieles ist noch genau gleich und für das andere haben sie meist volles Verständnis. Meist. Grenzen gibt es immer. Aber wir sind im Gespräch.

Mein Vater sagt immer häufiger, er wolle uns noch ein wenig erhalten bleiben. Und statistisch gesehen ist mir klar, dass er inzwischen in geschenkten Lebensjahren lebt. Ich möchte noch einiges von ihm erfahren, denn mit ihm wird die Generation sterben, die tatsächlich noch vor dem zweiten Weltkrieg geboren wurde. Bei meinen Großeltern war ich zu jung, um diesen Schatz zu verstehen. Wir haben viel zu wenig von früher gesprochen. Das ist nun längst zu spät.

Ich hatte Freunde, die ihre alten Eltern als Last empfinden. Inzwischen sind wir nicht mehr befreundet. Einmal im Jahr besuche ich dennoch die Eltern der Freunde. Das mag seltsam erscheinen, aber sie freuen sich so und nehmen sich die Zeit zum Erzählen. Warum ich mit ihren Kindern nicht mehr befreundet bin? Sie haben keine Zeit mehr. Arbeit, Kindererziehung, das alles fordert so viel Kraft. Und dann auch noch die nervigen Eltern, die die Enkelkinder so gerne sehen wollen und dann doch alles falsch machen, weil sie einfach nicht im Hier und Jetzt angekommen sind, bestimmt reden die auch schlecht über uns.

Tun sie nicht. Die Eltern verteidigen ihre Kinder, berichten, wie viel die Kinder arbeiten müssen und wie fleißig die Enkelkinder sind, wie anstrengend das Leben geworden ist und wie toll das ihre Familie meistert. Und sie springen immer ein, wenn sie gebraucht werden. Es sind Eltern, die ihre Familie über alles lieben. Aber die Familie sieht das nicht im gleichen Maße.

Dies ist nicht der einzige Fall, den ich kenne, sonst würde ich hier nicht darüber berichten. Und natürlich weiß man nie genau, was in Familien vorfällt. Deshalb will ich niemanden beurteilen, schon gar nicht verurteilen. Ich frage mich nur, was aus den Elefantenfamilien würde, wenn sie die alten Leitkühe verstoßen und nicht mehr auf sie hören, weil die eh zu alt sind? Welchen Wert hat das Alter bei uns Menschen in diesem Falle?

 

Viele Grüße aus der Provinz von eurer Frau Henner

SW 19: Einen Gang zurück…

Liebe Leser,

das zweite Halbjahr schlaucht. Durch den neuen Stundenplan bin ich ganz schön am Ende. Ich habe nun mehr Unterricht, das ließ sich dieses Schuljahr nicht anders legen. Hohlstunden fallen weg, aber Hohlstunde kommt ja von Erholung! Zudem habe ich mir schlichtweg zu viel aufgehalst. Frau Henner sitzt in Arbeitskreisen, bereitet hier und dort Fachschaftskram vor, konferiert gefühlt ununterbrochen, offiziell und inoffiziell, privat passieren auch eine Menge Dinge, Klassengeschäfte müssten dringend erledigt werden und dann hat sie auch noch diese Referendarin…

Das tut mir nicht gut. Ich bekomme zu wenig Schlaf. Aber wenigstens am Abend will man dann doch mal etwas für sich tun… Da gucke ich dann Serien, hobbyiere, lese und unterhalte mich mit Herrn Henner. Nein, Stress ist das nicht. Ich hetzte nicht von einem zum anderen. Ich bin kein Workaholic. Aber es ist trotzdem einfach zu viel. Mein Kopf beschäftigt sich mit zu vielen Dingen gleichzeitig.

Ich plane Fördermöglichkeiten für meine Schwächsten und gleichzeitig bin ich mental schon wieder im Abitur. Ich lese Aufsätze zur Schreibentwicklung und muss längst die Elternbriefe fürs Schullandheim aufsetzen. Franziska muss für den Vorlesewettbewerb gecoacht werden und den kleinen Leo möchte ich gerne in die Vorschule begleiten. Ich bereite die Gesamtlehrerkonferenz vor, während der Fortbildungskatalog daneben liegt, weil der kleine Chef ihn mir quasi unter die Nase gehalten hat, ich solle doch endlich einmal ein Führungskräfteseminar belegen. Kann ich das zwischen Abitur und Schullandheim noch irgendwie reinquetschen? Ach ja, und die Rede von Frau Dr. Eisenmann? Wollte nicht die Grundschule Villa Kunterbunt noch ein Schreiben von mir? Warum antworten denn die nicht auf meine Mail? Aber halt, jetzt braucht erst einmal eine Freundin unsere Unterstützung…

Also macht Frau Henner einen Spaziergang, das tut immer gut. Im Kopf lege ich mir einen Plan zurecht. Schritt für Schritt, immer das nahe im Auge behalten und dabei nicht schon an das nächste denken. Und wenn die Referendarin eine unvorbereitete Stunde erlebt, dann weiß sie gleich mal, wie das Leben tickt.

Ich kann momentan meine Arbeit nicht minimieren, ich kann nicht die Sorgen und Nöte meines Umfeldes aufräumen oder abwiegeln, ich kann mich nicht lösen von den Dingen, die mich antreiben, aber ich kann bewusst sagen: Immer eines nach dem anderen!

Mal sehen, ob das funktioniert.

Viele Grüße aus der Provinz von eurer Frau Henner

Herbstferien II: Grenzenlose Gesellschaft?

Liebe Leser,

trotz Gartenarbeit, Ausstellungsbesuch und Aufsatzkorrekturen bleibt Zeit zum Nachdenken. Das ist erholsam, selbst wenn es nicht immer leicht verdaulich ist. Ausgehend von Forderungen, die an uns Lehrer gestellt werden, denke ich über unsere Gesellschaft nach. Diesmal soll es um den Pluralismus gehen.

Ja, er ist eine Grundkonstante einer modernen Gesellschaft. Zum Glück gibt es nicht mehr nur den einen Weg, auf dem man sein Leben bestreiten kann. Unsere Gesellschaft ist offen geworden. Das mündet sogar in dem Begriff „offene Gesellschaft“.

Nun führt diese angenommene offene Gesellschaft zu der Forderung, man müsse alles Fremde anerkennen. Das Fremde soll in dieser Betrachtung tatsächlich als allgemeiner Begriff verstanden werden und nicht auf räumliche Fremde verengt werden. Diese Einstellung gipfelt in der Aussage, in einer offenen Gesellschaft dürfe es keine gesellschaftlichen Grenzen mehr geben.

Das ist absurd.

Eine Gesellschaft ohne Grenzen ist keine Gesellschaft mehr. Aber lasst mich das genauer erklären. Eine Gesellschaft ist eine Gemeinschaft, die durchaus Menschen verschiedener Einstellungen beherbergen kann. In engen Gesellschaften ist die Varianz dieser Einstellungen kleiner, in offenen Gesellschaften größer. Als meine Großeltern jung waren, war eine Schwangerschaft ein unbedingter Heiratsgrund, das Ausbleiben der Vermählung ein Makel. Das empfanden weite Teile der Gesellschaft so. Über die Frauen, die sich darüber hinwegsetzten, zerriss man sich die Mäuler. Auch heute gibt es noch Menschen, die nicht verstehen können, wie junge Frauen alleine ihre Kinder großziehen, aber zum Stadtgespräch wird man deswegen schon lange nicht mehr. Wo früher sich die Mehrheit der Gesellschaft einig war, gibt es heute verschiedene Ansichten, die nebeneinander bestehen können. Für den Einzelfall mag es immer noch nicht einfach sein, aber wir treffen immer wieder auf Menschen, die uns in unserer Meinung bekräftigen. Was man im Kleinen an diesem Beispiel sehen kann, nennt man im Großen bekanntlich Pluralismus.

Dieses Wort muss für so vieles herhalten, dass wir fast der Illusion erliegen könnten, die Welt sei tatsächlich pluralistisch. Im Wörterbuch findet sich unter Pluralismus die Angabe: Pluralismus, die Koexistenz von verschiedenen Interessen und Lebensstilen in einer Gesellschaft. Koexistenz klingt gut. Nebeneinander existieren verschiedene Ansichten. Dahin wollen wir – auch ich. Ich habe ein Weltbild, du hast ein Weltbild, wir akzeptieren uns und… halt, da ist doch noch ein Haken.

Es wäre ja auch zu schön gewesen, wenn wir alle mal so einfach unsere Meinung haben könnten und trotzdem Friede auf der Welt herrschte. Klar ist, es gibt sich so stark widersprechende Lebensansichten, dass ein Zusammenleben nicht möglich ist. Um bei dem obigen Beispiel zu bleiben, gibt es Menschen, die eine Schwangerschaft vor der Ehe als Sünde betrachten und unter Strafe setzen wollen. Ihre Lebenseinstellung greift somit in die Lebensvorstellung von anderen Menschen ein. Offensichtlicher wird dieses Problem vielleicht bei anderen Themen wie beispielsweise dem aus diesem Konflikt möglicherweise folgenden Schwangerschaftsabbruch.

Eine offene Gesellschaft wird immer wieder vor Konflikte gestellt, die es innerhalb ihrer Mitglieder diskutieren muss. Und genau dabei stoßen Gemeinschaften an Grenzen. Auch eine offene Gesellschaft muss diese Grenzen definieren. Dieses Verhalten akzeptieren wir, dieses nicht. Denn nur über diese Grenzen definiert sich die Gesellschaft als Gemeinschaft und grenzt sich von anderen Gemeinschaften ab.

Die Frage, ob unserer Kinder nun eine Schreibschrift lernen oder nicht, wird unserer Gesellschaft nicht spalten, wir definieren uns nicht über die Frage „Schreibschrift oder nicht“. Aber es gibt andere Grundfeste, die wir von Mitgliedern unserer Gemeinschaft erwarten und viele davon sind in unserer Verfassung festgelegt, andere haben sich stillschweigend aus unserem Zusammenleben ergeben. Manche sind flexibel und verändern sich mit den Generationen, andere sind es nicht. Aber fest steht, auch unsere Gesellschaft hat Grenzen und das ist kein Manko, sondern das ist eine Grundbedingung von Gesellschaften.

Wenn man sich den Begriff „offene Gesellschaft“ genauer anschaut, wird dies schon aus der Wortbedeutung offensichtlich. Bei einem geschlossenen Raum ist die Türe zu. Öffne ich sie, öffne ich den Raum. Die Wände aber bleiben stehen, sonst ist der Raum kein Raum mehr. Ich kann die Wände zum Teil abtragen und neu bauen, aber Wände brauche ich, um den Raum als solchen zu definieren. Ein Raum ohne Wände ist kein offener Raum, sondern ein Ort in Auflösung. Denn Orte definieren sich durch Relation zu anderen Orten.

Es ist gewinnbringend, wenn wir immer wieder über unsere Grenzen diskutieren, das macht meiner Meinung nach eine offene Gesellschaft aus. Es ist auch hoffentlich völlig klar, dass sich unsere Gesellschaft verändern wird. Das Miteinanderringen um Positionen führt unweigerlich zu Neuem. Stagnation ist etwas, was geschlossene Gesellschaften auszeichnet. Nur sollten wir uns nicht selbst belügen und gesellschaftliche Grenzen negieren. Wenn wir uns als Gesellschaft verstehen wollen, müssen wir wissen, was uns als Gesellschaft wichtig ist. So wichtig, dass das die Wände unseres Raumes sind, dessen Türe wir dann weit aufmachen können.

 

Viele Grüße aus der Provinz von eurer Frau Henner

Denk an dich!

Lieber Leser,

ich komme gerade aus dem Garten. Obwohl der Himmel wolkenverhangen war, zwitscherten die Vögel und die Grillen spielten emsig ihre Weisen. Deshalb habe ich Garten gesessen und dort eine Art Kreativ-Curry mit Spargel und Artischocken gegessen. Egal, ob es schon halb drei ist. Das mach ich jetzt einfach, das gönne ich mir.

Herr Mess hat zur Blogparade aufgerufen und gefragt, was wir als Stress empfinden und wie wir damit umgehen. Und natürlich ist mir aufgefallen, dass Herr Mess nicht mehr so regelmäßig schreibt, wie zu der Zeit, als ich diesen Blog für mich entdeckt hatte. Hat sicher Stress, denkt man sich so. Aber vielleicht auch das Gegenteil, vielleicht nimmt er sich mehr Zeit zur Muße…

An das Thema Stress kann man mindestens von zwei Seiten herangehen. Beginnen wir mit der negativen Frage: Was bereitet mir Stress im Beruf?

Eine kleine Auswahl:

  • die Papierflut, die gerne bis vorgestern abzuarbeiten ist, überhaupt einen Überblick zu bewahren
  • die kleinen Termine, die man so gerne vergisst, weil man ja auch mal ein Päuschen machen wollte
  • Termindruck in Verbindung mit Öffnungszeiten auf dem Land
  • die Meckersucht eines lautstarken Teils meiner Kollegen

Vor einiger Zeit bin ich diese Problemfelder angegangen und habe tatsächlich Lösungen gefunden.

  • Der Papierflut begegne ich mit dem Tablet. Ich fotografiere wichtige Dokumente und werfe das Papier weg. Das erleichtert nicht nur meine Tasche, denn so habe ich tatsächlich alles dabei, ohne ewig kramen zu müssen. Wer will, erfährt von mir seinen aktuellen Notenstand auf zwei Kommazahlen – jederzeit. Und ich trenne inzwischen Zuhause und Schule. Ich habe meinen Schulkram in der Schule. Dort bereite ich Unterricht vor, dort kopiere ich schon am Vortag, falls ich Arbeitsblätter brauche, selbst kleine Test korrigiere ich im Lehrerzimmer. Nur die Aufsätze und Klausuren, die korrigiere ich zuhause. Wenn ich nach Hause komme, ist selten etwas Dringendes zu tun. Das klappt aber nur, weil ich recht strukturiert bin und gut planen kann. Das Unterrichten fällt nach zehn Jahren im Dienst einfach nicht mehr schwer. Inzwischen kann ich völlig unvorbereitet in eine Unterrichtsstunde gehen und eine gute Stunde halten, was natürlich nur geht, weil ich mein Handwerk beherrsche und fachlich eh meilenweit über dem Schulstoff stehe. Am Ende des Tages habe ich gefühlt mehr Freizeit gehabt, was natürlich entspannt.
  • Wenn ich das Tablet öffne, erscheinen kleine Memozettel, die mich an Kleinkram erinnern, die ich trotzdem mit Zetteln auf meinem Tisch sichere. Ich mag es, mir selbst kleine Erinnerungen zu schreiben, dafür habe ich nettes Papier parat liegen. Für die Pausen habe ich mich auch völlig umgestellt. Anstatt wie früher zuhause ein Frühstück vorzubereiten, habe ich jetzt meine Zutaten in der Schule deponiert und frühstücke in den Hohlstunden – so richtig schön mit Teller und Kaffeetasse, Brot und Aufstrich und genieße das. Diese „Auszeiten“ sind von mir fest eingeplant.
  • Zum Glück ist Lucy nicht mehr im Kindergarten und in der Grundschule! Diese Zeit war STRESS, denn ich hatte exakt 5 min nach Schulschluss, um mein Töchterchen abzuholen. Inzwischen schließt der Kindergarten erst um 13.00 Uhr, jetzt würde ich das locker schaffen… es gibt einfach Rahmenbedingungen, die Stress erzeugen. Der Buchladen am Ort schließt, wenn die Schule Mittagspause hat. Natürlich würde ich den kleinen Buchladen gerne unterstützen, aber in meiner Hohlstunde schnell in die Stadt düsen? Nö, da frühstücke ich doch. Dann kaufe ich eben im nächstgrößeren Buchladen, der hat über Mittag auf und ist auch keine Großkette.
  • Emotional hat mich die schlechte Luft im Kollegium die letzten Jahre am meisten belastet. Zuerst habe ich mich aufgeregt, dann versucht zu argumentieren und irgendwann kam der Punkt, an dem es mich nicht mehr angegriffen hat. Möglicherweise hat mir der Blog geholfen, denn hier konnte ich Dampf ablassen, ohne jemandem auf den Wecker zu gehen. Reden kann heilsam für die Seele sein. Vielleicht hat mich auch der Blick in die große weite Welt geerdet. Angesichts globaler und auch familiärer Krisen möchte ich mich nicht auch noch mit den dummen Kollegen belasten. Geholfen hat dabei sicherlich auch, dass mein Chef mir nun Anerkennung zollt und dies immer wieder zeigt. Es sind diese kleinen Gesten „Ihr Projekt übers Mittelalter, also was die Schüler da geleistet haben, das finde ich beachtenswert. Da sieht man mal, was Schüler können, wenn sie richtig gefördert werden“, die runterrutschen wie Öl und mich motivieren weiterzumachen. Danke Chef!

Also Frau Henner hat kurzgefasst folgende Veränderungen vorgenommen:

  • Technik gezielt eingesetzt, um sich die Arbeit zu erleichtern,
  • die Arbeit von der Freizeit soweit wie möglich getrennt und vorausschauend geplant, um in der freien Zeit auch einen freien Kopf bekommen zu können,
  • Auszeiten fest eingeplant, um der Hektik des Alltags zu entkommen,
  • Prioritäten gesetzt, um sich nicht zu belasten
  • sich mehr und mehr von den miesgelauten Kollegen ferngehalten, um sich nicht runterziehen zu lassen,
  • die Ideen von Schule einfach durchgezogen und mit dem Chef darüber gesprochen, um ernster und überhaupt wahrgenommen zu werden.

Durch diese Maßnahmen fühle ich mich relativ stressfrei. Natürlich ballt sich an manchen Tagen die Arbeit, natürlich wird es manchmal hektisch, aber es stresst mich nicht. Arbeit soll schließlich auch Arbeit sein. Und mit den Schülern und dem Unterrichten hatte ich ja sowieso keinen Stress, dank einer guten universitären Ausbildung, die mich in diesen Stand versetzt hat!

Nun kann man die Frage auch positiv stellen: Was entspannt mich?

Draußen sein, ein gutes Essen, Musik… es gibt so vieles, was einem guttut. Mir gelingt es immer mehr, mir genau dafür Zeit zu nehmen. Mit der Trennung von Schule und Zuhause habe ich definitiv mehr Muße. Also setze ich heute Prioritäten und kaufe Lucy beim Wocheneinkauf ein Stück Pizza. Sie ernährt sich ansonsten gesund, was soll’s also. Aber nun habe ich Zeit, in Ruhe zuhause zu kochen, auch wenn das Essen erst halb drei fertig ist, ich setzte mich in den Garten und genieße das Leben. Die Klausur, die ich heute geschrieben habe, die kann ich auch am Samstag korrigieren. Ich kenne mich, da brauche ich drei, vier Stunden dafür. Das ziehe ich dann durch. Die Kopien der Texte für die Fünfer, die ich morgen in der ersten Stunde brauche, habe ich nach Schulschluss in Ruhe kopiert, die liegen im Lehrerzimmer bereit. Die Stunde im Neigungskurs in der dritten Stunde, die bereite ich morgen in meiner Hohlstunde vor, wenn ich mein Brot gegessen habe. Das schaffe ich schon, ich weiß ja eh, wohin ich mit dieser Stunde will. Heute habe ich genug gearbeitet. Jetzt denke ich nur an mich…

 

Viele Grüße aus der Provinz von eurer Frau Henner

 

Die gläserne Decke

Liebe Leser,

zum Glück gehöre ich zu den Fischlein, die oben im Wasser schwimmen, wo es licht ist und nett und genügend Tang für alle wächst. Dachte ich.

Zwar war mir bewusst, dass es in der Tiefe der See noch viele Fische gibt und einige schaffen es nie bis hierher, als wären unsichtbare Böden eingezogen. Ich kann die Fischlein sehen, wie sie dagegenstupsen. Aber ich? In Deutschland? Hey, wenn ich will, springe ich aus dem Wasser, lasse meine Schuppen in allen erdenklichen Farben in der Sonne schillern und platsche genüsslich wieder ins wohlbekannteNass, wo so viele andere, befreundete Fische umher schwimmen.

Aber manchmal trübt sich auch hier das Wasser. Es gibt sie, diese kleinen Momente, in denen man sich anderen Menschen gegenüber machtlos fühlt. Wenn Menschen berechtigterweise über anderen stehen, sie gut führen und leiten, wenn ihre Leistung ihre Stellung begründet, dann habe ich kein Problem damit, dass es einige Menschen weiter als andere bringen. So ist das Leben. Aber wenn Menschen schneller ans Ziel kommen, weil sie zur „besseren“ Gesellschaft gehören, dann schnappe ich nicht den Wurm, dann nagt er an mir und ich spüre die gläserne Decke, die auch mich hindert, in die Sonne zu springen.

Als Lehrer begegnet man solchen Momenten zum Beispiel an einigen Privatschulen, wenn man auf junge Menschen trifft, die in Prüfungen für weniger Leistung eine höhere Note erwarten, weil es bis jetzt ja auch immer so war.

Eltern begegnen solchen Momenten zum Beispiel bei Wettbewerben, wenn alle Kinder an der Spitze sehr gut sind, aber das Kind mit dem betuchtesten Stallgeruch den Preis der Jury erhält, wenn bei Jugend musiziert auf der Regionalebene wieder die Tochter der alteingesessenen, ehrwürdigen Familie gewinnt, auch wenn das 0815-Mädchen von nebenan begnadet vorgetragen hat.

Lehrer bemerken es, wenn bei Stipendien die Motivationsschreiben, die eigentlich die Kinder selbständig anfertigen sollen, natürlich von elterlicher Stimme in die Feder des Kindes diktiert werden oder eben nicht.

Da verlieren die Kinder an unserem Gymnasium immer. Sie haben nicht die richtige Sprache, Haltung, Kleidung – und vor allem nicht die „richtigen“ Eltern. Es geht gar nicht nur ums Geld, nein es geht um den Habitus, den sich Menschen über Generationen hinweg zugelegt haben, wenn sie zu denen da oben gehören. Zwischen uns ist eine gläserne Decke. Wir hier unten glauben tatsächlich noch, man könne durch Leistung alles erreichen. Das ist eine Illusion. Man kann viel erreichen, aber nicht alles. Und der Weg ist auch steiniger.

Die jungen Grünen wollen in BaWü sehr ernsthaft das Gymnasium abschaffen, weil es  eine elitäre Einrichtung ist, die nicht allen eine Chance bietet, und weil sie sehen, dass ihre schöne Gemeinschaftsschule mit dem Gymnasium nicht so gut funktioniert. Das haben sie letzte Woche mal wieder im Radio gesagt. Ich behaupte also nicht, ich zitiere. Wenn alle auf die gleiche Schule gehen und das möglichst ganztags, dann haben endlich alle die gleichen Chancen. So die Idee.

Welch fataler Irrtum! Liebe Grüne, das Gymnasium ist nicht euer Feind.

Im Gegenteil, an unserem Gymnasium gibt es noch das Leistungsprinzip. Wir Lehrer an den staatlichen Schulen reagieren recht empfindlich, wenn wir merken, dass Eltern ihre Kinder bei uns bevorzugt behandelt haben wollen, nur weil die Eltern glauben, sie hätten einen vererbbaren Anspruch darauf. Zumindest sind die meisten Kollegen sehr sensibel dahingehend, vielleicht, weil wir selbst Leistungen erbringen mussten, um überhaupt hierher zu kommen. Die meisten Lehrer sind selbst nur kleine Fische – mit großer Bildung. Networking ist daher am staatlichen Gymnasium fehl am Platz. Das Gymnasium ist trotz aller Unkenrufe eine gerechte, demokratische Einrichtung, die Aufsteigen zulässt. Gläserne Decken gibt es aus gesellschaftlichen Gründen, sie liegen nicht in der Idee eines modernen Gymnasiums.

Wenn ihr das Gymnasium abschafft, schafft ihr nicht mehr Gerechtigkeit. Die Kinder der feinen Leute werden auch so platziert, sie lernen beizeiten die richten Menschen und Umgangsformen kennen, sie erhalten die spannenderen Praktika, sie gewinnen schneller etwas, wenn die Eltern anwesend sein dürfen und werden außerhalb der Schule besser unterstützt. Da könnt ihr noch so streng eine Gemeinschaftsschule einführen, ihr könnt den Eltern die Kinder nicht aus den helfenden Armen reißen.

Frau Henner reibt sich noch einmal den Kopf, mit dem sie gegen die gläserne Decke gestoßen ist, dann tummelt sie sich wieder unter ihresgleichen und redet sich ein, dass es dort sowieso gemütlicher ist. Wieso sollte mein Lebensglück von der Sonne abhängen – hierher kommt doch noch genügend Licht…

 

Viele Grüße aus der Provinz von eurer Frau Henner